Tratschundlaber
Sonja Wenger - Man soll sich ja nicht der Schweizer Lieblingsbeschäftigung hingeben und klagen, doch manchmal bleibt einem dann doch die Luft weg. So titelte die Zeitung mit den grossen roten Buchstaben - wie heisst sie doch gleich, «Blind», «Blutt» oder «Blöd»? – auf ihrer kreativen letzten Seite kürzlich: «Kate kriegt ein Mösschen!» Böse, wer da Schlechtes denkt, könnte man meinen, denn Frau Moss ist einfach nur schwanger. Wieder einmal überrascht uns das Supermodel, schliesslich ist selber Kinderkriegen für Promis heute nicht mehr in. Wozu denn auch, wenn man querbeet in der Welt herumadoptieren kann: ein dunkles hier, ein helles da, gerade passend zum neuen Glitzerhalsband des Schosshündchens. Seltsam nur, das Paris Hilton noch nicht auf die Idee gekommen ist.

«Kate kriegt ein Mösschen!» Blutt oder blöd?
Andere wiederum haben das schon hinter sich. So will die Noch-Ehefrau Irina des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch sich wegen seiner ehelichen Untreue scheiden lassen – Putin hätte seine Freude daran - und verlangt glatte zehn Milliarden Franken für immerhin vier Kinder. Insofern stimmt die Rechnung auch für Paul McCartney. Seine Ehefrau Heather Mills will schon nach einem Kind ihren sauer verdienten Anteil an den geschätzten zweieinhalb Milliarden Franken Vermögen. Sonst erzählt sie dem «Blick», dass der Beatle sie gehauen hat, obwohl sie ja nur das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter haben will.
Trotzdem macht Tom Cruise jetzt endlich Schluss mit seinem schlampigen Verhältnis und heiratet die Mutter seines bereits existierenden Kindes Suri. Was soviel heisst, dass Katie Holmes ab November noch genau neun Jahre und elf Monate Zeit hat, das Beste aus der Ehe rauszuholen. Das ist nämlich die durchschnittliche Ehedauer ihres Versprochenen. Ab zehn Jahren müsste er mehr Abfindung bezahlen – wenn nicht, siehe oben.
Was also soll man in all diesen Märchenwelten denn noch anderes werden als eine Verzweifelte Hausfrau? Nur heissen sie hier anders. Da gibt es die Schöne und das Biest («Mein Mann ist ein Tier»), oder Cinderella, deren Liebster noch immer mit einem Kürbis rumfährt. Der Typ von Schneewittchen lässt sie bei den sieben Kleinen zurück, der von der Meerjungfrau verlangt, dass sie Fischnetzstrümpfe trägt, und Dornröschen weiss sich nur zu helfen, indem sie sich schlafend stellt.
Tratschundlaber erscheint im Berner Kult- und Kulturmagazin ensuite

«Kate kriegt ein Mösschen!» Blutt oder blöd?
Andere wiederum haben das schon hinter sich. So will die Noch-Ehefrau Irina des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch sich wegen seiner ehelichen Untreue scheiden lassen – Putin hätte seine Freude daran - und verlangt glatte zehn Milliarden Franken für immerhin vier Kinder. Insofern stimmt die Rechnung auch für Paul McCartney. Seine Ehefrau Heather Mills will schon nach einem Kind ihren sauer verdienten Anteil an den geschätzten zweieinhalb Milliarden Franken Vermögen. Sonst erzählt sie dem «Blick», dass der Beatle sie gehauen hat, obwohl sie ja nur das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter haben will.
Trotzdem macht Tom Cruise jetzt endlich Schluss mit seinem schlampigen Verhältnis und heiratet die Mutter seines bereits existierenden Kindes Suri. Was soviel heisst, dass Katie Holmes ab November noch genau neun Jahre und elf Monate Zeit hat, das Beste aus der Ehe rauszuholen. Das ist nämlich die durchschnittliche Ehedauer ihres Versprochenen. Ab zehn Jahren müsste er mehr Abfindung bezahlen – wenn nicht, siehe oben.
Was also soll man in all diesen Märchenwelten denn noch anderes werden als eine Verzweifelte Hausfrau? Nur heissen sie hier anders. Da gibt es die Schöne und das Biest («Mein Mann ist ein Tier»), oder Cinderella, deren Liebster noch immer mit einem Kürbis rumfährt. Der Typ von Schneewittchen lässt sie bei den sieben Kleinen zurück, der von der Meerjungfrau verlangt, dass sie Fischnetzstrümpfe trägt, und Dornröschen weiss sich nur zu helfen, indem sie sich schlafend stellt.

sfux - 16. Nov, 08:01 Article 8353x read