Geburtstag-Ticket in den Tod
Harald Haack - „Erleben Sie die Schönheit der Stadt aus der Vogelperspektive und starten Sie mit unserem Wasserflugzeug direkt aus dem Herzen der Stadt - im Hamburger Hafen neben der Überseebrücke - zu einem unvergeßlichen Ausflugserlebnis. Unsere legendäre Beaver DHC-2 de Havilland kann bis zu 7 Passagiere befördern und zeigt Ihnen 20 Minuten lang aus 600 m Höhe den Hafen und die Stadt.“
So warb die Himmelsschreiber GmbH im Internet für ihre Rundflüge mit der inzwischen berühmt gewordenen Touristen-Attraktion. Gemächlich kurvte das Wasserflugzeug täglich, außer am Montag, zwischen 10 und 18 Uhr über Hamburg. Und oft sah es so aus, als fehle der Maschine eine Kufe. Aber das war nur eine optische Täuschung, bedingt durch die Perspektive, wenn sich das Flugzeug in Schräglage zu unten in den Straßenschluchten stehenden Beobachtern befand.

Am Sonntag-Vormittag, den 2. Juli 2006, war der Himmel über der Hansestadt Hamburg völlig wolkenlos. Es herrschten 25° C im Hamburger Hafen, sanfte 3 Windstärken aus Südost sorgten für ein gemütliches Glucksen des Wassers am Anleger des Wasserflugzeuges. Eigentlich beste Voraussetzung für den Start. Und eigentlich das schönste Wetter für den Geburtstags-Rundflug eines 12jährigen Jungen. Es war das Geschenk seines Vaters.
Aber dann stürzte die mit Vater und Sohn und anderen Passagieren besetzte Maschine südöstlich vom Hafenbecken, von der sie gerade gestartet war, auf ein Rangiergleis am Veddeler Damm im Hamburger Freihafen und in unmittelbarer Nähe zu einem mit Autos beladenen Zug. Das Flugzeug ging in Flammen auf. Die am Anleger wartenden Angehörigen der Fluggäste sahen voller Entsetzen die aufsteigende Rauchwolke. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte waren im Großeinsatz. Wie es heißt, sollten herbeigerufene Psychologen die Angehörigen betreuen.

Einige Tage vor dem Absturz: Die Beaver DHC-2 de Havilland überfliegt die Hamburger Freihafenbrücke. Foto: Thomas Kessler.
Ersten Meldungen zufolge kamen 4 Menschen dabei ums Leben, darunter der 12jährige. Dessen Vater und der Pilot überlebten den Absturz mit schwersten Brandverletzungen. Helfer an der Unglückstelle berichteten, der Pilot habe ihnen noch etwas sagen können, bevor er mit dem Rettungshelikopter in eine nahe Spezialklinik geflogen wurde. Demnach soll es sich um einen technischen Defekt handeln, der den „Himmelschreiber“ zum Absturz brachte. Aber ob dies zutrifft, werden Experten des Luftfahrt-Bundesamtes Braunschweig nun ermitteln. Da die Absturzstelle zwischen den Gleisen lag, ließ die Feuerwehr die Stromversorgung für die dort verlaufenden Schienen abschalten.

Foto: dpa
Das Zweite Deutsche Fernsehen erwähnte in seiner Spätausgabe der Sendung „heute“ die Vermutung demnach der Pilot versucht habe auf einem Gleis des Rangierbahnhofs Veddel notzulanden. Träfe dies zu, so hat der Pilot versucht – das könnten die Pressefotos der dpa belegen, die das ausgebrannte Flugzeugwrack im Gleisverlauf ausgerichtet zeigen – mit den Kufen seiner Beaver DHC-2 de Havilland direkt auf dem Gleis zu landen. Ein wahnwitziges bzw. kaltblütiges Vorhaben, das leider fehlschlug, aber dennoch Anerkennung gebührt! Mit einem Auto auf ein Eisenbahngleis zu fahren, ist nicht schwierig – solange nur die Felgen aufs Gleis passen. Mit den bereiften Felgen aber wird eine solche Fahrt zu einer kurzen Schlidderpartie. Hatte der Pilot gehofft, dass die Kufen seines Flugzeuges ohne abzurutschen über die blank gefahrenen Eisen des anvisierten Gleises rutschen werden?
So warb die Himmelsschreiber GmbH im Internet für ihre Rundflüge mit der inzwischen berühmt gewordenen Touristen-Attraktion. Gemächlich kurvte das Wasserflugzeug täglich, außer am Montag, zwischen 10 und 18 Uhr über Hamburg. Und oft sah es so aus, als fehle der Maschine eine Kufe. Aber das war nur eine optische Täuschung, bedingt durch die Perspektive, wenn sich das Flugzeug in Schräglage zu unten in den Straßenschluchten stehenden Beobachtern befand.

Am Sonntag-Vormittag, den 2. Juli 2006, war der Himmel über der Hansestadt Hamburg völlig wolkenlos. Es herrschten 25° C im Hamburger Hafen, sanfte 3 Windstärken aus Südost sorgten für ein gemütliches Glucksen des Wassers am Anleger des Wasserflugzeuges. Eigentlich beste Voraussetzung für den Start. Und eigentlich das schönste Wetter für den Geburtstags-Rundflug eines 12jährigen Jungen. Es war das Geschenk seines Vaters.
Aber dann stürzte die mit Vater und Sohn und anderen Passagieren besetzte Maschine südöstlich vom Hafenbecken, von der sie gerade gestartet war, auf ein Rangiergleis am Veddeler Damm im Hamburger Freihafen und in unmittelbarer Nähe zu einem mit Autos beladenen Zug. Das Flugzeug ging in Flammen auf. Die am Anleger wartenden Angehörigen der Fluggäste sahen voller Entsetzen die aufsteigende Rauchwolke. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte waren im Großeinsatz. Wie es heißt, sollten herbeigerufene Psychologen die Angehörigen betreuen.

Einige Tage vor dem Absturz: Die Beaver DHC-2 de Havilland überfliegt die Hamburger Freihafenbrücke. Foto: Thomas Kessler.
Ersten Meldungen zufolge kamen 4 Menschen dabei ums Leben, darunter der 12jährige. Dessen Vater und der Pilot überlebten den Absturz mit schwersten Brandverletzungen. Helfer an der Unglückstelle berichteten, der Pilot habe ihnen noch etwas sagen können, bevor er mit dem Rettungshelikopter in eine nahe Spezialklinik geflogen wurde. Demnach soll es sich um einen technischen Defekt handeln, der den „Himmelschreiber“ zum Absturz brachte. Aber ob dies zutrifft, werden Experten des Luftfahrt-Bundesamtes Braunschweig nun ermitteln. Da die Absturzstelle zwischen den Gleisen lag, ließ die Feuerwehr die Stromversorgung für die dort verlaufenden Schienen abschalten.

Foto: dpa
Das Zweite Deutsche Fernsehen erwähnte in seiner Spätausgabe der Sendung „heute“ die Vermutung demnach der Pilot versucht habe auf einem Gleis des Rangierbahnhofs Veddel notzulanden. Träfe dies zu, so hat der Pilot versucht – das könnten die Pressefotos der dpa belegen, die das ausgebrannte Flugzeugwrack im Gleisverlauf ausgerichtet zeigen – mit den Kufen seiner Beaver DHC-2 de Havilland direkt auf dem Gleis zu landen. Ein wahnwitziges bzw. kaltblütiges Vorhaben, das leider fehlschlug, aber dennoch Anerkennung gebührt! Mit einem Auto auf ein Eisenbahngleis zu fahren, ist nicht schwierig – solange nur die Felgen aufs Gleis passen. Mit den bereiften Felgen aber wird eine solche Fahrt zu einer kurzen Schlidderpartie. Hatte der Pilot gehofft, dass die Kufen seines Flugzeuges ohne abzurutschen über die blank gefahrenen Eisen des anvisierten Gleises rutschen werden?
sfux - 3. Jul, 08:42 Article 3594x read