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Bundesrepublik entdeckt Stasi-Methoden - Polizei "schnüffelt" wie zu DDR-Zeiten
Ursula Pidun - Im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm werden die Präventionsmaßnahmen immer bizarrer. Instrumente, die bereits in der Mottenkiste vergangener, totalitärer Staaten schlummerten, werden zu neuem Leben erweckt.

Perfekt. Körpergeruchsproben und Stasi Mentalität: Langsam knallen alle durch
Mit einer systematischen Entnahme von Körpergeruchsproben bei gewalttätigen G8-Gegnern durch die Polizei werden uralte Stasi-Methoden reanimiert, doch so richtig begeistert darüber sind nur wenige. Und so trifft das alte "neue" Schnüffelinstrument auch in allen Parteien auf nur wenig Gegenliebe.
Alte DDR-Zeiten
Wolfgang Thierse, Bundestags-Vizepräsident fühlt sich in alte DDR-Zeiten zurück versetzt und äußerte gegenüber der Leipziger Volkszeitung, dass ihn eine solche Praxis an Stasi-Methoden erinnere. Thierse warnte mit Blick auf die Polizei "vor Hysterie, die zu Polizeistaats-Methoden à la DDR führen" kann. Thierse führte weiter aus, es sei "schon schlimm genug, dass ich rund um das Tagungsgelände einen kilometerlangen Metallzaun ertragen muss, der mir die Mauer aus DDR-Zeiten zurück ins Gedächtnis bringt".
Hans-Christian Ströbele, stellvertretender Grünen-Fraktionschef sprach von einem "Schnüffelstaat in Perfektion. Es ist unappetitlich, dass unsere Sicherheitsbehörden jetzt Methoden anwenden, die schon die Stasi praktiziert habe", äußerte er und wies auf die 80-er Jahre hin. Damals habe das Bundesamt für Verfassungsschutz Geruchsproben von vermeintlichen System-Gefährdern gesammelt. Der öffentliche Druck und Protest gegen solche Methoden wurde jedoch so stark, dass diese Praxis wieder beendet wurde.
"Unverständliche Methoden"
Max Stadler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP sprach von "unverständlichen Methoden", die vermutlich "ins Blaue hinein" gesammelt werden. Man könne heute nicht wissen, wer Anfang Juni in Heiligendamm gewalttägig demonstriert. Und auch der Leipziger Bürgerrechtler Gunter Weißgerber kritisiert: "Das sind Methoden, wie ich sie in der DDR kennen gelernt habe".
Bei den bundesweiten Durchsuchungen im Vorfeld des Gipfels wurden bereits Gerunchsproben bei jenen Globalisierungsgegnern entnommen, gegen die Ermittlungen eingeleitet wurden, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Mit Hilfe dieser Duftmarken haben es Spürhunde dann leichter, Verdächtige bei gewalttätigen Aktionen in Heiligendamm zu identifizieren.
Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) verteidigte inzwischen die Entnahme von "Geruchsproben". "In bestimmten Fällen ist das ein Mittel, um mögliche Tatverdächtige zu identifizieren", äußerte er im Bayerischen Rundfunk.

Perfekt. Körpergeruchsproben und Stasi Mentalität: Langsam knallen alle durch
Mit einer systematischen Entnahme von Körpergeruchsproben bei gewalttätigen G8-Gegnern durch die Polizei werden uralte Stasi-Methoden reanimiert, doch so richtig begeistert darüber sind nur wenige. Und so trifft das alte "neue" Schnüffelinstrument auch in allen Parteien auf nur wenig Gegenliebe.
Alte DDR-Zeiten
Wolfgang Thierse, Bundestags-Vizepräsident fühlt sich in alte DDR-Zeiten zurück versetzt und äußerte gegenüber der Leipziger Volkszeitung, dass ihn eine solche Praxis an Stasi-Methoden erinnere. Thierse warnte mit Blick auf die Polizei "vor Hysterie, die zu Polizeistaats-Methoden à la DDR führen" kann. Thierse führte weiter aus, es sei "schon schlimm genug, dass ich rund um das Tagungsgelände einen kilometerlangen Metallzaun ertragen muss, der mir die Mauer aus DDR-Zeiten zurück ins Gedächtnis bringt".
Hans-Christian Ströbele, stellvertretender Grünen-Fraktionschef sprach von einem "Schnüffelstaat in Perfektion. Es ist unappetitlich, dass unsere Sicherheitsbehörden jetzt Methoden anwenden, die schon die Stasi praktiziert habe", äußerte er und wies auf die 80-er Jahre hin. Damals habe das Bundesamt für Verfassungsschutz Geruchsproben von vermeintlichen System-Gefährdern gesammelt. Der öffentliche Druck und Protest gegen solche Methoden wurde jedoch so stark, dass diese Praxis wieder beendet wurde.
"Unverständliche Methoden"
Max Stadler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP sprach von "unverständlichen Methoden", die vermutlich "ins Blaue hinein" gesammelt werden. Man könne heute nicht wissen, wer Anfang Juni in Heiligendamm gewalttägig demonstriert. Und auch der Leipziger Bürgerrechtler Gunter Weißgerber kritisiert: "Das sind Methoden, wie ich sie in der DDR kennen gelernt habe".
Bei den bundesweiten Durchsuchungen im Vorfeld des Gipfels wurden bereits Gerunchsproben bei jenen Globalisierungsgegnern entnommen, gegen die Ermittlungen eingeleitet wurden, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Mit Hilfe dieser Duftmarken haben es Spürhunde dann leichter, Verdächtige bei gewalttätigen Aktionen in Heiligendamm zu identifizieren.
Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) verteidigte inzwischen die Entnahme von "Geruchsproben". "In bestimmten Fällen ist das ein Mittel, um mögliche Tatverdächtige zu identifizieren", äußerte er im Bayerischen Rundfunk.
sfux - 23. Mai, 12:58 Article 1141x read
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