kranich05 - 16. Mrz, 23:41

In meinen Augen die gegenwärtig beste Betrachtung zum Irankrieg.
Obwohl auch diese bemerkenswert sind:
Chomsky: http://www.zmag.de/artikel.php?id=2030
Mellenthin: http://www.jungewelt.de/2007/03-15/025.php?sstr=Iran

Das Argument meines Vorredners, daß der Krieg die Wirtschaftskrise verschieben könnte, fiel mir auch gleich ein.
Historisch ist es oft genug so gewesen.
Es könnte aber sein, daß diesmal spezifische Bedingungen existieren, die doch eher in die Krise hineinführen.

Karl Weiss - 17. Mrz, 13:39

Danke

Hallo Kranich05,

danke für die Blumen - und für die Links.

Karl

Hallo Daniel T,

tatsächlich ist der Krieg das klassische Mittel, um eine Wirtschaftskrise hinauszuzögern, da hast du völlig recht. Wenn man die Wirtschaftskrise verhindern will (im Kapitalismus kann man sie aber bestenfalls hinauszögern), betreibt man "Defizit Spending", gibt soviel wie möglich Geld (geliehenes Geld) in einem extrem teuren Krieg aus und überlässt die Schulden den späteren Regierungen.

Nur haben die Vereinigten Staaten dies bereits bis zum Exzess getan mit den Afghanistan- und Irak-Überfällen. Der Dollar ist schwach geworden, weil die USA das grösste Budget-Defizit aller Zeiten aller Länder haben, das grösste Außenhandelsdefizit aller Zeiten aller Länder und die höchste Staatsverschuldung aller Zeiten aller Länder. Da kommt der Zeitpunkt, an dem sich die anderen überlegen, ob sie weiterhin auf den Dollar setzen wollen und jegliche US-Staatsanleihe kaufen.

Das ist der Moment, in dem das ganze Hinausgeschobene mit Wucht auf den Urheber zurückfällt.

Karl

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