Digitale Personalausweise – in einem ganz anderen Licht
Harald Haack - Sieben Tage in der Woche musste er arbeiten. Jimmy Massey (39), ehemaliger US-Marine, konnte die blinde Tötungsbereitschaft nicht mehr ertragen. Acht Jahre lang war er im Irak dabei, von Anfang an. Er tötete auf Verlangen der US-Regierung. Er tötete Menschen, die seine Regierung ihm als Terroristen unterschob, darunter ein sechsjähriges Mädchen. Er verlangte von seinen Vorgesetzen die Erklärung, weshalb dieses Kind ein Terrorist hatte sein sollen. Sie erklärten ihm, es sei zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Die Standard-Ausrede für so genannte Kollateralschäden.
Jimmy verkraftete das Töten nicht mehr. Vor allem hatte er verstanden, wie man ihn, der als Kind frommer Christen zum Nichttöten erzogen worden war, im Training zum Killer gewandelt wurde. Für die Militärs war er mit dieser Erkenntnis unbrauchbar geworden. Wegen psychischer Schäden, einem posttraumatischen Verarbeitungssyndrom, wurde er – ehrenhaft – entlassen und schluckt gegen seine Alpträume täglich bis zu sechs Pillen Psychodrogen.
Häufig steht er am Straßenrand, so wie etliche andere der ehemaligen US-Soldaten, in der beigefarbenen Tarn-Uniform für Wüsteneinsätze. In den Händen hält er ein großes Schild. „Für meine Regierung habe ich unschuldige Zivilisten im Irak getötet“, steht darauf.
Die Infanterie braucht dringend Nachschub, und scheitert kläglich an diesen ehemaligen Soldaten, die den Krieg und das Töten hassen gelernt haben. Feldwebel Christopher Wunsch, dessen Aufgabe es ist, „warm bodies“, auf deutsch auch „Frischfleisch“ genannt, für Einsätze im Irak zu finden, weiß von über einhundert Desertierten, die schon nach Kanada geflüchtet sind, weil sie von diesen Kriegsveteranen, die vom Töten reden, hörten. Keiner will mehr im Irak dem US-Militär dienen.

Charlie Daniels, Unterhalter und Betreuer der US-Truppen kämpft im US-Army-TV …

…gegen den Frust der dienstunwilligen US-Soldaten im Irak.
Die Armee rekrutiert aber unermüdlich. Einwanderer, die noch keinen amerikanischen Pass besitzen, sind eine besondere Zielgruppe. Man lockt sie mit der Aussicht auf den „begehrten“ amerikanischen Pass. Bald sollen aber auch junge Europäer, die noch daheim in ihren Heimatländern leben, die Chance erhalten, in der US-Army zu dienen. Man könnte sie mit der „Sicherheit der USA“ locken, weil Europa zukünftiges Kriegsgebiet werde, philosophiert ein anderer US-Rekrutierer. Wer von den jungen Europäern wolle denn „für die falsche Seite“ kämpfen?
Hilfreich bei der Suche nach geeignetem „Kanonenfutter“ könnte den US-Rekrutierern der neue digitalen Personalausweis werden, und ab 2008 soll es ihn in Scheckkarten-Format in Deutschland geben. Das wurde von der vorherigen rot-grünen Regierung unter Kanzler Schröder und Bundesinnenminister Schily entschieden, obwohl aus rechtlicher Sicht noch nichts geklärt ist.

Sollen künftig deutsche „Wehrsportler“ ihre irakischen „Kameraden“ erschießen? Beim US-Militär heiß begehrt und für nur $57.99 zu haben: Weltkrieg-II-Veteran „Volksgrenadier Hans Ebner“ wartet bei wartoys.com auf seine sofortige Anlieferung.
Deutsche Behörden dürfen bisher laut Gesetz nur die Ausweisdaten verwenden und an andere Behörden weitergeben. Nicht jedoch an die Behörden anderer Staaten, wenn nicht berechtigte Interessen bestehen und plausibel erklärt werden – wie beispielsweise bei der Strafverfolgung. Die Abwerbung potentieller Soldaten aber würde sich kein Land gefallen lassen und würde Personaldaten deshalb zurück halten. Doch obwohl noch nichts gesetzlich geregelt ist, erhoffen sich US-Rekrutierer künftig den Zugriff auf die Daten deutscher Bürger, um gezielt nach militärischen „Grünschnäbeln“ suchen zu können, die bereitwillig fürs US-Militär im Irak dienen wollen. Dies könnte über den Identitätsnachweis geschehen, der für Unternehmen mit der Einführung des digitalen Personalausweises möglich sein soll – gegen Entgelt und online.
Woher die Überlegungen des Bundesinnenministeriums stammen, die Daten auf dem neuen digitalen Personalausweis für Unternehmen gegen Gebühr abrufbar zu machen, gilt nach Informationen der Analysten Kuppinger Cole und Partner (KCP) als geheim. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums bestätigte die Geschichte – Personaldaten gegen Bares- grundsätzlich.
Jimmy verkraftete das Töten nicht mehr. Vor allem hatte er verstanden, wie man ihn, der als Kind frommer Christen zum Nichttöten erzogen worden war, im Training zum Killer gewandelt wurde. Für die Militärs war er mit dieser Erkenntnis unbrauchbar geworden. Wegen psychischer Schäden, einem posttraumatischen Verarbeitungssyndrom, wurde er – ehrenhaft – entlassen und schluckt gegen seine Alpträume täglich bis zu sechs Pillen Psychodrogen.
Häufig steht er am Straßenrand, so wie etliche andere der ehemaligen US-Soldaten, in der beigefarbenen Tarn-Uniform für Wüsteneinsätze. In den Händen hält er ein großes Schild. „Für meine Regierung habe ich unschuldige Zivilisten im Irak getötet“, steht darauf.
Die Infanterie braucht dringend Nachschub, und scheitert kläglich an diesen ehemaligen Soldaten, die den Krieg und das Töten hassen gelernt haben. Feldwebel Christopher Wunsch, dessen Aufgabe es ist, „warm bodies“, auf deutsch auch „Frischfleisch“ genannt, für Einsätze im Irak zu finden, weiß von über einhundert Desertierten, die schon nach Kanada geflüchtet sind, weil sie von diesen Kriegsveteranen, die vom Töten reden, hörten. Keiner will mehr im Irak dem US-Militär dienen.

Charlie Daniels, Unterhalter und Betreuer der US-Truppen kämpft im US-Army-TV …

…gegen den Frust der dienstunwilligen US-Soldaten im Irak.
Die Armee rekrutiert aber unermüdlich. Einwanderer, die noch keinen amerikanischen Pass besitzen, sind eine besondere Zielgruppe. Man lockt sie mit der Aussicht auf den „begehrten“ amerikanischen Pass. Bald sollen aber auch junge Europäer, die noch daheim in ihren Heimatländern leben, die Chance erhalten, in der US-Army zu dienen. Man könnte sie mit der „Sicherheit der USA“ locken, weil Europa zukünftiges Kriegsgebiet werde, philosophiert ein anderer US-Rekrutierer. Wer von den jungen Europäern wolle denn „für die falsche Seite“ kämpfen?
Hilfreich bei der Suche nach geeignetem „Kanonenfutter“ könnte den US-Rekrutierern der neue digitalen Personalausweis werden, und ab 2008 soll es ihn in Scheckkarten-Format in Deutschland geben. Das wurde von der vorherigen rot-grünen Regierung unter Kanzler Schröder und Bundesinnenminister Schily entschieden, obwohl aus rechtlicher Sicht noch nichts geklärt ist.

Sollen künftig deutsche „Wehrsportler“ ihre irakischen „Kameraden“ erschießen? Beim US-Militär heiß begehrt und für nur $57.99 zu haben: Weltkrieg-II-Veteran „Volksgrenadier Hans Ebner“ wartet bei wartoys.com auf seine sofortige Anlieferung.
Deutsche Behörden dürfen bisher laut Gesetz nur die Ausweisdaten verwenden und an andere Behörden weitergeben. Nicht jedoch an die Behörden anderer Staaten, wenn nicht berechtigte Interessen bestehen und plausibel erklärt werden – wie beispielsweise bei der Strafverfolgung. Die Abwerbung potentieller Soldaten aber würde sich kein Land gefallen lassen und würde Personaldaten deshalb zurück halten. Doch obwohl noch nichts gesetzlich geregelt ist, erhoffen sich US-Rekrutierer künftig den Zugriff auf die Daten deutscher Bürger, um gezielt nach militärischen „Grünschnäbeln“ suchen zu können, die bereitwillig fürs US-Militär im Irak dienen wollen. Dies könnte über den Identitätsnachweis geschehen, der für Unternehmen mit der Einführung des digitalen Personalausweises möglich sein soll – gegen Entgelt und online.
Woher die Überlegungen des Bundesinnenministeriums stammen, die Daten auf dem neuen digitalen Personalausweis für Unternehmen gegen Gebühr abrufbar zu machen, gilt nach Informationen der Analysten Kuppinger Cole und Partner (KCP) als geheim. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums bestätigte die Geschichte – Personaldaten gegen Bares- grundsätzlich.
sfux - 6. Feb, 08:16 Article 2183x read