Anmerkungen zum Welt AIDS-Tag
Dr. Alexander von Paleske ----- 4.12. 2016 --- Vor drei Tagen, am 1.12. war Welt AIDS Tag. Hier in Simbabwe ein Tag wie jeder andere, dank der hohen Inzidenz von HIV/AIDS, mit seinen Folgeerkrankungen, insbesondere Tuberkulose und Krebs – allen voran Kaposi Sarkom und das hochgradig maligne Non Hodgkin Lymphom.

Prävalenz (Rot) und Inzidenz (blau) von HIV/AIDS in Simbabwe
Gibt es auch gute Nachrichten?
Eine ganze Reihe von antiretroviralen Medikamenten (ARV) sind mittlerweile zugelassen, weitere befinden sich in der Entwicklung.
Obwohl keines der Medikamente bzw. Medikamenten-Kombinationen die Krankheitserreger vollständig eliminiert, so kann doch die Lebenserwartung so weit gesteigert werden, dass sie fast der normalen Lebenserwartung sich annähert.
Vorausgesetzt allerdings, alternative Medikamente bei Resistenzentwicklung, die deutlich mehr kosten, sind erhältlich.
Und nicht zu vergessen: die Nebenwirkungen der Medikamente. Der Verfasser kann das aus eigener Erfahrung berichten, weil er nach Nadelstichverletzungen jeweils für einen Monat diese Medikamente einnehmen musste.
Änderung der Behandlungsstrategie
Die Behandlungsstrategie bestand zunächst darin, mit der medikamentösen Behandlung zu warten, bis das Immunsystem, gemessen an der Zahl der CD4 positiven Zellen, eine kritische Grenze unterschritten hat. Diese Grenze wurde schrittweise angehoben, weil sich herausstellte, dass eine Reihe von Komplikationen dadurch verringert werden konnte. Dazu gehört auch die Tuberkulose und das hochgradig maligne Non Hodgkin Lymphom.
Mit einer antiretroviralen Behandlung kann nicht nur eine weitere Verschlechterung des Immunsystems aufgehalten, sondern in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung des Immunstatus erreicht werden, aber eben keine komplette Wiederherstellung..
So ist deshalb die jetzige Empfehlung: Test and Treat – teste und behandle unmittelbar nach einem positiven Befund plus der Ermittlung der Viruslast, gleichgültig wie hoch die Zahl der CD4-positiven Lymphozyten ist.
Ausserdem- auch das sollte nicht vergessen werden, sinkt unter einer antiretroviralen Behandlung das Risiko der Übertragung des Virus..
Impfung als Lösung?
In Südafrika hat eine grossangelegte Studie zur Wirksamkeit der Impfung begonnen. Das ehrgeizige Ziel: einen 50%igen Schutz vor einer Übertragung zu erreichen.

Impfstudie in Südafrika
Ein 100%iger Schutz durch Impfung scheint derzeit unerreichbar.
Bester Schutz: Vermeidung des Risikos
Damit bleibt nach wie vor als bester Schutz die Verhinderung der Übertragung: Konsequente Benutzung von Kondomen, Beschneidung, und nun auch bei Risikogruppen die prophylaktische Einnahme antiretroviraler Medikamente.
Alle genannten Massnahmen bieten keinen absoluten Schutz. Den besten Schutz bieten nach wie vor Kondome - sofern konsequent genutzt, daneben die Vermeidung multipler Sex-Partner,
Die Beschneidung schafft eine Reduktion der Übertragung, mehr nicht. Gleiches gilt für die medikamentöse Prophylaxe
Schrecken verloren, Zunahme der Sorglosigkeit
Als Folge der Verfügbarkeit von antiretroviralen Medikamenten hat die HIV/AIDS- Krankheit ihren tödlichen Schrecken verloren. Das führt leider auch wieder zu grösserer Sorglosigkeit. Die einstmals breiten Aufklärungskampagnen sind vielfach eingeschlafen – nur: das Virus schläft nicht.
Dass die HIV-Infektionen in Deutschland wieder ansteigen, gerade auch in den Risikogruppen, wenn auch auf sehr niedrigen Niveau, ist ebenfalls ein Alarmzeichen.
Bei Multisex-Parties mit Drogenkonsum, (Slamming -Parties mit der Droge Crystal Meth), werden vielfach alle Sicherheitsvorkehrungen ausser acht gelassen – mit den zu erwartenden Folgen.
36 Jahre danach
Welt AIDS-Tag 2016 – 36 Jahre nach dem Bekanntwerden der ersten Fälle der Immunschwäche-Krankheit HIV-AIDS ist die Heilung von dieser Seuche weiter nicht in Sicht.
Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Die HIV-AIDS-Leugner, die eine Zeitlang mit ihren Dummheiten zu Sorglosigkeit verleiteten, spielen mittlerweile keine Rolle mehr.
Zu den HIV / AIDS Leugnern
Welt Aids-Kongress in Wien, die HIV-AIDS-Leugner laden zum Gegentreffen
Nelson Mandelas Nachfolger - Erst AIDS-Leugnung, dann Korruption

Neue Psychodrogen mischen den Markt auf, und schaffen neue Gefahren und Abhängigkeiten
Neue Partydrogen treiben HIV-Infektionen in London hoch
Grüner Volker Beck, MdB: Ihr Verhalten ist unerträglich – treten Sie ab!
Grüner Abgeordneter Volker Beck: Gehen Sie endlich!

Prävalenz (Rot) und Inzidenz (blau) von HIV/AIDS in Simbabwe
Gibt es auch gute Nachrichten?
Eine ganze Reihe von antiretroviralen Medikamenten (ARV) sind mittlerweile zugelassen, weitere befinden sich in der Entwicklung.
Obwohl keines der Medikamente bzw. Medikamenten-Kombinationen die Krankheitserreger vollständig eliminiert, so kann doch die Lebenserwartung so weit gesteigert werden, dass sie fast der normalen Lebenserwartung sich annähert.
Vorausgesetzt allerdings, alternative Medikamente bei Resistenzentwicklung, die deutlich mehr kosten, sind erhältlich.
Und nicht zu vergessen: die Nebenwirkungen der Medikamente. Der Verfasser kann das aus eigener Erfahrung berichten, weil er nach Nadelstichverletzungen jeweils für einen Monat diese Medikamente einnehmen musste.
Änderung der Behandlungsstrategie
Die Behandlungsstrategie bestand zunächst darin, mit der medikamentösen Behandlung zu warten, bis das Immunsystem, gemessen an der Zahl der CD4 positiven Zellen, eine kritische Grenze unterschritten hat. Diese Grenze wurde schrittweise angehoben, weil sich herausstellte, dass eine Reihe von Komplikationen dadurch verringert werden konnte. Dazu gehört auch die Tuberkulose und das hochgradig maligne Non Hodgkin Lymphom.
Mit einer antiretroviralen Behandlung kann nicht nur eine weitere Verschlechterung des Immunsystems aufgehalten, sondern in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung des Immunstatus erreicht werden, aber eben keine komplette Wiederherstellung..
So ist deshalb die jetzige Empfehlung: Test and Treat – teste und behandle unmittelbar nach einem positiven Befund plus der Ermittlung der Viruslast, gleichgültig wie hoch die Zahl der CD4-positiven Lymphozyten ist.
Ausserdem- auch das sollte nicht vergessen werden, sinkt unter einer antiretroviralen Behandlung das Risiko der Übertragung des Virus..
Impfung als Lösung?
In Südafrika hat eine grossangelegte Studie zur Wirksamkeit der Impfung begonnen. Das ehrgeizige Ziel: einen 50%igen Schutz vor einer Übertragung zu erreichen.

Impfstudie in Südafrika
Ein 100%iger Schutz durch Impfung scheint derzeit unerreichbar.
Bester Schutz: Vermeidung des Risikos
Damit bleibt nach wie vor als bester Schutz die Verhinderung der Übertragung: Konsequente Benutzung von Kondomen, Beschneidung, und nun auch bei Risikogruppen die prophylaktische Einnahme antiretroviraler Medikamente.
Alle genannten Massnahmen bieten keinen absoluten Schutz. Den besten Schutz bieten nach wie vor Kondome - sofern konsequent genutzt, daneben die Vermeidung multipler Sex-Partner,
Die Beschneidung schafft eine Reduktion der Übertragung, mehr nicht. Gleiches gilt für die medikamentöse Prophylaxe
Schrecken verloren, Zunahme der Sorglosigkeit
Als Folge der Verfügbarkeit von antiretroviralen Medikamenten hat die HIV/AIDS- Krankheit ihren tödlichen Schrecken verloren. Das führt leider auch wieder zu grösserer Sorglosigkeit. Die einstmals breiten Aufklärungskampagnen sind vielfach eingeschlafen – nur: das Virus schläft nicht.
Dass die HIV-Infektionen in Deutschland wieder ansteigen, gerade auch in den Risikogruppen, wenn auch auf sehr niedrigen Niveau, ist ebenfalls ein Alarmzeichen.
Bei Multisex-Parties mit Drogenkonsum, (Slamming -Parties mit der Droge Crystal Meth), werden vielfach alle Sicherheitsvorkehrungen ausser acht gelassen – mit den zu erwartenden Folgen.
36 Jahre danach
Welt AIDS-Tag 2016 – 36 Jahre nach dem Bekanntwerden der ersten Fälle der Immunschwäche-Krankheit HIV-AIDS ist die Heilung von dieser Seuche weiter nicht in Sicht.
Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Die HIV-AIDS-Leugner, die eine Zeitlang mit ihren Dummheiten zu Sorglosigkeit verleiteten, spielen mittlerweile keine Rolle mehr.
Zu den HIV / AIDS Leugnern



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