Iran-Libanon-Krieg 6. Woche

Dr. Alexander von Paleske -----4.4.2026--
Der von US Präsident Donald Trump und der israelischen Regierung geführte völkerrechtswidrige Krieg gegen den Iran und im Libanon ist mittlerweile in der 6. Woche angekommen.

Israels Kriegsziele

Die völkerrechtswidrigen Kriegsziele der Israelis

- Tötung der Führungsriege des Iran

- komplette Zerstörung der Atomanlagen und Fortschaffen des angereicherten Urans,

- Weitestmögliche Zerstörung der Infrastruktur des Iran (Brücken, Kraftwerke, Hochschulen aber auch Wohngebäude wie in Gaza)

- Komplettzerstörung des Gebiets südlich des Litani Flusses im Libanon einschliesslich der Brücken über den Fluss. De facto eine Abtrennung dieses Teils vom übrigen Libanon durch permanente Besetzung - um eine Rückkehr der Bevölkerung unmöglich zu machen - und Umwandlung des Gebietes in eine Free-Fire-Zone, verbunden mit einem grossflächigem Versprühen von Pflanzenvernichtungsmitteln (Glyphosat).

- Zerstörung von Infrastruktur in einer Zone 30 km nördlich des Litani Flusses,

- weitgehende Zerstörung von schiitischen Wohngebieten in Beirut, der Hauptstadt des Libanon,

- Vertreibung möglichst vieler Schiiten aus dem Libanon,

sind ein gutes Stück nähergerückt..

Kriegsziele der USA
Die Kriegsziele der USA, soweit sie überhaupt formuliert und bekannt sind,

- Tötung der Führungsriege des Iran

- maximale Zerstörung von Militärbasen und Atomanlagen, aber auch Stahlwerken und Waffenproduktionsanlageneinen und durch die Schwächung des Mullah-Regimes Initiierung eines Volksaufstands mit folgendem Regimewechsel und dadurch maximale Schwächung des Iran auf lange Zeit

-folgend ein Deal über die Beendigung des iranischen Raketen - und Atomprogramms.

- Als Endresultat: Verschiebung des Machtgefüges am Persischen Golf, Kontrolle über die iranische Ölproduktion. und Kontrolle über die Strasse von Hormuz,

- China und Russland ihres Einflusses dort berauben.

und Israels unterscheiden daher sich in einigen Punkten:

- Für Israel soll der Krieg im Iran und Libanon noch möglichst lange weiter laufen, um das geplante umfangreiche Zerstörungswerk zu vollenden,

- die USA wollen ihn hingegen schnellstmöglich beenden. Im Libanonkrieg sind die USA direkt zwar nicht beteiligt, haben aber Israel insoweit grünes Licht erteilt, und Israel ist entschlossen, selbst im Falle eines Waffenstillstands zwischen den USA und Israel, diesen Krieg bis zur Erreichung der selbstgesetzten Kriegsziele weiterzuführen.

Kontrolle über die Rohstoffe angestrebt
Während Israel einen maximalen Zerstörungskurs betreibt und Chaos und Bürgerkrieg nach einem Waffenstillstand im Iran durchaus willkommen sind, geht es den USA darum, die gesamte Rohstoffregion am Persischen Golf unter seine Kontrolle zu bringen.

Die Zivilbevölkerung im Libanon und im Iran sind beiden Kriegsparteien herzlich gleichgültig. Insbesondere in Venezuela haben die USA gezeigt, dass es ihnen nur um die Kontrolle der Ölförderung geht, nicht aber um Herstellung demokratischer Verhältnisse. Keine Überraschung, wenn man sieht, wie der USA-Präsident und seine Mannschaft einen Angriff nach dem anderen auf die Demokratie im eigenen Lande vollziehen.

USA: Kriegsziele nicht erreicht
Insofern ist es auch keine Überraschung, dass Trump behauptet, im Iran habe ein Regimewechsel stattgefunden, und so glauben machen will, dieses Ziel sei bereits erreicht worden, wohl wissend, dass die bisherigen Machthaber in neuer Garnitur weiter fest im Sattel sitzen. Ein Aufstand der Bevölkerung angesichts der permanenten Bombenangriffe auch auf Wohnhäuser, Universitäten, und Infrastruktur zudem unwahrscheinlicher denn je ist.

So ist auch ein weiteres Kriegsziel, ein Blitzkrieg, verfehlt worden, was für Trump nun ein grosses innenpolitisches Problem darstellt: Die Mehrheit der Befragten in den USA lehnt diesen Krieg ab, und je länger er dauert, um so mehr produziert er auch Ablehnung in den eigenen Reihen.
Ein Ende des Krieges ist aber bisher noch gar nicht abzusehen, denn nicht nur feuert der Iran weiter Raketen in Richtung der Golfstaaten und Israel ab, auch die Strasse von Hormuz ist gesperrt, als Folge davon sind die Öl- und Gaspreise explodiert - auch in den USA - und es droht eine weltweite Wirtschaftskrise.

Kein Deal, damit kein Ende des Krieges in Sicht
Ein Deal mit dem Iran ist vorläufig nicht in Sicht, denn der Iran lehnt das 15-Punkte Unterwerfungspapier der USA strikt ab, und direkte Verhandlungen zwischen beiden Kriegsparteien USA und Iran, hat es bis heute nicht gegeben, auch wenn Trump das Gegenteil behauptet..

Um doch noch das Ziel eines schnellen Ende des Krieges zu erreichen, hat der US-Präsident heute erneut gedroht: Wenn der Iran nicht binnen 48 Stunden einem Deal zustimmt und die Sperrung der Strasse von Hormuz aufhebt, werde er dem Iran die Hölle auf Erden bereiten: Zerstörung von Infrastruktur wie Brücken, Kraftwerke Entsalzungsanlagen.
Dass diese Drohung kein Papiertiger ist, davon ist auszugehen: Angriffe auf die Infrastruktur abseits von militärischen Einrichtungen haben bereits begonnen, wie vorgestern eine wichtige Brücke in der Nähe der Hauptstadt. Nun aber soll die maximale Zerstörung des Iran folgen, es zurück in die Steinzeit gebombt werden.

Derweil hat die iranische Luftabwehr zwei US Militärflugzeuge abgeschossen, eine bittere Niederlage für die USA , welche die Stimmung in den USA gegen den Krieg weiter anheizen, und Trump wiederum zur weiteren Eskalation des Krieges antreiben dürfte.
Sollte die Drohung Trumps tatsächlich umgesetzt werden - Israel kann es kaum erwarten - dann ist tatsächlich eine neue Eskalationsstufe mit völlig ungewissem Ausgang erreicht.

Trump hatte zu Beginn seiner Amtszeit versprochen, nicht nur alle Kriege zu beenden, einschliesslich den in der Ukraine, und auf keinen Fall neue zu beginnen. Dass Trumps Versprechen nichts wert, und die Wahrheit ein Fremdkörper in Trumps narzisstischem Denken ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen.

Gewiss ist nur, dass Trump niemals einen Friedensnobelpreis bekommen wird - ein recht schwacher Trost.
onlinedienst - 4. Apr, 21:59 Article 74x read
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