Bundesanwalt Valentin Roschacher tritt zurück
Medienmitteilung - Bern, 5. Juli 2006 Bundesanwalt Valentin Roschacher tritt auf Ende 2006 zurück. Die operative Führung der Bundesanwaltschaft übernimmt ab sofort interimistisch der stellvertretende Bundesanwalt Michel-André Fels. Die Stelle der Bundesanwältin oder des Bundesanwalts wird öffentlich zur Neubesetzung ausgeschrieben.
Setzte kolumbianischen Drogenbaron als Informant ein
Valentin Roschacher wird bis Ende 2006 seine Tätigkeit auf strategische Geschäfte beschränken und diese bis zum genannten Zeitpunkt betreuen. Über die Modalitäten der Demission haben sich die Parteien verständigt. Der Bundesrat hat heute davon Kenntnis genommen. Die beschlossenen und bekannt gegebenen Untersuchungen (Administrativuntersuchung EJPD) und Analysen (Situationsanalyse Effizienzvorlage) in der Bundesanwaltschaft bleiben vom Rücktritt Herrn Roschachers unberührt und werden unverändert weiter geführt.
Im Kreuzfeuer der Kritik
Roschacher amtet seit dem 1. März 2000 als Bundesanwalt und löste die Tessinerin Carla Del Ponte ab. Er war in seiner Amtszeit verschiedentlich in Kritik geraten, zuletzt wegen eines Geldwäschereiverfahrens gegen den Privatbankier Oskar Holenweger, bei dem Roschacher einen kolumbianischen Informanten und Drogenhändler als Informanten eingesetzt haben soll.
Im Anschluss an diese Vorwürfe haben das EJPD und das Bundesstrafgericht als Aufsichtsbehörden eine ausserordentliche Überprüfung der Arbeit der Bundesanwaltschaft angeordnet. Diese soll nun unabhängig vom Rücktritt Roschachers weiter geführt werden. Justizminister Christoph Blocher dankt dem Bundesanwalt in der Medienmitteilung für seine geleistete Arbeit.
Heikle Bundesstelle
In der Schweiz sind die kantonalen Justizbehörden für einen Grossteil der Strafuntersuchungen zuständig. Einige Delikte fallen jedoch in die Kompetenz der Bundesanwaltschaft (BA), dessen oberster Leiter Roschacher war.
Zu den Aufgaben der BA gehören beispielsweise Attentate, Spionage, internationale organisierte Kriminalität, Geldfälschung, Geldwäscherei, Korruption oder von Bundesbeamten im Rahmen ihrer Aufgabe begangene Straftaten.
Wer ist wer im Fall Roschacher
Setzte kolumbianischen Drogenbaron als Informant ein
Valentin Roschacher wird bis Ende 2006 seine Tätigkeit auf strategische Geschäfte beschränken und diese bis zum genannten Zeitpunkt betreuen. Über die Modalitäten der Demission haben sich die Parteien verständigt. Der Bundesrat hat heute davon Kenntnis genommen. Die beschlossenen und bekannt gegebenen Untersuchungen (Administrativuntersuchung EJPD) und Analysen (Situationsanalyse Effizienzvorlage) in der Bundesanwaltschaft bleiben vom Rücktritt Herrn Roschachers unberührt und werden unverändert weiter geführt.
Im Kreuzfeuer der Kritik
Roschacher amtet seit dem 1. März 2000 als Bundesanwalt und löste die Tessinerin Carla Del Ponte ab. Er war in seiner Amtszeit verschiedentlich in Kritik geraten, zuletzt wegen eines Geldwäschereiverfahrens gegen den Privatbankier Oskar Holenweger, bei dem Roschacher einen kolumbianischen Informanten und Drogenhändler als Informanten eingesetzt haben soll.
Im Anschluss an diese Vorwürfe haben das EJPD und das Bundesstrafgericht als Aufsichtsbehörden eine ausserordentliche Überprüfung der Arbeit der Bundesanwaltschaft angeordnet. Diese soll nun unabhängig vom Rücktritt Roschachers weiter geführt werden. Justizminister Christoph Blocher dankt dem Bundesanwalt in der Medienmitteilung für seine geleistete Arbeit.
Heikle Bundesstelle
In der Schweiz sind die kantonalen Justizbehörden für einen Grossteil der Strafuntersuchungen zuständig. Einige Delikte fallen jedoch in die Kompetenz der Bundesanwaltschaft (BA), dessen oberster Leiter Roschacher war.
Zu den Aufgaben der BA gehören beispielsweise Attentate, Spionage, internationale organisierte Kriminalität, Geldfälschung, Geldwäscherei, Korruption oder von Bundesbeamten im Rahmen ihrer Aufgabe begangene Straftaten.

sfux - 5. Jul, 10:48 Article 2754x read