Israel, Palästina und die USA: Wirkungslose Worte – beängstigende Ankündigungen
Dr. Alexander von Paleske ---- 29. 12. 2016-
Gestern hielt der (Noch-) US Aussenminister Kerry seine wohl beste - und wirkungsloseste - Rede zum Konflikt zwischen Israel und Palästina.
Mit deutlichen Worten geisselte er die Siedlungspolitik Israels in der Westbank und liess dabei jegliche diplomatische Zurückhaltung, der er sich in der Vergangenheit befleissigt hatte, fahren.
Aber Kerry ist in Kürze nicht mehr im Amt, genau so wie der scheidende US Präsident Obama.

US-Aussenminister Kerry .....deutliche Worte
Keinen Zweifel gelassen
An der Ablehnung der Siedlungspolitik liess auch Obama keinen Zweifel, aber er konnte sie nicht verhindern. So kühl war das Verhältnis zwischen Israel und den USA noch nie, wie in der Amtszeit Obamas.
Israels Premier Netanyahu war vor allem empört darüber, dass Obama einen israelischen Luftangriff auf die Atomanlagen des Iran verhinderte, indem er den notwenigen Zweitschlag, um die Boden-Bodenraketenbasen des Iran zu zerstören und damit einen Vergeltungsangriff des Iran unmöglich zu machen, verweigerte.

Israels Premier Netanyahu .........endlich freie Bahn
Neue Zeiten brechen an
Doch jetzt brechen mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump neue Zeiten an.
Die USA werden in Zukunft alles gutheissen, was Israel in Sachen illegaler Siedlungen in der Westbank unternimmt.
Donald Trump hat bereits völkerrechtswidrig erklärt, die Westbank sei Teil Israels, und Jerusalem dessen Hauptstadt. So soll dann auch gleich mit seinem Amtsantritt die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt werden. Der designierte US-Botschafter: David Friedman, , ein orthodoxer Jude.
Der Landraub mit Billigung von Trump wird nicht nur fortgesetzt werden, sondern noch an Fahrt gewinnen. Schon jetzt leben mehr als 500.000 Israelis in der besetzten Westbank. Bald dürfte die Millionengrenze erreicht sein.
Kein Teil Israels
Israel behauptet völkerrechtswidrig, die Westbank, seit dem Sechstagekrieg 1967 von Israel besetzt, sei Teil Israels, und beruft sich dabei nicht etwa auf das Völkerrecht, sondern auf seine Religion samt Altem Testament, und die gebetsmühlenartig vorgetragene Leier: Wir waren bereits vor 3000 Jahren schon mal dort.
Glaube hat im Völkerrecht, Gott sei Dank, nichts zu suchen. Genau so wenig wie das Argument „wir waren die Ersten dort“ sonst könnten die Indianer alle eingewanderten Europäer zum Verlassen der USA und Kanadas auffordern, die Ureinwohner Australiens die Eingewanderten dort ebenso usw.. Ein - völkerrechtlich gesehen - Schwachsinn sondergleichen, aber ein gefährlicher. Gekoppelt mit einer Herrenrasse-Mentalität, unter der die Juden selbst einst im Nazi-Deutschland gelitten hatten, und die insbesondere unter Israelis des rechten Spektrums verbreitet ist, aber nicht nur dort. Praktizierter Rassismus mit Schikanierung und Unterdrückung der Palästinenser, die sie als Menschen zweiter Klasse ansehen, und die der kompletten Wiederherstellung einen Gross-jüdischen Staates nur im Wege stehen.

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Besetzte Westbank, Herrenrassementalität - An Häuserwände gesprühte Parolen Screenshots: Dr. v. Paleske
Illegale Besetzung in Zahlen:
1967: Keine israelischen Siedler, 600.000 Palästinenser
1977: 4000 israelische Siedler in 24 Siedlungen
1993: 110.000 israelische Siedler in 120 Siedlungen
2016: 593.000 israelische Siedler in 131 Siedlungen

Illegaler Siedlungsbau geht weiter
Weg aus der Westbank
Die Palästinenser sollen daher grösstenteils aus Ost-Jerusalem und der Westbank vertrieben durch weitere Landwegnahme, tägliche Schikanen an Kontrollposten etc, und so zur Auswanderung ermutigt werden. Letztlich wird eine Art Homeland für die Auswanderungs-Unwilligen kreiert, ähnlich den Homelands im Apartheid-Südafrika.
Angriff auf den Iran
Aber auch der Angriff Israels auf die Atomanlagen des Iran steht – dank Donald Trump – aktuell wieder auf der Tagesordnung.
Trump hat bereits erklärt, dass er das nach mühsamen Verhandlungen zustande gekommene Atom-Abkommen mit dem Iran nicht akzeptieren werde – Israels Premier Netanyahu hatte es ohnehin immer bekämpft. Damit wächst die Gefahr für einen globalen Krieg, denn Russland, aber auch China, werden einem Angriff auf den Iran nicht tatenlos zusehen.
Israel hat bereits in Vorbereitung des Angriffs die Beziehungen zu Saudi-Arabien verbessert, das einem Angriff auf seinen schiitischen Erzfeind freudig entgegensieht.. Da spielt dann auch das Palästinenserschicksal keine entscheidende Rolle mehr. Die Überflugrechte über Saudi Arabien hat Israel bereits „im Sack“.
Mit Angst und Schrecken muss der Präsidentschaft des Casino-Magnaten Trump entgegengesehen werden.
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Mit deutlichen Worten geisselte er die Siedlungspolitik Israels in der Westbank und liess dabei jegliche diplomatische Zurückhaltung, der er sich in der Vergangenheit befleissigt hatte, fahren.
Aber Kerry ist in Kürze nicht mehr im Amt, genau so wie der scheidende US Präsident Obama.

US-Aussenminister Kerry .....deutliche Worte
Keinen Zweifel gelassen
An der Ablehnung der Siedlungspolitik liess auch Obama keinen Zweifel, aber er konnte sie nicht verhindern. So kühl war das Verhältnis zwischen Israel und den USA noch nie, wie in der Amtszeit Obamas.
Israels Premier Netanyahu war vor allem empört darüber, dass Obama einen israelischen Luftangriff auf die Atomanlagen des Iran verhinderte, indem er den notwenigen Zweitschlag, um die Boden-Bodenraketenbasen des Iran zu zerstören und damit einen Vergeltungsangriff des Iran unmöglich zu machen, verweigerte.

Israels Premier Netanyahu .........endlich freie Bahn
Neue Zeiten brechen an
Doch jetzt brechen mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump neue Zeiten an.
Die USA werden in Zukunft alles gutheissen, was Israel in Sachen illegaler Siedlungen in der Westbank unternimmt.
Donald Trump hat bereits völkerrechtswidrig erklärt, die Westbank sei Teil Israels, und Jerusalem dessen Hauptstadt. So soll dann auch gleich mit seinem Amtsantritt die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt werden. Der designierte US-Botschafter: David Friedman, , ein orthodoxer Jude.
Der Landraub mit Billigung von Trump wird nicht nur fortgesetzt werden, sondern noch an Fahrt gewinnen. Schon jetzt leben mehr als 500.000 Israelis in der besetzten Westbank. Bald dürfte die Millionengrenze erreicht sein.
Kein Teil Israels
Israel behauptet völkerrechtswidrig, die Westbank, seit dem Sechstagekrieg 1967 von Israel besetzt, sei Teil Israels, und beruft sich dabei nicht etwa auf das Völkerrecht, sondern auf seine Religion samt Altem Testament, und die gebetsmühlenartig vorgetragene Leier: Wir waren bereits vor 3000 Jahren schon mal dort.
Glaube hat im Völkerrecht, Gott sei Dank, nichts zu suchen. Genau so wenig wie das Argument „wir waren die Ersten dort“ sonst könnten die Indianer alle eingewanderten Europäer zum Verlassen der USA und Kanadas auffordern, die Ureinwohner Australiens die Eingewanderten dort ebenso usw.. Ein - völkerrechtlich gesehen - Schwachsinn sondergleichen, aber ein gefährlicher. Gekoppelt mit einer Herrenrasse-Mentalität, unter der die Juden selbst einst im Nazi-Deutschland gelitten hatten, und die insbesondere unter Israelis des rechten Spektrums verbreitet ist, aber nicht nur dort. Praktizierter Rassismus mit Schikanierung und Unterdrückung der Palästinenser, die sie als Menschen zweiter Klasse ansehen, und die der kompletten Wiederherstellung einen Gross-jüdischen Staates nur im Wege stehen.





Besetzte Westbank, Herrenrassementalität - An Häuserwände gesprühte Parolen Screenshots: Dr. v. Paleske
Illegale Besetzung in Zahlen:
1967: Keine israelischen Siedler, 600.000 Palästinenser
1977: 4000 israelische Siedler in 24 Siedlungen
1993: 110.000 israelische Siedler in 120 Siedlungen
2016: 593.000 israelische Siedler in 131 Siedlungen

Illegaler Siedlungsbau geht weiter
Weg aus der Westbank
Die Palästinenser sollen daher grösstenteils aus Ost-Jerusalem und der Westbank vertrieben durch weitere Landwegnahme, tägliche Schikanen an Kontrollposten etc, und so zur Auswanderung ermutigt werden. Letztlich wird eine Art Homeland für die Auswanderungs-Unwilligen kreiert, ähnlich den Homelands im Apartheid-Südafrika.
Angriff auf den Iran
Aber auch der Angriff Israels auf die Atomanlagen des Iran steht – dank Donald Trump – aktuell wieder auf der Tagesordnung.
Trump hat bereits erklärt, dass er das nach mühsamen Verhandlungen zustande gekommene Atom-Abkommen mit dem Iran nicht akzeptieren werde – Israels Premier Netanyahu hatte es ohnehin immer bekämpft. Damit wächst die Gefahr für einen globalen Krieg, denn Russland, aber auch China, werden einem Angriff auf den Iran nicht tatenlos zusehen.
Israel hat bereits in Vorbereitung des Angriffs die Beziehungen zu Saudi-Arabien verbessert, das einem Angriff auf seinen schiitischen Erzfeind freudig entgegensieht.. Da spielt dann auch das Palästinenserschicksal keine entscheidende Rolle mehr. Die Überflugrechte über Saudi Arabien hat Israel bereits „im Sack“.
Mit Angst und Schrecken muss der Präsidentschaft des Casino-Magnaten Trump entgegengesehen werden.







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