Propagandistische "Enthüllungen": Knallbudenzauber
Harald Haack - Niemand will inzwischen bestreiten, dass die CIA weltweit Gefängnisse unterhält, in denen Terrorverdächtige gefangen gehalten werden. Sogar, dass in diesen Gefängnissen gefoltert wird, scheint glaubhaft - gemessen am schlechten Image der CIA. Die "Washington Post" hatte darüber geschrieben, mit dem Erfolg, dass man, besonders in den demokratischen Staaten Osteuropas, nun betont überrascht unter dem Teppich nach dem Dreck sucht, den man irgendwann einmal dort hin gekehrt und wohlwollend "vergessen" hatte.
Noch hat sich keiner auf ein Gefängnis festnageln wollen, in dem es die CIA wild treiben soll, obwohl es doch überall noch sagenhaft schreckliche Gefängnisse mit fiesem "Strafvollzug" gibt. Nicht nur Russlands Gefängnisse sind berüchtigt, auch die Methoden des russischen Strafvollzugs sind es. Aber auch Bulgarien und Rumänien und erst recht die Türkei wollen genannt werden. Immerhin können sie ganz schlimme Berichte von Amnesty International vorlegen und sind offensichtlich stolz darauf. Wäre es anders, so hätte es in deren Strafvollzug radikale Änderungen geben müssen. Im Grunde genommen sollten sie deshalb die erste Wahl für amerikanische "Abenteuerurlauber" sein, die dort hingehen, wo sie ihre geheimsten Neigungen ausleben können.
Folgen der Pariser Sucht
Europa aber hat überall für jeden amerikanischen "Touristen" etwas zu bieten. Seit etlichen Jahrzehnten steht Paris ganz oben auf der Liste der VIL, der Very Importend Locations. Es ist lange her, seit sich der Waffennarr und Schriftsteller Ernest Hemingway in Paris unter den "Hühnchen", wie er seine Pariser Prostituierten nannte, pudelwohl wohl fühlte. Fern der Pariser Vergnügungen jedoch hielt er sich sein geladenes Jagdgewehr an den Kopf und drückte ab. Dieses Beispiel zeigt, wie sehr Amerikaner darunter leiden, nicht in Paris sein können und welchen Anteil die Waffenindustrie daran hat. Besonders schmerzvoll muss es ihnen ergangen sein, als US-Präsident George W. Bush, sauer über die Weigerung der Franzosen an seinem Irak-Krieg teilzunehmen, alles Französische verteufelte, sogar ein berühmtes französisches Tafelwasser aus dem Weißen Haus verbannte.
Doch das ist Schnee von gestern. In Frankreich brannten in vielen Orten Autos und Busse, und Frankreich hatte für die Amerikaner mit dem besonderen Geschmack wieder viel zu bieten: Der Krieg islamistischer Kinder erschreckte die Welt und die USA besonders.
Die ersten Reisewarnungen für Frankreich gab es aus Australien und den USA. Und schon wurden Frankreich und besonders seine Metropole Paris mit einem Mal wieder interessant für jene amerikanischen Abenteuerurlauber, die eigenartigerweise ausgerechnet zu den heißesten und kriegerischsten Orten reisen müssen, in Länder, wo gerade richtig Action ist. Nicht Tod und Teufel könnte sie abschrecken.
Kasperletheater
Manchmal kommen sie bei einem mysteriösen Helikopterabsturz, wie vor einem Jahr in Estland, ums Leben, werden bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, können aber blitzschnell als amerikanische "Geschäftsleute" identifiziert werden und die amerikanischen Medien verbreiten pflichtbewusst ihre mustergültigen Lebensläufe. Die Leichname werden in einen Sarg gelegt, über diesen die amerikanische Flagge gebreitet und mit einem Linienflieger in die USA geflogen. Während dessen gehen in der Nähe einige unbekannte Amerikaner an Bord eines Learjets einer seltsamen amerikanischen Briefkastenfirma und lassen sich nach Nirgendwo fliegen.
Darüber schweigt sich die amerikanische Propaganda aber aus. Worüber lang und breit und gerne in den amerikanischen Medien geschrieben wird, ausposaunt von der "Washington Post", sind jedoch Geschichten wie sie die CIA hätte (besser nicht) verfassen können (sollen).
Ein neuer Bestseller der "Washington Post" macht nun wieder die Runde. Selbstverständlich wird vieles davon wahr und etliches halbwahr und wenig unwahr sein.
Dirigenten und Blockflötenspieler
Die CIA soll weltweit ein Netz von "Knallbuden", offiziell "Anti-Terror-Zentren" genannt, unterhalten. Eigentlich ist diese Erkenntnis nicht neu. Spätestens aus Hollywood B-Movies weiß sogar Hänschenklein, dass Agenten der CIA weltweit operieren und das Weltgeschehen manipulieren. Ebenfalls nicht neu ist, dass die CIA mit anderen Geheimdiensten zusammenarbeitet. Laut "Washington Post", die sich auf Aussagen ehemaliger Mitarbeiter des US-Geheimdienstes und auf "Quellen aus diplomatischen und Kongress-Kreisen" beruft, gibt es in Paris die Zentrale dieser Knallbuden, vornehm "Central Intelligence Centers", kurz CTIC, genannt. In der Pariser Zentrale dieser Agentenclubs, Codename "Alliance Base", soll es hoch hergehen. Dort dienen britische, französische, australische, kanadische und auch deutsche Geheimagenten ihren amerikanischen Kollegen und basteln an "weltweit verdeckten Operationen.

Trotz allerschönster CTIC-Spielchen immer noch nicht gefaßt: der Ex-Freund der Familie Bush - Osama Bin Laden
Komme es zu einer Aktion, dann blieben die CIA-Agenten stets im Hintergrund und ließen die Drecksarbeit von den lokalen Sicherheitskräften ihrer auf die amerikanischen Interessen eingeschworenen Kollegen. Die Knallbuden im Ausland hätten aber nichts mit den geheimen CIA-Gefängnissen zu tun, versichert die "Washington Post" und darf sich nun rühmen wieder einmal ganze Propagandaarbeit geleistet zu haben. Denn: Zur Propaganda zählt, dass altbekannte Gerüchte und Klischees stets warm gehalten werden müssen, um die Angst vor den USA nicht erkalten zu lassen.
Noch hat sich keiner auf ein Gefängnis festnageln wollen, in dem es die CIA wild treiben soll, obwohl es doch überall noch sagenhaft schreckliche Gefängnisse mit fiesem "Strafvollzug" gibt. Nicht nur Russlands Gefängnisse sind berüchtigt, auch die Methoden des russischen Strafvollzugs sind es. Aber auch Bulgarien und Rumänien und erst recht die Türkei wollen genannt werden. Immerhin können sie ganz schlimme Berichte von Amnesty International vorlegen und sind offensichtlich stolz darauf. Wäre es anders, so hätte es in deren Strafvollzug radikale Änderungen geben müssen. Im Grunde genommen sollten sie deshalb die erste Wahl für amerikanische "Abenteuerurlauber" sein, die dort hingehen, wo sie ihre geheimsten Neigungen ausleben können.
Folgen der Pariser Sucht
Europa aber hat überall für jeden amerikanischen "Touristen" etwas zu bieten. Seit etlichen Jahrzehnten steht Paris ganz oben auf der Liste der VIL, der Very Importend Locations. Es ist lange her, seit sich der Waffennarr und Schriftsteller Ernest Hemingway in Paris unter den "Hühnchen", wie er seine Pariser Prostituierten nannte, pudelwohl wohl fühlte. Fern der Pariser Vergnügungen jedoch hielt er sich sein geladenes Jagdgewehr an den Kopf und drückte ab. Dieses Beispiel zeigt, wie sehr Amerikaner darunter leiden, nicht in Paris sein können und welchen Anteil die Waffenindustrie daran hat. Besonders schmerzvoll muss es ihnen ergangen sein, als US-Präsident George W. Bush, sauer über die Weigerung der Franzosen an seinem Irak-Krieg teilzunehmen, alles Französische verteufelte, sogar ein berühmtes französisches Tafelwasser aus dem Weißen Haus verbannte.
Doch das ist Schnee von gestern. In Frankreich brannten in vielen Orten Autos und Busse, und Frankreich hatte für die Amerikaner mit dem besonderen Geschmack wieder viel zu bieten: Der Krieg islamistischer Kinder erschreckte die Welt und die USA besonders.
Die ersten Reisewarnungen für Frankreich gab es aus Australien und den USA. Und schon wurden Frankreich und besonders seine Metropole Paris mit einem Mal wieder interessant für jene amerikanischen Abenteuerurlauber, die eigenartigerweise ausgerechnet zu den heißesten und kriegerischsten Orten reisen müssen, in Länder, wo gerade richtig Action ist. Nicht Tod und Teufel könnte sie abschrecken.
Kasperletheater
Manchmal kommen sie bei einem mysteriösen Helikopterabsturz, wie vor einem Jahr in Estland, ums Leben, werden bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, können aber blitzschnell als amerikanische "Geschäftsleute" identifiziert werden und die amerikanischen Medien verbreiten pflichtbewusst ihre mustergültigen Lebensläufe. Die Leichname werden in einen Sarg gelegt, über diesen die amerikanische Flagge gebreitet und mit einem Linienflieger in die USA geflogen. Während dessen gehen in der Nähe einige unbekannte Amerikaner an Bord eines Learjets einer seltsamen amerikanischen Briefkastenfirma und lassen sich nach Nirgendwo fliegen.
Darüber schweigt sich die amerikanische Propaganda aber aus. Worüber lang und breit und gerne in den amerikanischen Medien geschrieben wird, ausposaunt von der "Washington Post", sind jedoch Geschichten wie sie die CIA hätte (besser nicht) verfassen können (sollen).
Ein neuer Bestseller der "Washington Post" macht nun wieder die Runde. Selbstverständlich wird vieles davon wahr und etliches halbwahr und wenig unwahr sein.
Dirigenten und Blockflötenspieler
Die CIA soll weltweit ein Netz von "Knallbuden", offiziell "Anti-Terror-Zentren" genannt, unterhalten. Eigentlich ist diese Erkenntnis nicht neu. Spätestens aus Hollywood B-Movies weiß sogar Hänschenklein, dass Agenten der CIA weltweit operieren und das Weltgeschehen manipulieren. Ebenfalls nicht neu ist, dass die CIA mit anderen Geheimdiensten zusammenarbeitet. Laut "Washington Post", die sich auf Aussagen ehemaliger Mitarbeiter des US-Geheimdienstes und auf "Quellen aus diplomatischen und Kongress-Kreisen" beruft, gibt es in Paris die Zentrale dieser Knallbuden, vornehm "Central Intelligence Centers", kurz CTIC, genannt. In der Pariser Zentrale dieser Agentenclubs, Codename "Alliance Base", soll es hoch hergehen. Dort dienen britische, französische, australische, kanadische und auch deutsche Geheimagenten ihren amerikanischen Kollegen und basteln an "weltweit verdeckten Operationen.

Trotz allerschönster CTIC-Spielchen immer noch nicht gefaßt: der Ex-Freund der Familie Bush - Osama Bin Laden
Komme es zu einer Aktion, dann blieben die CIA-Agenten stets im Hintergrund und ließen die Drecksarbeit von den lokalen Sicherheitskräften ihrer auf die amerikanischen Interessen eingeschworenen Kollegen. Die Knallbuden im Ausland hätten aber nichts mit den geheimen CIA-Gefängnissen zu tun, versichert die "Washington Post" und darf sich nun rühmen wieder einmal ganze Propagandaarbeit geleistet zu haben. Denn: Zur Propaganda zählt, dass altbekannte Gerüchte und Klischees stets warm gehalten werden müssen, um die Angst vor den USA nicht erkalten zu lassen.
sfux - 21. Nov, 08:35 Article 1913x read