Der Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran am Tag 5
Dr. Alexander von Paleske --- 4.3.2026
Am Tag 5 des Krieges Krieg schält sich immer deutlicher heraus, worum es bei dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran in Wirklichkeit geht und ging:
- Für die USA wieder einmal ums Öl wie zuvor in Venezuela, im Irak in Libyen,
- Für Israel hingegen um die massive Schwächung des Iran, egal, wer zukünftig das Sagen dort hat, um selbst die einzige regionale Supermacht dort zu werden und zu bleiben.
Keine Gegner mehr
Alle anderen Staaten in der Region - mit Ausnahme Ägyptens - insbesondere die Öl- und Gasförderländer Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman spielen militärisch gegenüber dem hochgerüsteten Israel keine Rolle. auch nicht der Libanon mit der Hisbollah-Miliz.
Der einzige ernstzunehmende Feind, nämlich der Iran, wird, nachdem auch Syrien für Israel keine Gefahr mehr darstellt, alsbald militärisch ausgeschaltet sein.
From the River to the Sea
Das bedeutet für Israel freie Hand, das nächste Pojekt etappenweise weiter zu verwirklichen: From the River (Jordan-Fluss) to the Sea (Mittelmeer) ein rein jüdischer Staat, in dem für die Palästinenser kein Platz mehr ist. Sie sollen, worauf hier schon mehrfach hier hingewiesen wurde, aus ihrer Heimat vertrieben werden: sowohl aus dem Gaza-Streifen - ein einziges Elendsgebiet - wie auch aus der Westbank (Westjordanland) und Ost Jerusalem:
- Aus Gaza, wo bereits jetzt das nackte Elend herrscht, und schliesslich der Wunsch der dortigen Bevölkerung, so das Ziel Israels, nur noch weg zu wollen, angesichts der Perspektivlosigkeit, nach Europa oder in ein arabisches Land.
- Aus der Westbank, wo insbesondere jetzt den palästinensischen Bauern weiter Land durch bewaffnete Siedler weggenommen, Olivenbäume abgehackt, und so Stück um Stück die Lebensgrundlagen entzogen werden.
Verbrechen - who cares?
Dasss dies alles Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind, kümmert die Israelische Regierung herzlich wenig. Netanyahu will als der Mann in die Geschichte eingehen, der Gross-Israel erschaffen hat, als „Lichtgestalt“ nach dem Staatsgründer David Ben-Gurion, insofern - nach seiner Vorstellung - das Werk vollendet hat.
Volksaufstand durch Luftschläge?
US-Präsident Trump behauptet, und mit ihm der israelische Premier Netanyahu, es solle, mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran, die Bevölkerung dort nun die Chance erhalten, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.
Davon ist jetzt jedoch nicht mehr die Rede in den Stellungnahmen Trumps und Netanyahus, ganz abgesehen davon dass mit dem pausenlosen Bombardement die militärische, aber auch die staatliche Infrastruktur völlig ausgeschaltet werden sollen, und dem auch schon rund 1000 iranische Zivilisten zum Opfer gefallen sind. Die Bevölkerung versucht aus den Städten zu fliehen, um irgendwie zu überleben, nicht aber zu demonstrieren. Vom Aufstand gegen das Regime, und das "Schicksal des Landes in die eigenen Hände zu nehmen," kann also derzeit keine Rede sein, zumal eine organisierte Opposition offenbar nicht existiert.
Die Bevölkerung des Iran spielt in Wirklichkeit keine Rolle, das war schon in Venezuela der Fall, wo das alte Regime minus Maduro weiter das Sagen hat, ausser beim Erdöl.
Kein Grund zur Trauer, aber...
Keine Frage: Das Regime im Iran hat eine brutale Unterdrückungspolitik exerziert, sein Weggang kann kein Grund für Trauer sein, aber schon das unterdrückerische Vorgänger-Regime, das des Schahs, war allein durch die iranische Bevölkerung 1979 fortgejagt worden, nicht aber durch Bombardierungen fremder Mächte.
Ein Blick zurück
Der Schah von Persien war 1953 durch einen, vom US-Gehheimdienst CIA auf Anordnung des US-Prásidenten Truman und des britischen Premiers Winston Churchill organisierten Putsches, wieder an die Macht gekommen. Der demokratisch gewählte Premier Mossadegh, der die Ölindustrie, bis dato in der Hand von britischen und US-Amerikaniischen Ólkonzernen, verstaatlichen wollte, musste abtreten, und wurde in einem Schauproizess wegen Korruption und anderer, an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfen, zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Der Schah errichtete ein Unterdrückungsregime durch die Armee, und den besonders gefürchteten Geheimdienst SAVAK, der auch in Deutschland aktiv war, und Perser im Exil bespitzelte und bedrohte.
Die Öleinnahmen ermöglichten dem Schah, seiner Familie, und seinen oberen Gefolgsleuten, ein Leben im Luxus, während sie breite Masse der Bevölkerung in Armut lebte.
Wenn nun Präsident Trump beklagt, dass der britische Premier Keir Starmer nicht wie Churchill sei, weil er nicht den Angriffskrieg gegen den Iran mit aller Kraft unterstütze, dann hat er ungewollt auf die Ironie der Geschichte hingewiesen, dass nämlich die USA jetzt den Persern Selbstbestimmung und Demokratie bringen wollen, die sie einst mithalfen, zu beseitigen.
Das Mullah-Regime ist als Spätfolge der Beseitigung der Demokratie im Iran anzusehen, denn es kam durch einen Aufstand des Volkes gegen den Schah an die Macht, bevor das Regime sich dann gegen die eigene Bevölkerung richtete. Ohne die seinerzeitige Beseitigung der Demokratie sähe der Iran heute vermutlich ganz anders aus.
Als weitere Ironie, dass der Sohn des Schahs nun der Anführer der Demokratiebewegung sein soll.
Ende des Krieges, kein Ende des Leidens
Der Krieg wird in absehbarer Zeit zu Ende gehen, spätestens dann, wenn dem Iran die Drohnen und Raketen ausgehen, und deren Abschussbasen zerstört sind. Für den Iran wird es vermutlich jedoch keinen Frieden geben, denn die Minderheiten, allen voran die Kurden, die rund 10% der Bevölkerung des Iran ausmachen, und erbitterte Gegner der Regierung in Teheran sind, werden die Chance nutzen, ihr Gebiet für unabhängig zu erklären. Andere Minderheiten dürften dann folgen.
Die Perser selbst machen nur rund 38% der Bevölkerung aus, zweitgrösste Gruppe sind die Aserbaidschaner, die fast 20% der Bevölkerung stellen, Details siehe hier
Herzlich egal
Der Iran als Vielvölkerstaat droht nach dem Chaos, das dem Ende des Krieges folgen dürfte, auseinanderzufallen, zu einem „Failed State“ zu werden.
Der israelischen Regierung dürfte das herzlich egal sein, vielmehr sogar von Vorteil, denn ein Bürgerkrieg im Iran würde das Land weiter schwächen. Schon gibt es Gerüchte, die Kurden würden bewaffnet, um dies zu befördern.
US-Präsident Trump, dessen Begründungen für den Angriffskrieg wechseln, mitunter mehrmals im Verlauf eines Tages, sich teilweise widersprechen, ebenso die Begründungen des Aussenministers Rubio, ist die Bevölkerung des Iran wohl ebenso egal.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht ausgeschlossen, dass Trump versuchen wird, eine ähnliche Lösung wie in Venezuela anzustreben: Alte Clique, aber unter Kontrolle der USA.
Für die Bevölkerung des Iran könnte das Schlimmste erst noch bevorstehen.
Am Tag 5 des Krieges Krieg schält sich immer deutlicher heraus, worum es bei dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran in Wirklichkeit geht und ging:
- Für die USA wieder einmal ums Öl wie zuvor in Venezuela, im Irak in Libyen,
- Für Israel hingegen um die massive Schwächung des Iran, egal, wer zukünftig das Sagen dort hat, um selbst die einzige regionale Supermacht dort zu werden und zu bleiben.
Keine Gegner mehr
Alle anderen Staaten in der Region - mit Ausnahme Ägyptens - insbesondere die Öl- und Gasförderländer Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman spielen militärisch gegenüber dem hochgerüsteten Israel keine Rolle. auch nicht der Libanon mit der Hisbollah-Miliz.
Der einzige ernstzunehmende Feind, nämlich der Iran, wird, nachdem auch Syrien für Israel keine Gefahr mehr darstellt, alsbald militärisch ausgeschaltet sein.
From the River to the Sea
Das bedeutet für Israel freie Hand, das nächste Pojekt etappenweise weiter zu verwirklichen: From the River (Jordan-Fluss) to the Sea (Mittelmeer) ein rein jüdischer Staat, in dem für die Palästinenser kein Platz mehr ist. Sie sollen, worauf hier schon mehrfach hier hingewiesen wurde, aus ihrer Heimat vertrieben werden: sowohl aus dem Gaza-Streifen - ein einziges Elendsgebiet - wie auch aus der Westbank (Westjordanland) und Ost Jerusalem:
- Aus Gaza, wo bereits jetzt das nackte Elend herrscht, und schliesslich der Wunsch der dortigen Bevölkerung, so das Ziel Israels, nur noch weg zu wollen, angesichts der Perspektivlosigkeit, nach Europa oder in ein arabisches Land.
- Aus der Westbank, wo insbesondere jetzt den palästinensischen Bauern weiter Land durch bewaffnete Siedler weggenommen, Olivenbäume abgehackt, und so Stück um Stück die Lebensgrundlagen entzogen werden.
Verbrechen - who cares?
Dasss dies alles Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind, kümmert die Israelische Regierung herzlich wenig. Netanyahu will als der Mann in die Geschichte eingehen, der Gross-Israel erschaffen hat, als „Lichtgestalt“ nach dem Staatsgründer David Ben-Gurion, insofern - nach seiner Vorstellung - das Werk vollendet hat.
Volksaufstand durch Luftschläge?
US-Präsident Trump behauptet, und mit ihm der israelische Premier Netanyahu, es solle, mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran, die Bevölkerung dort nun die Chance erhalten, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.
Davon ist jetzt jedoch nicht mehr die Rede in den Stellungnahmen Trumps und Netanyahus, ganz abgesehen davon dass mit dem pausenlosen Bombardement die militärische, aber auch die staatliche Infrastruktur völlig ausgeschaltet werden sollen, und dem auch schon rund 1000 iranische Zivilisten zum Opfer gefallen sind. Die Bevölkerung versucht aus den Städten zu fliehen, um irgendwie zu überleben, nicht aber zu demonstrieren. Vom Aufstand gegen das Regime, und das "Schicksal des Landes in die eigenen Hände zu nehmen," kann also derzeit keine Rede sein, zumal eine organisierte Opposition offenbar nicht existiert.
Die Bevölkerung des Iran spielt in Wirklichkeit keine Rolle, das war schon in Venezuela der Fall, wo das alte Regime minus Maduro weiter das Sagen hat, ausser beim Erdöl.
Kein Grund zur Trauer, aber...
Keine Frage: Das Regime im Iran hat eine brutale Unterdrückungspolitik exerziert, sein Weggang kann kein Grund für Trauer sein, aber schon das unterdrückerische Vorgänger-Regime, das des Schahs, war allein durch die iranische Bevölkerung 1979 fortgejagt worden, nicht aber durch Bombardierungen fremder Mächte.
Ein Blick zurück
Der Schah von Persien war 1953 durch einen, vom US-Gehheimdienst CIA auf Anordnung des US-Prásidenten Truman und des britischen Premiers Winston Churchill organisierten Putsches, wieder an die Macht gekommen. Der demokratisch gewählte Premier Mossadegh, der die Ölindustrie, bis dato in der Hand von britischen und US-Amerikaniischen Ólkonzernen, verstaatlichen wollte, musste abtreten, und wurde in einem Schauproizess wegen Korruption und anderer, an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfen, zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Der Schah errichtete ein Unterdrückungsregime durch die Armee, und den besonders gefürchteten Geheimdienst SAVAK, der auch in Deutschland aktiv war, und Perser im Exil bespitzelte und bedrohte.
Die Öleinnahmen ermöglichten dem Schah, seiner Familie, und seinen oberen Gefolgsleuten, ein Leben im Luxus, während sie breite Masse der Bevölkerung in Armut lebte.
Wenn nun Präsident Trump beklagt, dass der britische Premier Keir Starmer nicht wie Churchill sei, weil er nicht den Angriffskrieg gegen den Iran mit aller Kraft unterstütze, dann hat er ungewollt auf die Ironie der Geschichte hingewiesen, dass nämlich die USA jetzt den Persern Selbstbestimmung und Demokratie bringen wollen, die sie einst mithalfen, zu beseitigen.
Das Mullah-Regime ist als Spätfolge der Beseitigung der Demokratie im Iran anzusehen, denn es kam durch einen Aufstand des Volkes gegen den Schah an die Macht, bevor das Regime sich dann gegen die eigene Bevölkerung richtete. Ohne die seinerzeitige Beseitigung der Demokratie sähe der Iran heute vermutlich ganz anders aus.
Als weitere Ironie, dass der Sohn des Schahs nun der Anführer der Demokratiebewegung sein soll.
Ende des Krieges, kein Ende des Leidens
Der Krieg wird in absehbarer Zeit zu Ende gehen, spätestens dann, wenn dem Iran die Drohnen und Raketen ausgehen, und deren Abschussbasen zerstört sind. Für den Iran wird es vermutlich jedoch keinen Frieden geben, denn die Minderheiten, allen voran die Kurden, die rund 10% der Bevölkerung des Iran ausmachen, und erbitterte Gegner der Regierung in Teheran sind, werden die Chance nutzen, ihr Gebiet für unabhängig zu erklären. Andere Minderheiten dürften dann folgen.
Die Perser selbst machen nur rund 38% der Bevölkerung aus, zweitgrösste Gruppe sind die Aserbaidschaner, die fast 20% der Bevölkerung stellen, Details siehe hier
Herzlich egal
Der Iran als Vielvölkerstaat droht nach dem Chaos, das dem Ende des Krieges folgen dürfte, auseinanderzufallen, zu einem „Failed State“ zu werden.
Der israelischen Regierung dürfte das herzlich egal sein, vielmehr sogar von Vorteil, denn ein Bürgerkrieg im Iran würde das Land weiter schwächen. Schon gibt es Gerüchte, die Kurden würden bewaffnet, um dies zu befördern.
US-Präsident Trump, dessen Begründungen für den Angriffskrieg wechseln, mitunter mehrmals im Verlauf eines Tages, sich teilweise widersprechen, ebenso die Begründungen des Aussenministers Rubio, ist die Bevölkerung des Iran wohl ebenso egal.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht ausgeschlossen, dass Trump versuchen wird, eine ähnliche Lösung wie in Venezuela anzustreben: Alte Clique, aber unter Kontrolle der USA.
Für die Bevölkerung des Iran könnte das Schlimmste erst noch bevorstehen.
onlinedienst - 4. Mär, 14:08 Article 85x read





















