Neuer Nationalismus in Deutschland?
Karl Weiss - Tatsächlich gibt es eine Menge schwar-rot-goldiger Fähnchen in Deutschland. Sie wurden ja auch umsonst oder fast umsonst ausgegeben. Und es ist eben schon lange Tradition, daß man bei internationalen Sportereignissen seine Begeisterung für die heimischen Sportler mit der Fahne des Landes kundtut. Interessierte Kreise, die es gerne hätten, wenn in Deutschland wieder nationalistische Hysterie ausbräche, wollen dies nun umdeuten.

Für viele Jahre nach der faschistischen Hitler-Diktatur war jede Art von Nationalgefühl verpönt. Die Parallelen zum Nationalismus der faschistischen Horden wären zu schnell und zu leicht aufgetaucht. Das schlechte Gewissen der Zeitgenossen der faschistischen Massenmörder pochte. Sie waren froh, gerade noch eben der allgemeinen Verurteilung entkommen zu sein, die mit der Kollektivschuldtheorie einherging, die nach dem Kriegsende bis 1947 von den Westalliierten propagiert wurde - und die heute von der Spinner-Gruppe der „Antideutschen" wieder aufgegriffen wird.
Doch nun, über 60 Jahre nach dem Ende der Welle von Tod und Verbrechen, die der deutsche Faschismus über Europa schwappen ließ, nachdem Zeitzeugen, d.h. Leute, die 1945 mehr als 12 Jahre alt waren, mehr als 73 sind und viele von ihnen schon nicht mehr leben, heute, da eine neue Generation von Deutschen herangewachsen ist und inzwischen auch schon eine dritte, alles Leute, die sich bei aller noch so extremer Auslegung keiner Schuld bewußt sein können, ist Deutschland zur Normalität zurückgekehrt und hat ein Recht dazu.
So wie die Anhänger eines Fußballvereins die Wappen und Farben ihres Clubs verwenden, um ihre Zugehörigkeit zu zeigen, so verwendet man bei der Weltmeisterschaft selbstverständlich die Bundesfarben.
Die jungen Deutschen haben ein Recht, das deutsche Fähnchen als Abzeichen zu verwenden, das sie mit ihrem Fußballteam verbindet, sie identifiziert als Fans der deutschen Mannschaft. Das dies gleichzeitig das Symbol einer agressiven imperialistischen Macht ist, ist richtig. Aber die Zahl der Fußballfans, die sich damit identifizieren, ist gering.
Nein, keinerlei neuer Nationalismus, schlicht Fußballbegeisterung.
Der Fußball ist, wie Sport im allgemeinen, völkerverbindend und hat das bei der WM 2006 bewiesen. Bis auf einen einzigen Zwischenfall (jedenfalls bisher) haben sich die Fans der verschiedenen Teams blendend verstanden, auch wenn manchmal die Sprache des anderen nicht zu verstehen war. Die Verbrüderungen zwischen deutschen und ausländischen Fans waren Legion, so wie auch die verschiedener ausländischer untereinander.
Natürlich wollen die bürgerlichen Politiker gerne die Welle von Fahnen als Zustimmung zu ihrer volksfeindlichen Politik auslegen. Aber das klappt nur solange, wie sie nicht öffentlich auftreten. Sobald Frau Merkel am Lautsprecher angekündigt wird, gibts Pfeifkonzert.
Da wird gerne von „Patriotismus" geredet, wenn man Nationalismus meint. Aber Patriotismus ist das ganz normale Gefühl (fast) jedes Menschen, daß er sich zu den anderen Leuten in seinem Land zugehörig fühlt, daß er sich hier wohlfühlt und dem auch Ausdruck gibt. Demgegenüber ist Nationalismus ein lähmenden Gift. Es beinhaltet das Herabwürdigen anderer Völker, sich über sie erheben zu wollen und geht oft mit Volksverhetzung einher. Von diesem Nationalismus halten fast alle Deutschen weiterhin wenig und das ist gut so.

Für viele Jahre nach der faschistischen Hitler-Diktatur war jede Art von Nationalgefühl verpönt. Die Parallelen zum Nationalismus der faschistischen Horden wären zu schnell und zu leicht aufgetaucht. Das schlechte Gewissen der Zeitgenossen der faschistischen Massenmörder pochte. Sie waren froh, gerade noch eben der allgemeinen Verurteilung entkommen zu sein, die mit der Kollektivschuldtheorie einherging, die nach dem Kriegsende bis 1947 von den Westalliierten propagiert wurde - und die heute von der Spinner-Gruppe der „Antideutschen" wieder aufgegriffen wird.
Doch nun, über 60 Jahre nach dem Ende der Welle von Tod und Verbrechen, die der deutsche Faschismus über Europa schwappen ließ, nachdem Zeitzeugen, d.h. Leute, die 1945 mehr als 12 Jahre alt waren, mehr als 73 sind und viele von ihnen schon nicht mehr leben, heute, da eine neue Generation von Deutschen herangewachsen ist und inzwischen auch schon eine dritte, alles Leute, die sich bei aller noch so extremer Auslegung keiner Schuld bewußt sein können, ist Deutschland zur Normalität zurückgekehrt und hat ein Recht dazu.
So wie die Anhänger eines Fußballvereins die Wappen und Farben ihres Clubs verwenden, um ihre Zugehörigkeit zu zeigen, so verwendet man bei der Weltmeisterschaft selbstverständlich die Bundesfarben.
Die jungen Deutschen haben ein Recht, das deutsche Fähnchen als Abzeichen zu verwenden, das sie mit ihrem Fußballteam verbindet, sie identifiziert als Fans der deutschen Mannschaft. Das dies gleichzeitig das Symbol einer agressiven imperialistischen Macht ist, ist richtig. Aber die Zahl der Fußballfans, die sich damit identifizieren, ist gering.
Nein, keinerlei neuer Nationalismus, schlicht Fußballbegeisterung.
Der Fußball ist, wie Sport im allgemeinen, völkerverbindend und hat das bei der WM 2006 bewiesen. Bis auf einen einzigen Zwischenfall (jedenfalls bisher) haben sich die Fans der verschiedenen Teams blendend verstanden, auch wenn manchmal die Sprache des anderen nicht zu verstehen war. Die Verbrüderungen zwischen deutschen und ausländischen Fans waren Legion, so wie auch die verschiedener ausländischer untereinander.
Natürlich wollen die bürgerlichen Politiker gerne die Welle von Fahnen als Zustimmung zu ihrer volksfeindlichen Politik auslegen. Aber das klappt nur solange, wie sie nicht öffentlich auftreten. Sobald Frau Merkel am Lautsprecher angekündigt wird, gibts Pfeifkonzert.
Da wird gerne von „Patriotismus" geredet, wenn man Nationalismus meint. Aber Patriotismus ist das ganz normale Gefühl (fast) jedes Menschen, daß er sich zu den anderen Leuten in seinem Land zugehörig fühlt, daß er sich hier wohlfühlt und dem auch Ausdruck gibt. Demgegenüber ist Nationalismus ein lähmenden Gift. Es beinhaltet das Herabwürdigen anderer Völker, sich über sie erheben zu wollen und geht oft mit Volksverhetzung einher. Von diesem Nationalismus halten fast alle Deutschen weiterhin wenig und das ist gut so.
sfux - 5. Jul, 08:26 Article 1928x read