Die Luft war wie aus Feststoffen
Harald Haack – Die Welt kennt die Fotos der weißbestäubten New Yorker. Mehr als 3000 Menschen kamen bei dem Terrorangriff auf New York um. Als nach den Anschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 in N.Y. die beiden Zwillingstürme fielen, war es, als hätte man gigantische Zementsäcke in die Luft geworfen. Viele Menschen fühlten, als bestünde die Luft nur noch aus Feststoffen. Kurz zuvor waren zwei Passagierflugzeuge, gesteuert von Terroristen in die Türme gerast, hatten schwarze Rauchwolken der Kerosinfeuer die Straße verdunkelt.
N.Y. 11. September 2001. Der Staub der kollabierten WTC-Türme konnte nicht gesundheitsförderlich sein.
Obwohl für alle Augenzeugen, egal ob nun direkt in N.Y. oder daheim vor den TV-Bildschirmen, klar war, dass das was da in die Luft geschleudert wurde, nicht gesundheitsförderlich sein könne, hatten Sprecher der Stadt versucht, die Gefahren herunter zu spielen. Man beruhigte mit dem Hinweis, der weiße Staub stamme aus den Gipskartonwänden der Gebäude. Doch als dann darüber debattiert wurde, weshalb die Türme kollabiert waren und heraus kam, wie die Stahlverstrebungen mit Asbest überzogen waren, kam die Wahrheit ans Licht der Öffentlichkeit. Die Luft war nicht nur voller Feststoffe gewesen, sondern voller Schadstoffe - darunter das bei Verbrennungen entstehende Dioxin und auch Asbest.
Nun, am Donnerstag vergangener Woche, ist der New Yorker Polizist James Zadroga, der am Ort des Grauens, am Ground Zero, bei den Bergungsarbeiten half, an einem Lungenleiden gestorben. Er wurde nur 34 Jahre alt.
Laut der Gewerkschaft, in der er organisiert war, kam James Zadroga als einer der ersten Retter am Morgen des 11. September 2001 am WTC an. Er überlebte zwar die Angriffe, starb aber an den Folgen. Wie viele andere Helfer auch, hatte er sich in den ersten vier Wochen nach dem Anschlag bis zu 16 Stunden am Tag an den harten Bergungs- und Aufräumarbeiten beteiligt. Sein Lungenleiden setzte unmittelbar danach ein und führte 2004, nach 13 Jahren Dienst, in die Frühpensionierung. Mediziner hatten bei ihm gefunden, was als „schwarze Lunge“ umschrieben wird. Bei der Obduktion seiner Leiche fand man außerdem Ablagerungen des giftigen Schwermetalls Quecksilber.
Zadroga hinterlässt eine vierjährige Tochter, die jetzt Vollwaise ist, da die Mutter des Mädchens 2004 an Krebs starb, und gilt als das erste Opfer der dichten Staub- und Asbestwolke, die sich nach dem Einsturz über Manhattan ausgebreitet hatte. Michael Palladino, Vertreter von Zadrogas Gewerkschaft, befürchtet, weil zahlreiche Rettungshelfer und Anwohner seit den Terrorangriffen unter teilweise erheblichen Atemwegsbeschwerden leiden, dass James Zadroga nicht das erste Opfer bleiben wird.

N.Y. 11. September 2001. Der Staub der kollabierten WTC-Türme konnte nicht gesundheitsförderlich sein.
Obwohl für alle Augenzeugen, egal ob nun direkt in N.Y. oder daheim vor den TV-Bildschirmen, klar war, dass das was da in die Luft geschleudert wurde, nicht gesundheitsförderlich sein könne, hatten Sprecher der Stadt versucht, die Gefahren herunter zu spielen. Man beruhigte mit dem Hinweis, der weiße Staub stamme aus den Gipskartonwänden der Gebäude. Doch als dann darüber debattiert wurde, weshalb die Türme kollabiert waren und heraus kam, wie die Stahlverstrebungen mit Asbest überzogen waren, kam die Wahrheit ans Licht der Öffentlichkeit. Die Luft war nicht nur voller Feststoffe gewesen, sondern voller Schadstoffe - darunter das bei Verbrennungen entstehende Dioxin und auch Asbest.
Nun, am Donnerstag vergangener Woche, ist der New Yorker Polizist James Zadroga, der am Ort des Grauens, am Ground Zero, bei den Bergungsarbeiten half, an einem Lungenleiden gestorben. Er wurde nur 34 Jahre alt.
Laut der Gewerkschaft, in der er organisiert war, kam James Zadroga als einer der ersten Retter am Morgen des 11. September 2001 am WTC an. Er überlebte zwar die Angriffe, starb aber an den Folgen. Wie viele andere Helfer auch, hatte er sich in den ersten vier Wochen nach dem Anschlag bis zu 16 Stunden am Tag an den harten Bergungs- und Aufräumarbeiten beteiligt. Sein Lungenleiden setzte unmittelbar danach ein und führte 2004, nach 13 Jahren Dienst, in die Frühpensionierung. Mediziner hatten bei ihm gefunden, was als „schwarze Lunge“ umschrieben wird. Bei der Obduktion seiner Leiche fand man außerdem Ablagerungen des giftigen Schwermetalls Quecksilber.
Zadroga hinterlässt eine vierjährige Tochter, die jetzt Vollwaise ist, da die Mutter des Mädchens 2004 an Krebs starb, und gilt als das erste Opfer der dichten Staub- und Asbestwolke, die sich nach dem Einsturz über Manhattan ausgebreitet hatte. Michael Palladino, Vertreter von Zadrogas Gewerkschaft, befürchtet, weil zahlreiche Rettungshelfer und Anwohner seit den Terrorangriffen unter teilweise erheblichen Atemwegsbeschwerden leiden, dass James Zadroga nicht das erste Opfer bleiben wird.
sfux - 10. Jan, 08:32 Article 3844x read