Schaumschläger Stoiber
Harald Haack- Man kann sich an vieles gewöhnen, ob sich die Wählerinnen und Wähler jedoch an die neuen Abzocker gewöhnen werden, an die Große Koalisation von CDU und SPD, wird sich noch herausstellen. In Bayern aber scheint sich der Himmel verdunkelt und die Hölle geöffnet zu haben.
Seit ein gestandener Münchner Dienstmann in den Himmel gelangte und dort nun regelmäßig sein "Manna" erhält, sitzt der brav auf einer Wolke und singt das ihm von den (blasierten) Engeln vorgeschriebene "Halleluja". Nur selten vergreift er sich im Ton und brüllt es wütend zur Erde, nach unten, nach Bayern. Ob Franz Josef Strauss, den Karikaturisten gerne nach dessen Tod in die Rolle des Dienstmannes im Himmel, einst ersonnen von Bayern Dichter Ludwig Thoma, schlüpfen ließen, tatsächlich dort angekommen ist, sich an seinem Manna labt und dafür "Halleluja" grölt, pardon: verkündet, wissen wir nicht. Wir wissen aber, dass die Bayern gegenwärtig ganz weit unten sind, der Hölle näher als dem Himmel. Und das haben sie ihrem Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zu verdanken.
Das Hin und Her von Edmund Stoiber, ob er in die Bundespolitik und damit nach Berlin geht oder nicht, hatte nicht nur seinem Image geschadet. Seine Partei, die CSU, fiel in der Wählergunst in Bayern drastisch nach unten. Auch die Schwesterpartei, die CDU, erhielt Blessuren.

Sie muss auf ihren Vorflüsterer Stoiber verzichten und erntete dafür den Spott der Rheinischen Karnevalshitparade des WDR: Angela Merkel auf Platz 3.
Edmund Stoiber entlarvte mit seiner Wankelmütigkeit und seinem Hass gegenüber Menschen aus der ehemaligen DDR, den Neuen Bundesländern, endgültig seine langjährigen besserwisserischen Nörgeleien gegenüber der ehemaligen rot-grünen Regierung als Schaumschlägereien. Das mag niemand, das mögen vor allem die Bayern nicht. Sie wollen keine Memmen als Landesvater, sondern Männer wie Günther Beckstein, der als Innenminister Bayern unter Edmund Stoiber bislang tätig war. Nachdem Stoiber bekannt gegeben hatte, nach Berlin in die Bundespolitik gehen zu wollen, als Minister unter Angela Merkel als Kanzlerin, hatten Beckstein und Staatskanzleichef Erwin Huber schon für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten kandidiert. Nachdem Beckstein sah, dass offensichtlich Huber die besseren Karten hätte, von Stoiber manipuliert, zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden, hatte gezetert unter Huber nicht als Minister dienen zu wollen. Huber konterte, wohl um sich zu revanchieren und um seine Chance zu verbessern, er könne sich sehr wohl vorstellen unter einem Ministerpräsidenten Beckstein wirken zu können.
Dann trat Müntefering als SPD-Chef zurück, und Stoiber verzichtete mit einem Mal auf sein Vorhaben, als Kanzlerinflüsterer Kariere in der "Berliner Republik" zu machen. Aber wenn der hinschmeißt, dann müsse er das auch tun, weil er sich mit Müntefering gut vertragen hätte, ließ er wissen. Und für Beckstein und Huber bedeutete dies, dass sie ebenfalls zurückrudern mussten.
Schnellte auf Platz 1 der Karnevalsveräppelung des WDR ("Mitternachtsspitzen"): Edmund Stoiber
Laut einer Umfrage des Bayerischen Rundfunks wäre den Wählern eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen im Freistaat Bayern derzeit ebenso recht eine Regentschaft der CSU - aber ohne Stoiber. So wollen nicht ganz zwei Drittel der Bürger in Bayern (65 Prozent), dass er bei der kommenden Landtagswahl 2008 nicht mehr als Kandidat für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten antritt. Seine Kandidatur können sich nur noch 27 Prozent vorstellen. Selbst eine Mehrheit der CSU-Anhänger ist gegen eine erneute Kandidatur. Offensichtlich ist es keine Frage mehr, wer bei der nächsten Landtagswahl am besten abschneiden würde. 51 Prozent aller vom BR Befragten und 53 Prozent der CSU-Anhänger nannten den Namen von Landes-Innenminister Günther Beckstein. Der jedoch hatte schon mit dem Posten seines großen Freundes Otto Schily, des Bundesinnenministers, geliebäugelt. Welch Blamage!
Seit ein gestandener Münchner Dienstmann in den Himmel gelangte und dort nun regelmäßig sein "Manna" erhält, sitzt der brav auf einer Wolke und singt das ihm von den (blasierten) Engeln vorgeschriebene "Halleluja". Nur selten vergreift er sich im Ton und brüllt es wütend zur Erde, nach unten, nach Bayern. Ob Franz Josef Strauss, den Karikaturisten gerne nach dessen Tod in die Rolle des Dienstmannes im Himmel, einst ersonnen von Bayern Dichter Ludwig Thoma, schlüpfen ließen, tatsächlich dort angekommen ist, sich an seinem Manna labt und dafür "Halleluja" grölt, pardon: verkündet, wissen wir nicht. Wir wissen aber, dass die Bayern gegenwärtig ganz weit unten sind, der Hölle näher als dem Himmel. Und das haben sie ihrem Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zu verdanken.
Das Hin und Her von Edmund Stoiber, ob er in die Bundespolitik und damit nach Berlin geht oder nicht, hatte nicht nur seinem Image geschadet. Seine Partei, die CSU, fiel in der Wählergunst in Bayern drastisch nach unten. Auch die Schwesterpartei, die CDU, erhielt Blessuren.

Sie muss auf ihren Vorflüsterer Stoiber verzichten und erntete dafür den Spott der Rheinischen Karnevalshitparade des WDR: Angela Merkel auf Platz 3.
Edmund Stoiber entlarvte mit seiner Wankelmütigkeit und seinem Hass gegenüber Menschen aus der ehemaligen DDR, den Neuen Bundesländern, endgültig seine langjährigen besserwisserischen Nörgeleien gegenüber der ehemaligen rot-grünen Regierung als Schaumschlägereien. Das mag niemand, das mögen vor allem die Bayern nicht. Sie wollen keine Memmen als Landesvater, sondern Männer wie Günther Beckstein, der als Innenminister Bayern unter Edmund Stoiber bislang tätig war. Nachdem Stoiber bekannt gegeben hatte, nach Berlin in die Bundespolitik gehen zu wollen, als Minister unter Angela Merkel als Kanzlerin, hatten Beckstein und Staatskanzleichef Erwin Huber schon für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten kandidiert. Nachdem Beckstein sah, dass offensichtlich Huber die besseren Karten hätte, von Stoiber manipuliert, zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden, hatte gezetert unter Huber nicht als Minister dienen zu wollen. Huber konterte, wohl um sich zu revanchieren und um seine Chance zu verbessern, er könne sich sehr wohl vorstellen unter einem Ministerpräsidenten Beckstein wirken zu können.
Dann trat Müntefering als SPD-Chef zurück, und Stoiber verzichtete mit einem Mal auf sein Vorhaben, als Kanzlerinflüsterer Kariere in der "Berliner Republik" zu machen. Aber wenn der hinschmeißt, dann müsse er das auch tun, weil er sich mit Müntefering gut vertragen hätte, ließ er wissen. Und für Beckstein und Huber bedeutete dies, dass sie ebenfalls zurückrudern mussten.

Laut einer Umfrage des Bayerischen Rundfunks wäre den Wählern eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen im Freistaat Bayern derzeit ebenso recht eine Regentschaft der CSU - aber ohne Stoiber. So wollen nicht ganz zwei Drittel der Bürger in Bayern (65 Prozent), dass er bei der kommenden Landtagswahl 2008 nicht mehr als Kandidat für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten antritt. Seine Kandidatur können sich nur noch 27 Prozent vorstellen. Selbst eine Mehrheit der CSU-Anhänger ist gegen eine erneute Kandidatur. Offensichtlich ist es keine Frage mehr, wer bei der nächsten Landtagswahl am besten abschneiden würde. 51 Prozent aller vom BR Befragten und 53 Prozent der CSU-Anhänger nannten den Namen von Landes-Innenminister Günther Beckstein. Der jedoch hatte schon mit dem Posten seines großen Freundes Otto Schily, des Bundesinnenministers, geliebäugelt. Welch Blamage!
sfux - 21. Nov, 09:23 Article 1907x read