Schlacht um Mossul oder: der Kopf der Schlange kommt zuletzt dran - egal wie viele Zivilisten sterben
Dr. Alexander von Paleske - -- 19.10.2016 ----
Der Angriff auf die irakische Grossstadt Mossul, von der islamistischen Terrororganisation Islamischer Staat (IS) seit 2014 besetzt, hat begonnen, und das Deutsche "Revolverblättchen" BILD ist an vorderster Front mit dabei - journalistisch versteht sich.
Deutsche Medien berichten begeistert über diese vorletzte grosse Schlacht gegen die Religionsfaschisten des IS. Eine Terrortruppe, die es ohne den mit Lügen gepflasterten Einmarsch der USA in den Irak im Jahre 2003, samt seiner „Koalition der Willigen“, mit an vorderster Front der Brite Tony Blair, nicht gegeben hätte.
Tausende warten auf das Himmelreich
Nun also warten Tausende Kämpfer dieser IS-Terrormilizen in Mossul darauf, als „Märtyrer“ ins Jenseits befördert zu werden, wo angeblich ein Dutzend Jungfrauen pro Märtyrer auf sie warten. Bei solchen grossartigen Aussichten wird natürlich bis zur letzten Patrone gekämpft - oder sich in die Luft gesprengt..
Der Sturm auf Mossul wird nicht nur Opfer unter den IS-Barden fordern, sondern höchstwahrscheinlich auch unter der Zivilbevölkerung, in einer Stadt, wo rund 1,5 Millionen Menschen leben, die keine Fluchtmöglichkeiten haben.
Es muss ausserdem befürchtet werden, dass ebenfalls in Europa - und natürlich in Bagdad - die IS ihre Anhänger zu Bombenattentaten anstachelt.
Keine Alternative?
Hätte es keine Alternative gegeben, die möglicherweise weniger Blutvergiessen fordern würde?
Doch! Die Terrorhochburg Raqqa zuerst - und zwar schon längst - anzugreifen, wo der Möchtegern-Kalif und oberste Religionsfaschist Abu Bakr al Bagdadi sein Hauptquartier hat. Man hätte gleichsam den Kopf dieser Monsterschlange abgehackt.
Das aber soll erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt geschehen. Vielleicht erst in ein paar Monaten, vielleicht aber auch noch viel später.
In der Zwischenzeit kann die Propagandamaschine des IS weiter auf Hochtouren laufen, und sich mit Durchhalteparolen an die im Kampf Befindlichen, aber auch mit Attentatsaufrufen an die Internationalen IS Kämpfer wenden.
Andere Ziele westlicher Länder
Raqqa liegt nicht im Irak, sondern in Syrien, und dort verfolgen die USA gleich mehrere Ziele, von denen sie allerdings keines bisher erreicht haben :
.An erster Stelle steht dabei keineswegs die Einnahme der Terrorhauptstadt Raqqa, sondern die Beseitigung des syrischen Präsidenten Assad. Das Geschäft sollen angeblich weniger radikale Islamisten besorgen, die aber wiederum eine enge Waffenbruderschaft mit der radikalen, Al Qaida nahestehenden Al Nusra Front pflegen.
Ein Angriff auf Raqqa mit rascher Vernichtung des IS-Terroreinsatzes hätte erfordert:
- Verhandlungen mit der Assad-Regierung
- Zusammenarbeit mit Russland
- Ggf. die Aufstellung einer gemeinsamen Streitmacht
Dazu sind die USA nicht bereit, denn das steht in totalem Gegensatz zu ihren Kriegszielen in Syrien, und daran wird sich auch nach dem wahrscheinlichen Wahlsieg der Hillary Clinton nichts ändern.
Dass diese Taktik viele unschuldige Menschenleben kostet, ob in Mossul oder anderswo, lässt die westlichen Entscheidungsträger kalt. Der Tod von unbeteiligten Zivilisten spielt offenbar nur eine Rolle, wenn sie Opfer der syrisch-russischen Luftangriffe sind, alle anderen sind unvermeidliche Opfer einer notwendigen militärischen Auseinandersetzung.
So kann IS-Boss Abu Bakr al-Bagdadi erst einmal weitermachen, seine Terrorkämpfer über die sozialen Netzwerke ermutigen, weiter ihrem blutigen menschenverachtenden Handwerk nachzugehen: in Mossul und anderswo.
Der Angriff auf die irakische Grossstadt Mossul, von der islamistischen Terrororganisation Islamischer Staat (IS) seit 2014 besetzt, hat begonnen, und das Deutsche "Revolverblättchen" BILD ist an vorderster Front mit dabei - journalistisch versteht sich.
Deutsche Medien berichten begeistert über diese vorletzte grosse Schlacht gegen die Religionsfaschisten des IS. Eine Terrortruppe, die es ohne den mit Lügen gepflasterten Einmarsch der USA in den Irak im Jahre 2003, samt seiner „Koalition der Willigen“, mit an vorderster Front der Brite Tony Blair, nicht gegeben hätte.
Tausende warten auf das Himmelreich
Nun also warten Tausende Kämpfer dieser IS-Terrormilizen in Mossul darauf, als „Märtyrer“ ins Jenseits befördert zu werden, wo angeblich ein Dutzend Jungfrauen pro Märtyrer auf sie warten. Bei solchen grossartigen Aussichten wird natürlich bis zur letzten Patrone gekämpft - oder sich in die Luft gesprengt..
Der Sturm auf Mossul wird nicht nur Opfer unter den IS-Barden fordern, sondern höchstwahrscheinlich auch unter der Zivilbevölkerung, in einer Stadt, wo rund 1,5 Millionen Menschen leben, die keine Fluchtmöglichkeiten haben.
Es muss ausserdem befürchtet werden, dass ebenfalls in Europa - und natürlich in Bagdad - die IS ihre Anhänger zu Bombenattentaten anstachelt.
Keine Alternative?
Hätte es keine Alternative gegeben, die möglicherweise weniger Blutvergiessen fordern würde?
Doch! Die Terrorhochburg Raqqa zuerst - und zwar schon längst - anzugreifen, wo der Möchtegern-Kalif und oberste Religionsfaschist Abu Bakr al Bagdadi sein Hauptquartier hat. Man hätte gleichsam den Kopf dieser Monsterschlange abgehackt.
Das aber soll erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt geschehen. Vielleicht erst in ein paar Monaten, vielleicht aber auch noch viel später.
In der Zwischenzeit kann die Propagandamaschine des IS weiter auf Hochtouren laufen, und sich mit Durchhalteparolen an die im Kampf Befindlichen, aber auch mit Attentatsaufrufen an die Internationalen IS Kämpfer wenden.
Andere Ziele westlicher Länder
Raqqa liegt nicht im Irak, sondern in Syrien, und dort verfolgen die USA gleich mehrere Ziele, von denen sie allerdings keines bisher erreicht haben :
.An erster Stelle steht dabei keineswegs die Einnahme der Terrorhauptstadt Raqqa, sondern die Beseitigung des syrischen Präsidenten Assad. Das Geschäft sollen angeblich weniger radikale Islamisten besorgen, die aber wiederum eine enge Waffenbruderschaft mit der radikalen, Al Qaida nahestehenden Al Nusra Front pflegen.
Ein Angriff auf Raqqa mit rascher Vernichtung des IS-Terroreinsatzes hätte erfordert:
- Verhandlungen mit der Assad-Regierung
- Zusammenarbeit mit Russland
- Ggf. die Aufstellung einer gemeinsamen Streitmacht
Dazu sind die USA nicht bereit, denn das steht in totalem Gegensatz zu ihren Kriegszielen in Syrien, und daran wird sich auch nach dem wahrscheinlichen Wahlsieg der Hillary Clinton nichts ändern.
Dass diese Taktik viele unschuldige Menschenleben kostet, ob in Mossul oder anderswo, lässt die westlichen Entscheidungsträger kalt. Der Tod von unbeteiligten Zivilisten spielt offenbar nur eine Rolle, wenn sie Opfer der syrisch-russischen Luftangriffe sind, alle anderen sind unvermeidliche Opfer einer notwendigen militärischen Auseinandersetzung.
So kann IS-Boss Abu Bakr al-Bagdadi erst einmal weitermachen, seine Terrorkämpfer über die sozialen Netzwerke ermutigen, weiter ihrem blutigen menschenverachtenden Handwerk nachzugehen: in Mossul und anderswo.
onlinedienst - 19. Okt, 11:20 Article 2636x read