Trump, Venezuela und das Erdöl
Dr. Alexander von Paleske --- 11.1. 2026 --
Knapp 1 Woche war der Überfall der USA auf Venezuela, und die Verhaftung des Staatspräsidenten Maduro und seiner Ehefrau her, und schon traf sich US-Präsident Trump am 9.1. 2026 mit den Bossen der US-Ölindustrie, um die Beute aufzuteilen.
Er sieht sich bereits im Besitz der venezolanischen Ölfelder, wo die grössten weltweit bisher bekannten Erdölvorkommen liegen, er allein will zukünftig entscheiden, welche US-Firmen dort Öl fördern dürfen, er allein entscheidet, was Venezuela von dem, was an Einkünften aus dem Ölgeschaft übrig bleibt – viel wird es nicht sein – einkaufen darf – ausschliesslich in den USA versteht sich.
"Mafiatreffen" im Weissen Haus
Das Treffen im Weisssen Haus erinnert an eine Eingangsszene aus dem Mafia Film „Der Pate“, wo der oberste Mafiaboss die Geschäftsbereiche auf Kuba (Prostitution, Glücksspiel) auf die Mafiosi aufteilt, sinnbildlich dargestellt durch eine Torte, die aufgeschnitten und verteilt wird.
Und es erinnert an die koloniale Vergangenheit in Afrika, wo auf der Kongokonferenz 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck in Berlin Afrika unter den Kolonialmächten aufgeteilt wurde.
Katze aus dem Sack
Recht schnell hat Trump damit die Katze aus dem Sack gelassen, worum es ihm nicht nur, sondern worum es ihm ausschliesslich ging: der Griff nach dem Rohstoffreichtum Venezuelas, insbesondere dem Erdöl.
Natürlich ist Trump nicht etwa daran interessiert, demokratische Zustände in dem bisher autokratisch regierten Land herbeizuführen, denn das hätte bedeutet, den Machtapparat Maduros, der ja weiter intakt ist, zu zerstören, was nur durch einen grösseren Militäreinsatz erreichbar wäre.
So hat der US-Präsident rasch klargemacht, dass er die Oppositionsführerin und Trägerin des Friedensnobelpreises, Maria Corina Machado, die wohl die letzte Wahl in Venezuela gwonnen hatte, wenn Maduro nicht zum Mittel der Wahlfälschung gegriffen hätte, um an der Macht zu bleiben, nicht als künftige Präsidentin Venezuelas für geeignet hält.
Könnte nicht besser laufen
Die Gefolgsleute Maduros haben rasch signalisiert, dass, um an der Macht zu bleiben, sie zum Ausverkauf der nationalen Interessen Venezuelas bereit sind. Besser könnte es für Trump gar nicht laufen, denn so erspart sich einen - in den USA, und insbesondere in seiner MAGA-Bewegung, äusserst unpopululären - Einsatz von US Bodentruppen, vorerst jedenfalls.
Damit bleibt die Frage, wozu Trump überhaupt an das Erdöl will, denn die USA sind, dank Fracking, mittlerweile wieder Selbstversorger in Sachen Öl, und Exporteur von Erdgas geworden.
Um den Energiehunger der USA zu stillen braucht Trump das venezolanische Öl nicht.
Wozu also der Zugriff?
- Zu einen, um den internationalen Ölmarkt mit venezolanischem Öl zu fluten, und damit den Rohölpreis weiter in den Keller zu treiben. Zwar ist Venezuela Mitglied der OPEC, und damit auch an Förderquoten gebunden, aber diese Mitgliedschaft dürfte rasch Geschichte sein.
Bereits zuvor hatte Trump schon versucht, Saudi-Arabien zu bewegen, den Export von Rohöl zu steigern, um den internationalen Rohölpreis zu senken. Saudi Arabien, wichtiges Mitglied der OPEC, lehnte dankend ab.
- Zum anderen, um ein formidables Machtinstrument in der Hand zu haben, denn Trump bestimmt in Zukunft auch, wer das venezolanische Öl bekommt, und die Einnahmen daraus sollen ausschliesslich für Einkäufe in den USA drauf gehen. Viele Einkünfte werden es ohnehin nicht sein, denn Venezuela soll auf Beschluss von Trump ja „Wiedergutmachung (Reparationen)“ dafür leisten, dass es die Erdölindustrie, die von internationalen Konzernen und vor allem von US- Konzernen wie Exxon Mobil bis dato kontrolliert wurde, 1976 und 2007 in mehreren Schritten verstaatlicht hatte
Noch Beisshemmung
Zurück zum „Mafiatreffen“am Freitag im Weissen Haus mit Trump: Die Bosse der grossen US-ÖL-Konzerne wie Exxon, Halliburton und Conoco zögern jedoch noch, auf die Beute zuzugereifen. Sie ahnen, dass dies ihre Geschäfte anderswo beeinträchtigen könnte, einschliesslich Boykottaufrufen. Auch wollen sie bisher nicht dort Milliarden investieren, von denen sie nicht wissen, ob sie nicht irgendwann wieder rausgeschmissen werden. Eine andere US-Administration nach dem Ende der Trumpschen Präsidentschaft könnte sich an die Sicherheitsgarantien, die Trump jetzt der Erdölindustrie gibt, und die er notfalls durch militärische Besetzung der Ölfelder absichern wird, nicht mehr gebunden fühlen.
Nur kleinere Ölfirmen haben deshalb bisher Interesse gezeigt
Permanente Armut
Die venezolanische Bevölkerung wird allerdings schon bald spüren, dass sich an ihrer Armut nichts ändert, nichts ändern kann, denn der Reichtum geht in die USA, was wiederum den Ruf nach Rauswurf der US-Firmen steigern dürfte. Denn klar ist, dass dieser Yankee-Neokolonialismus in Lateinamerika - aber auch anderswo in der Welt - kaum Unterstützung finden dürfte, auch wenn die venezolanische Oppositionsführerin Machado sich beeilt, Trump zu Gefallen zu sein, und den ihr verliehenen Friedensnobelpreis zügig an Trump weiterreichen will, an den Mann also, der ohnehin den Friedensnobelpreis für sich reklamiert. Trump ist hocherfreut.
Knapp 1 Woche war der Überfall der USA auf Venezuela, und die Verhaftung des Staatspräsidenten Maduro und seiner Ehefrau her, und schon traf sich US-Präsident Trump am 9.1. 2026 mit den Bossen der US-Ölindustrie, um die Beute aufzuteilen.
Er sieht sich bereits im Besitz der venezolanischen Ölfelder, wo die grössten weltweit bisher bekannten Erdölvorkommen liegen, er allein will zukünftig entscheiden, welche US-Firmen dort Öl fördern dürfen, er allein entscheidet, was Venezuela von dem, was an Einkünften aus dem Ölgeschaft übrig bleibt – viel wird es nicht sein – einkaufen darf – ausschliesslich in den USA versteht sich.
"Mafiatreffen" im Weissen Haus
Das Treffen im Weisssen Haus erinnert an eine Eingangsszene aus dem Mafia Film „Der Pate“, wo der oberste Mafiaboss die Geschäftsbereiche auf Kuba (Prostitution, Glücksspiel) auf die Mafiosi aufteilt, sinnbildlich dargestellt durch eine Torte, die aufgeschnitten und verteilt wird.
Und es erinnert an die koloniale Vergangenheit in Afrika, wo auf der Kongokonferenz 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck in Berlin Afrika unter den Kolonialmächten aufgeteilt wurde.
Katze aus dem Sack
Recht schnell hat Trump damit die Katze aus dem Sack gelassen, worum es ihm nicht nur, sondern worum es ihm ausschliesslich ging: der Griff nach dem Rohstoffreichtum Venezuelas, insbesondere dem Erdöl.
Natürlich ist Trump nicht etwa daran interessiert, demokratische Zustände in dem bisher autokratisch regierten Land herbeizuführen, denn das hätte bedeutet, den Machtapparat Maduros, der ja weiter intakt ist, zu zerstören, was nur durch einen grösseren Militäreinsatz erreichbar wäre.
So hat der US-Präsident rasch klargemacht, dass er die Oppositionsführerin und Trägerin des Friedensnobelpreises, Maria Corina Machado, die wohl die letzte Wahl in Venezuela gwonnen hatte, wenn Maduro nicht zum Mittel der Wahlfälschung gegriffen hätte, um an der Macht zu bleiben, nicht als künftige Präsidentin Venezuelas für geeignet hält.
Könnte nicht besser laufen
Die Gefolgsleute Maduros haben rasch signalisiert, dass, um an der Macht zu bleiben, sie zum Ausverkauf der nationalen Interessen Venezuelas bereit sind. Besser könnte es für Trump gar nicht laufen, denn so erspart sich einen - in den USA, und insbesondere in seiner MAGA-Bewegung, äusserst unpopululären - Einsatz von US Bodentruppen, vorerst jedenfalls.
Damit bleibt die Frage, wozu Trump überhaupt an das Erdöl will, denn die USA sind, dank Fracking, mittlerweile wieder Selbstversorger in Sachen Öl, und Exporteur von Erdgas geworden.
Um den Energiehunger der USA zu stillen braucht Trump das venezolanische Öl nicht.
Wozu also der Zugriff?
- Zu einen, um den internationalen Ölmarkt mit venezolanischem Öl zu fluten, und damit den Rohölpreis weiter in den Keller zu treiben. Zwar ist Venezuela Mitglied der OPEC, und damit auch an Förderquoten gebunden, aber diese Mitgliedschaft dürfte rasch Geschichte sein.
Bereits zuvor hatte Trump schon versucht, Saudi-Arabien zu bewegen, den Export von Rohöl zu steigern, um den internationalen Rohölpreis zu senken. Saudi Arabien, wichtiges Mitglied der OPEC, lehnte dankend ab.
- Zum anderen, um ein formidables Machtinstrument in der Hand zu haben, denn Trump bestimmt in Zukunft auch, wer das venezolanische Öl bekommt, und die Einnahmen daraus sollen ausschliesslich für Einkäufe in den USA drauf gehen. Viele Einkünfte werden es ohnehin nicht sein, denn Venezuela soll auf Beschluss von Trump ja „Wiedergutmachung (Reparationen)“ dafür leisten, dass es die Erdölindustrie, die von internationalen Konzernen und vor allem von US- Konzernen wie Exxon Mobil bis dato kontrolliert wurde, 1976 und 2007 in mehreren Schritten verstaatlicht hatte
Noch Beisshemmung
Zurück zum „Mafiatreffen“am Freitag im Weissen Haus mit Trump: Die Bosse der grossen US-ÖL-Konzerne wie Exxon, Halliburton und Conoco zögern jedoch noch, auf die Beute zuzugereifen. Sie ahnen, dass dies ihre Geschäfte anderswo beeinträchtigen könnte, einschliesslich Boykottaufrufen. Auch wollen sie bisher nicht dort Milliarden investieren, von denen sie nicht wissen, ob sie nicht irgendwann wieder rausgeschmissen werden. Eine andere US-Administration nach dem Ende der Trumpschen Präsidentschaft könnte sich an die Sicherheitsgarantien, die Trump jetzt der Erdölindustrie gibt, und die er notfalls durch militärische Besetzung der Ölfelder absichern wird, nicht mehr gebunden fühlen.
Nur kleinere Ölfirmen haben deshalb bisher Interesse gezeigt
Permanente Armut
Die venezolanische Bevölkerung wird allerdings schon bald spüren, dass sich an ihrer Armut nichts ändert, nichts ändern kann, denn der Reichtum geht in die USA, was wiederum den Ruf nach Rauswurf der US-Firmen steigern dürfte. Denn klar ist, dass dieser Yankee-Neokolonialismus in Lateinamerika - aber auch anderswo in der Welt - kaum Unterstützung finden dürfte, auch wenn die venezolanische Oppositionsführerin Machado sich beeilt, Trump zu Gefallen zu sein, und den ihr verliehenen Friedensnobelpreis zügig an Trump weiterreichen will, an den Mann also, der ohnehin den Friedensnobelpreis für sich reklamiert. Trump ist hocherfreut.
onlinedienst - 11. Jan, 11:51 Article 450x read






















Die Flagge der Schah-Diktatur wird von Elon Musks Hasbara verseuchten X.com Plattform propagiert.
Wer in der Applikation von X.com die iranische Staatsflagge auswählt, bekommt im Post die undemokratische Unterdrücker-Flagge angezeigt.
Bald wird wohl die Apartheidsflagge der alten rassistischen Freunde mit tonnenweise Uran rausgekramt und auf Elon Musks Plattform angezeigt und als die bessere Flagge Südafrikas propagiert.
Die werden alle erpresst, weil so dämlich kann kein Mensch sein. Auch nicht absichtlich.
Elon Musk hat bei mir bis in alle Ewigkeit verschissen. Der hat Hausverbot und sein Starlink mache ich mitkaputt.