Tratschundlaber
Sonja Wenger - Im September soll es im japanischen Kaiserhaus endlich wieder mal ein Baby geben. Das ganze Land hofft auf einen Jungen, heisst es, denn seit 42 Jahren wurden «nur» Mädchen geboren. Wenn das mal gut geht. Das Schicksal hat manchmal einen seltsamen Sinn für Humor. Grosse Sorgen also nicht nur in den Schweizer Medien.
Dabei wären wir ja schon zufrieden, wenn unser Mister Schweiz Miguel San Juan nicht länger mit seinem Vorgänger Renzo Blumenthal verglichen würde: Dass dieser mehr Aufträge hatte und sowieso der Inbegriff der Schweizer Naturburschen ist. Ein ziemliches Armutszeugnis allerdings, in gewissen Kulturen gilt Redebewandtnis nämlich als Aphrodisiakum. San Miguel trägt’s mit Fassung: «Ich repräsentiere wahrscheinlich eine andere Schweiz als mein Vorgänger», sagte er der «Schweizer Illustrierten» (SI). Die Frage ist nur welche?
Überhaupt scheint sich die SI mal wieder nicht entscheiden zu können, ob sie mit Promis nun nett oder gemein sein will. Deshalb versucht sie beides. Was dabei herauskommt ist ein Bericht über Nadine Vinzenz und ihren «Kampf» in «der rauen Luft» von Hollywood. Immerhin hat ihr Ehemann nun endlich einen Job, der unserer Ex-Miss Schweiz den gebührenden royalen Lebensstil ermöglicht.

Was wir schon immer wissen wollten
Apropos Royals: Da im Medienfutterland Monaco aus rechtlichen Gründen inzwischen klatschjournalistische Bisshemmung angesagt ist, und sich in den skandinavischen Krönleinhäuser alle immer so gerne haben, gibt es glücklicherweise noch «good old England». Die jungen Windsors avancieren ja immer mehr zu unseren Lieblingen und die SI liefert den Grund gleich mit: «Der eine wird wohl (!) König von England, der andere König des Jetsets: Die Windsor-Brothers William & Harry sind Stars des Hochadels und der Schlagzeilen. Kein Wunder: ihre Mutter war die
„Königin der Herzen“. Logisch. Und wenn’s die Jungs nicht bringen, kann man immer noch zum x-ten Mal die Mädels vergleichen. Kate Middleton – das ist die diskrete, modebewusste von William – gegen Chelsy Davy, das schlampige «Jetset-Girl mit Hang zum offenherzigen Look».
Dafür erklären uns Schweizer Teenager in der «Weltwoche» endlich den Unterschied zwischen einer Schlampe und einer Tussi: Die eine wird «über das Aussehen definiert. Sie läuft sehr knapp angezogen herum», die andere «über den
Charakter. Eine Tussi ist zickig und meint, sie sei die Beste. Sie ist sehr eingebildet.» Dazwischen liegen natürlich Welten.
Dieses Tratschundlaber erschien erstmalig in der Printausgabe des Berner ensuite kulturmagazin
Dabei wären wir ja schon zufrieden, wenn unser Mister Schweiz Miguel San Juan nicht länger mit seinem Vorgänger Renzo Blumenthal verglichen würde: Dass dieser mehr Aufträge hatte und sowieso der Inbegriff der Schweizer Naturburschen ist. Ein ziemliches Armutszeugnis allerdings, in gewissen Kulturen gilt Redebewandtnis nämlich als Aphrodisiakum. San Miguel trägt’s mit Fassung: «Ich repräsentiere wahrscheinlich eine andere Schweiz als mein Vorgänger», sagte er der «Schweizer Illustrierten» (SI). Die Frage ist nur welche?
Überhaupt scheint sich die SI mal wieder nicht entscheiden zu können, ob sie mit Promis nun nett oder gemein sein will. Deshalb versucht sie beides. Was dabei herauskommt ist ein Bericht über Nadine Vinzenz und ihren «Kampf» in «der rauen Luft» von Hollywood. Immerhin hat ihr Ehemann nun endlich einen Job, der unserer Ex-Miss Schweiz den gebührenden royalen Lebensstil ermöglicht.

Was wir schon immer wissen wollten
Apropos Royals: Da im Medienfutterland Monaco aus rechtlichen Gründen inzwischen klatschjournalistische Bisshemmung angesagt ist, und sich in den skandinavischen Krönleinhäuser alle immer so gerne haben, gibt es glücklicherweise noch «good old England». Die jungen Windsors avancieren ja immer mehr zu unseren Lieblingen und die SI liefert den Grund gleich mit: «Der eine wird wohl (!) König von England, der andere König des Jetsets: Die Windsor-Brothers William & Harry sind Stars des Hochadels und der Schlagzeilen. Kein Wunder: ihre Mutter war die
„Königin der Herzen“. Logisch. Und wenn’s die Jungs nicht bringen, kann man immer noch zum x-ten Mal die Mädels vergleichen. Kate Middleton – das ist die diskrete, modebewusste von William – gegen Chelsy Davy, das schlampige «Jetset-Girl mit Hang zum offenherzigen Look».
Dafür erklären uns Schweizer Teenager in der «Weltwoche» endlich den Unterschied zwischen einer Schlampe und einer Tussi: Die eine wird «über das Aussehen definiert. Sie läuft sehr knapp angezogen herum», die andere «über den
Charakter. Eine Tussi ist zickig und meint, sie sei die Beste. Sie ist sehr eingebildet.» Dazwischen liegen natürlich Welten.

sfux - 20. Sep, 08:00 Article 2562x read