Sind Spionageflugzeuge out?
Harald Haack – Amerikanische Spionageflugzeuge wurden während des Kalten Krieges zum Ziel sowjetischer Sicherheitsbedürfnisse und rigoros abgeschossen. Da dies nicht nur einmal geschah, wuchs für Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin ein interessanter und lukrativer Markt heran, der Rüstungsgegner entfernt an ein Tontaubenschießen erinnerte.
Mit der Beendigung des Kalten Krieges starben keineswegs die amerikanischen Spionagetätigkeiten. Es gab neue Ziele. Im April 2004 und noch einmal im Dezember desselben Jahres wurden amerikanische Spionageflugzeuge über dem Iran gesichtet und von der Bevölkerung zunächst für UFOs gehalten. Wie die „Washington Post damals schrieb, habe der Nationale Sicherheitsrat in Teheran sich dennoch nicht entschlossen, die Drohnen abzuschießen, hatte aber gegen die Verletzungen seines Luftraums durch die USA protestiert.
Nun, da die Iraner gezeigt haben, dass sie keine Lust aufs „Tontaubenschießen“ der Amerikaner haben und andere „Sportarten“ bevorzugen, sei ein Programm zur Entwicklung von Spionage-Flugzeugen Mitte September 2005 ausgesetzt worden, wie das „Wall Street Journal Europe“ unter Berufung auf Industrie- und Regierungskreise schreibt. Die Armee gebe inzwischen anderen Entwicklungen den Vorzug.

Lockheeds „unsichtbarer“ Fighter – sorgte für UFO-Hysterie
Noch im August 2005 hatte der Rüstungskonzern Lockheed seinen Konkurrenten Northrop Grumman ausgestochen und den Zuschlag für eine erste Entwicklungsstufe des Spionageflugzeuges im Wert von 879 Millionen Dollar kassiert. Acht Milliarden Dollar hatten sich Lockheed Martin und sein brasilianischer Konsortialpartner Embraer von dem Auftrag erhofft.
Aber nun soll der Vorteil Lockheeds wie eine Seifenblase zerplatzen. Zusätzlich zu den veränderten Interessen der Armee wird von technischen Problemen bei der Entwicklung des Spionageflugzeuge gesprochen sowie von Befürchtungen, das Projekt werde teurer als geplant.
Das Flugzeug sollte ursprünglich gleichzeitig der Armee und der Navy dienen. Lockheed hatte bei der Kalkulation mutmaßlich nicht berücksichtigt, dass beide Waffengattungen unterschiedliche Anforderungen an die Ausstattung und an technischen Spezifikationen stellen. Sauer scheint der brasilianische Partner Lockheeds zu sein, der sich von dem Auftrag einen Durchbruch auf dem amerikanischen Markt erhofft hatte. Seitens der Armee als auch der beiden Unternehmen herrscht zurzeit eisiges Schweigen.
Mit der Beendigung des Kalten Krieges starben keineswegs die amerikanischen Spionagetätigkeiten. Es gab neue Ziele. Im April 2004 und noch einmal im Dezember desselben Jahres wurden amerikanische Spionageflugzeuge über dem Iran gesichtet und von der Bevölkerung zunächst für UFOs gehalten. Wie die „Washington Post damals schrieb, habe der Nationale Sicherheitsrat in Teheran sich dennoch nicht entschlossen, die Drohnen abzuschießen, hatte aber gegen die Verletzungen seines Luftraums durch die USA protestiert.
Nun, da die Iraner gezeigt haben, dass sie keine Lust aufs „Tontaubenschießen“ der Amerikaner haben und andere „Sportarten“ bevorzugen, sei ein Programm zur Entwicklung von Spionage-Flugzeugen Mitte September 2005 ausgesetzt worden, wie das „Wall Street Journal Europe“ unter Berufung auf Industrie- und Regierungskreise schreibt. Die Armee gebe inzwischen anderen Entwicklungen den Vorzug.

Lockheeds „unsichtbarer“ Fighter – sorgte für UFO-Hysterie
Noch im August 2005 hatte der Rüstungskonzern Lockheed seinen Konkurrenten Northrop Grumman ausgestochen und den Zuschlag für eine erste Entwicklungsstufe des Spionageflugzeuges im Wert von 879 Millionen Dollar kassiert. Acht Milliarden Dollar hatten sich Lockheed Martin und sein brasilianischer Konsortialpartner Embraer von dem Auftrag erhofft.
Aber nun soll der Vorteil Lockheeds wie eine Seifenblase zerplatzen. Zusätzlich zu den veränderten Interessen der Armee wird von technischen Problemen bei der Entwicklung des Spionageflugzeuge gesprochen sowie von Befürchtungen, das Projekt werde teurer als geplant.
Das Flugzeug sollte ursprünglich gleichzeitig der Armee und der Navy dienen. Lockheed hatte bei der Kalkulation mutmaßlich nicht berücksichtigt, dass beide Waffengattungen unterschiedliche Anforderungen an die Ausstattung und an technischen Spezifikationen stellen. Sauer scheint der brasilianische Partner Lockheeds zu sein, der sich von dem Auftrag einen Durchbruch auf dem amerikanischen Markt erhofft hatte. Seitens der Armee als auch der beiden Unternehmen herrscht zurzeit eisiges Schweigen.
sfux - 12. Jan, 12:44 Article 1457x read