Syrien-kritischer Politiker bei Anschlag in Beirut getötet
Beirut - Bei einem Autobomben-Anschlag in Beirut ist laut Polizei am Montag der Syrien-kritische Abgeordnete und Journalist Gebran Tueni ums Leben gekommen. Er gehörte zu den Anführern der so genannten Zedernrevolution, die nach der Ermordung von Ex-Premier Rafik Hariri im Februar mit wochenlangen Massendemonstrationen zum Abzug der syrischen Truppen aus dem Libanon nach 29 Jahren führte. Drei weitere Menschen seien getötet, zehn Personen zudem verletzt worden.

Der Syrien-kritische Abgeordnete und Journalist Gebran Tueni ist ums Leben gekommen.
Den Ermittlern zufolge sprengten Attentäter Tuenis gepanzerten Geländewagen in die Luft, als er durch das vor allem von Christen bewohnte Viertel Mekalis fuhr. Mindestens drei der Insassen seien so stark verbrannt, dass sie nicht mehr zu erkennen seien. Mehrere andere Autos gerieten den Angaben zufolge in Brand. Nahe liegende Gebäude wurden beschädigt.
Der 1957 geborene Herausgeber der Beiruter Tageszeitung „An-Nahar“, die sein Großvater 1933 gegründet hatte, entstammte einer Beiruter Politikerdynastie griechisch-orthodoxer Konfession, die eine Reihe von libanesischen Staatsmännern und Diplomaten gestellt hat, wie den früheren langjährigen Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ghassan Tueni.
Serie von Bombenanschlägen
Seit dem Mordanschlag auf Ex-Premier Hariri am 14. Februar wurde im Libanon eine ganze Serie von Bombenanschlägen verübt. Diese wurden in erster Linie syrischen Geheimdiensten zur Last gelegt, wie die Ermordung des Journalisten und Schriftstellers Samir Kassir und jene des ehemaligen libanesischen KP-Chefs Georges Haoui (Hawi).
Der libanesische Drusenführer und Vorsitzende der Sozialistischen Fortschrittspartei (PSP), Walid Joumblatt, hat in einer ersten Reaktion Syrien beschuldigt, für die Ermordung Tuenis verantwortlich zu sein. Joumblatt äußerte sich kurz nach dem Terroranschlag gegenüber dem arabischen TV-Nachrichtensender "Al-Jazeera". Joumblatt, ein früherer politischer Verbündeter Syriens, hatte erst in den vergangenen Tagen der Führung in Damaskus "Subversionspläne" vorgeworfen.
Bei einem Anschlag am 14. Februar hatten Attentäter mit einer Bombe den ebenfalls anti-syrischen Ex-Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri und 20 weitere Menschen getötet. Hariri war ein vehementer Kritiker der langjährigen Präsenz Syriens in dem Nachbarland. Die syrische Führung streitet jede Verwicklung in das Attentat ab, obwohl eine Ermittlungskommission der Vereinten Nationen unter Leitung des deutschen Oberstaatsanwalts Detlev Mehlis dem widersprechende Hinweise gefunden hat.

Der Syrien-kritische Abgeordnete und Journalist Gebran Tueni ist ums Leben gekommen.
Den Ermittlern zufolge sprengten Attentäter Tuenis gepanzerten Geländewagen in die Luft, als er durch das vor allem von Christen bewohnte Viertel Mekalis fuhr. Mindestens drei der Insassen seien so stark verbrannt, dass sie nicht mehr zu erkennen seien. Mehrere andere Autos gerieten den Angaben zufolge in Brand. Nahe liegende Gebäude wurden beschädigt.
Der 1957 geborene Herausgeber der Beiruter Tageszeitung „An-Nahar“, die sein Großvater 1933 gegründet hatte, entstammte einer Beiruter Politikerdynastie griechisch-orthodoxer Konfession, die eine Reihe von libanesischen Staatsmännern und Diplomaten gestellt hat, wie den früheren langjährigen Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ghassan Tueni.
Serie von Bombenanschlägen
Seit dem Mordanschlag auf Ex-Premier Hariri am 14. Februar wurde im Libanon eine ganze Serie von Bombenanschlägen verübt. Diese wurden in erster Linie syrischen Geheimdiensten zur Last gelegt, wie die Ermordung des Journalisten und Schriftstellers Samir Kassir und jene des ehemaligen libanesischen KP-Chefs Georges Haoui (Hawi).
Der libanesische Drusenführer und Vorsitzende der Sozialistischen Fortschrittspartei (PSP), Walid Joumblatt, hat in einer ersten Reaktion Syrien beschuldigt, für die Ermordung Tuenis verantwortlich zu sein. Joumblatt äußerte sich kurz nach dem Terroranschlag gegenüber dem arabischen TV-Nachrichtensender "Al-Jazeera". Joumblatt, ein früherer politischer Verbündeter Syriens, hatte erst in den vergangenen Tagen der Führung in Damaskus "Subversionspläne" vorgeworfen.
Bei einem Anschlag am 14. Februar hatten Attentäter mit einer Bombe den ebenfalls anti-syrischen Ex-Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri und 20 weitere Menschen getötet. Hariri war ein vehementer Kritiker der langjährigen Präsenz Syriens in dem Nachbarland. Die syrische Führung streitet jede Verwicklung in das Attentat ab, obwohl eine Ermittlungskommission der Vereinten Nationen unter Leitung des deutschen Oberstaatsanwalts Detlev Mehlis dem widersprechende Hinweise gefunden hat.
sfux - 12. Dez, 11:51 Article 1878x read