Mitschnacker Platzeck
Harald Haack - Er habe die Gabe Menschen mitzunehmen, lobte Thüringens SPD-Landeschef Christoph Matschie im Deutschlandfunk den brandenburgischen Ministerpräsidenten. Er sagte, mit der Wahl von Platzeck zum neuen SPD-Vorsitzenden und der Erneuerung der Parteispitze habe die SPD einen Generationenwechsel vollzogen.
Tatsache aber ist auch, dass mit Angela Merkel von der CDU und nun mit Matthias Platzeck von der SPD all jene Kritiker der deutschen Einheit, die die Wende als erschlichene Invasion der DDR, als Einbruch in die BRD empfanden, neue Nahrung erhalten. Beide, Merkel und Patzeck, sind Politiker der so genannten Neuen Bundesländer, abwärtend als "Ossies" verhöhnt. Und Kritiker der Kritiker stellten unlängst fest, die deutsche Einheit sei noch nicht vollzogen, noch immer gebe es ein Ost-West-Denken. Die Berliner Mauer sei zwar abgerissen worden, doch immer mehr Menschen forderten sie zurück - allen Todesopfern zum Trotz.

Müde, resignierende SPD-Genossen trotz Platzecks flammender Reden.
Es gibt aber auch Äußerungen, demnach es recht und billig sei, dass die Westdeutschen künftig von Ostdeutschen regiert werden. Schließlich stamme der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, aus dem Saarland, also aus dem Westen, wenn auch nicht aus Westdeutschland, denn das gab es damals noch nicht als Honecker in den Osten zog. Nun ostdeutsche Macht für ganz Deutschland. Wie du mir, so ich dir? Die Rache für die einst von Altbundeskanzler Kohl versprochenen blühenden Landschaften, die immer noch als ein Wirtschaftsfriedhof auf Sonne warten?
Unter Platzeck, so erhoffen sich die SPD-Genossen, könne alles besser werden. An der designierten Kanzlerin Merkel vorbei, spekulieren sie schon mit seiner Kanzlerschaft. Doch so sehr er auf dem jüngsten SPD-Parteitag seine vor sich hin schnarchenden Genossen mit seinen aufrüttelnden Reden aufzuwecken und ihnen klarzumachen versuchte, es müssen nun alles anders werden, der SPD-Parteitag wurde beendet wie alle anderen. Nach einem Absacker in der Kneipe gingen sie alle nach Hause, wohl wissend, dass sie sich fortan in der neuen "Fahrgemeinschaft" an das rechte CDU-Klima im Pleitenmobil Deutschland gewöhnen müssen, indes es für Angela Merkel keiner großen Anstrengung bedarf, sich an die Anrede "Genossen" wieder zu gewöhnen.
Tatsache aber ist auch, dass mit Angela Merkel von der CDU und nun mit Matthias Platzeck von der SPD all jene Kritiker der deutschen Einheit, die die Wende als erschlichene Invasion der DDR, als Einbruch in die BRD empfanden, neue Nahrung erhalten. Beide, Merkel und Patzeck, sind Politiker der so genannten Neuen Bundesländer, abwärtend als "Ossies" verhöhnt. Und Kritiker der Kritiker stellten unlängst fest, die deutsche Einheit sei noch nicht vollzogen, noch immer gebe es ein Ost-West-Denken. Die Berliner Mauer sei zwar abgerissen worden, doch immer mehr Menschen forderten sie zurück - allen Todesopfern zum Trotz.

Müde, resignierende SPD-Genossen trotz Platzecks flammender Reden.
Es gibt aber auch Äußerungen, demnach es recht und billig sei, dass die Westdeutschen künftig von Ostdeutschen regiert werden. Schließlich stamme der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, aus dem Saarland, also aus dem Westen, wenn auch nicht aus Westdeutschland, denn das gab es damals noch nicht als Honecker in den Osten zog. Nun ostdeutsche Macht für ganz Deutschland. Wie du mir, so ich dir? Die Rache für die einst von Altbundeskanzler Kohl versprochenen blühenden Landschaften, die immer noch als ein Wirtschaftsfriedhof auf Sonne warten?
Unter Platzeck, so erhoffen sich die SPD-Genossen, könne alles besser werden. An der designierten Kanzlerin Merkel vorbei, spekulieren sie schon mit seiner Kanzlerschaft. Doch so sehr er auf dem jüngsten SPD-Parteitag seine vor sich hin schnarchenden Genossen mit seinen aufrüttelnden Reden aufzuwecken und ihnen klarzumachen versuchte, es müssen nun alles anders werden, der SPD-Parteitag wurde beendet wie alle anderen. Nach einem Absacker in der Kneipe gingen sie alle nach Hause, wohl wissend, dass sie sich fortan in der neuen "Fahrgemeinschaft" an das rechte CDU-Klima im Pleitenmobil Deutschland gewöhnen müssen, indes es für Angela Merkel keiner großen Anstrengung bedarf, sich an die Anrede "Genossen" wieder zu gewöhnen.
sfux - 18. Nov, 07:41 Article 1473x read