Tratschundlaber
Sonja Wenger - Endlich soll es bald keine sexistische Werbung mehr geben dürfen. Demnach darf also der Tally Weijl Bunny nicht mehr von einem Model geritten werden, und für das Spielcasino Baden darf dann kein Model mehr einen Delphin bumsen, denn das hat mit der Sache an sich ja nicht viel zu tun.

Miss Schweiz und was wirklich mag: Schokolade,Fondue, Bonbons, Pasta und Pizza essen.
Und endlich müssen auch die Models wieder zunehmen. Wer einen Bodymassindex von unter 16 hat, gilt als schlechtes Vorbild für die junge Frauen. Denn die können sich ihre Vorbilder ja nicht selber aussuchen. Zumindest ist das in Madrid so. In London, Paris und Mailand sieht man das noch anders. Verständlicherweise fühlen sich die spanischen Models diskriminiert. Plötzlich könnten sie ja ganz von der Bildfl äche verschwinden. Schliesslich muss man aufpassen bei Kleidergrössen wie 0 und Doppel 0. Und zu recht nannte die «Süddeutsche Zeitung» die Skelett-Masse «den Tod der erwachsenen Frau».
Zum Glück «würde der Trend in Deutschland nicht funktionieren», dafür seien die Frauen zu vernünftig. Klar. Mehr Sorgen müssen wir uns also um die Schweizer Frauen machen. Immerhin hatte «Die Weltwoche» kürzlich einen Artikel mit einer Paris Hilton-Hommage auf der Titelseite. Und da die Medien ja immer nur die Gesellschaft reflektieren, ist das schon bedenklich.
Ein anderes Lieblingsthema der Medien scheint zur Zeit, der Missbrauch zu sein. Die Ausländer «missbrauchen» unser System und Bundesrat Blocher wird im Fernsehen missbraucht und als «fremdenfeindlich» hingestellt. Auch das Mitgefühl wird missbraucht, bei all den detaillierten Berichten über vergewaltigte Kinder im In- und Ausland.
Mit wesentlich mehr Feingefühl wahrt da die «Schweizer Illustrierte» die Identität der kleinen Sarah (5) aus Rhäzüns – deswegen sieht man auch ihr Gesicht nicht auf der Titelseite, nur das ihrer Eltern, und der Hund und das Haus. Verständlich, dass Chefredaktor Walder lieber über die Frage sinniert: Christa oder Xenia? Und sie auch gleich beantwortet. Trotzdem mag man so
gar nichts über die neue Miss Schweiz sagen, das macht sie selber und erzählt dem «Blick»:«Ich hatte erst einen Mann» und ihr schönstes Kompliment sei: «Dass ich intelligent bin. Weil es ja immer heisst, Blondinen seien dumm.» Also kaum im Amt, kämpft sie schon gegen Vorurteile.
Und die neue Ex-Miss Schweiz Lauriane schreibt in der «Weltwoche», was sie wirklich mag: Schokolade,Fondue, Bonbons, Pasta und Pizza essen, ins Restaurant gehen und Kochen. Endlich!
Tratschundlaber erscheint in Bern's ensuite kulturmagazin

Miss Schweiz und was wirklich mag: Schokolade,Fondue, Bonbons, Pasta und Pizza essen.
Und endlich müssen auch die Models wieder zunehmen. Wer einen Bodymassindex von unter 16 hat, gilt als schlechtes Vorbild für die junge Frauen. Denn die können sich ihre Vorbilder ja nicht selber aussuchen. Zumindest ist das in Madrid so. In London, Paris und Mailand sieht man das noch anders. Verständlicherweise fühlen sich die spanischen Models diskriminiert. Plötzlich könnten sie ja ganz von der Bildfl äche verschwinden. Schliesslich muss man aufpassen bei Kleidergrössen wie 0 und Doppel 0. Und zu recht nannte die «Süddeutsche Zeitung» die Skelett-Masse «den Tod der erwachsenen Frau».
Zum Glück «würde der Trend in Deutschland nicht funktionieren», dafür seien die Frauen zu vernünftig. Klar. Mehr Sorgen müssen wir uns also um die Schweizer Frauen machen. Immerhin hatte «Die Weltwoche» kürzlich einen Artikel mit einer Paris Hilton-Hommage auf der Titelseite. Und da die Medien ja immer nur die Gesellschaft reflektieren, ist das schon bedenklich.
Ein anderes Lieblingsthema der Medien scheint zur Zeit, der Missbrauch zu sein. Die Ausländer «missbrauchen» unser System und Bundesrat Blocher wird im Fernsehen missbraucht und als «fremdenfeindlich» hingestellt. Auch das Mitgefühl wird missbraucht, bei all den detaillierten Berichten über vergewaltigte Kinder im In- und Ausland.
Mit wesentlich mehr Feingefühl wahrt da die «Schweizer Illustrierte» die Identität der kleinen Sarah (5) aus Rhäzüns – deswegen sieht man auch ihr Gesicht nicht auf der Titelseite, nur das ihrer Eltern, und der Hund und das Haus. Verständlich, dass Chefredaktor Walder lieber über die Frage sinniert: Christa oder Xenia? Und sie auch gleich beantwortet. Trotzdem mag man so
gar nichts über die neue Miss Schweiz sagen, das macht sie selber und erzählt dem «Blick»:«Ich hatte erst einen Mann» und ihr schönstes Kompliment sei: «Dass ich intelligent bin. Weil es ja immer heisst, Blondinen seien dumm.» Also kaum im Amt, kämpft sie schon gegen Vorurteile.
Und die neue Ex-Miss Schweiz Lauriane schreibt in der «Weltwoche», was sie wirklich mag: Schokolade,Fondue, Bonbons, Pasta und Pizza essen, ins Restaurant gehen und Kochen. Endlich!

sfux - 20. Okt, 08:29 Article 3707x read