Sturmwarnung für Orkan Kyrill nach oben korrigiert
Das Orkantief «Kyrill» wird die Schweiz stärker treffen als zunächst angenommen. MeteoSchweiz erwartete für die Nacht auf Freitag im Flachland Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde (km/h). Damit liege man aber noch unter «Lothar», hiess es. In England ist ein Autofahrer durch den Sturm ums Leben gekommen.
Aktuelle Sturmwarnungen in der Schweiz von Meteosat
Live Web Cam von Dover UK
Charmey (Schweiz)
Urnersee
Bereits in der Nacht auf Donnerstag und am Donnerstagmorgen wurden an mehreren Stationen in der Schweiz starke Böen verzeichnet. Der Sturm «Jürgen» sorgte in Zürich für Windstärken bis 80 km/h, im freiburgischen Plaffeien bis 84 km/h. Nach «Jürgen» folgt bereits das Orkantief «Kyrill». Für den Donnerstagnachmittag rechneten die Meteorologen von MeteoSchweiz mit Geschwindigkeiten im Flachland bis 100 km/h.
Den Höhepunkt des Sturms sagten die Meteorologen für den Abend und die erste Hälfte der Nacht auf Freitag voraus. MeteoSchweiz rechnete in den Niederungen mit Böen bis 120 km/h, an erhöhten und exponierten Stellen gar bis 140 km/h. Über dem Jura und über den Alpen wurden Windspitzen bis 160 km/h vorausgesagt. Damit liege man aber noch unter Lothar, sagte Jacques Ambühl, Meteorologe bei MeteoSchweiz, auf Anfrage. Damals waren beispielsweise in Brienz Windgeschwindigkeiten von 180 km/h und in Schaffhausen 162 km/h gemessen worden.
Dennoch ordnete der nationale Wetterdienst den Sturm am Donnerstag in der Gefahrenstufe zwei ein, nachdem am Mittwoch noch von einem Sturm der Gefahrenstufe eins ausgegangen worden war. Gefahrenstufe zwei bedeutet, dass es zu umstürzenden Bäumen, Beschädigungen einzelnener Gebäudeteile und einer Behinderung des Schienenverkehrs kommen kann. Auslöser für das Unwetter ist ein Tief, das von den Britischen Inseln zur Ostsee zieht. Am Freitag werden die Winde im Verlaufe des Tages abnehmen.
Behörden warnen vor Waldspaziergängen
Die Behörden haben am Donnerstagmorgen vor dem herannahenden Sturm gewarnt. Die Solothurner Kantonspolizei warnte die Bevölkerung mit Radiodurchsagen «dringend davor, Waldspaziergänge zu unternehmen oder sich in der Nähe von Baumgruppen aufzuhalten». Es sei durchaus möglich, dass Bäume umstürzen. Wer sich während der Stürme in den Wald begebe oder sich in der Nähe von Baumgruppen aufhalte setze sich einer grossen Gefahr aus.
Auch der Waadtländer Forstdienst forderte dazu auf, Waldspaziergänge bis Freitagabend zu unterlassen. Auch auf den Strassen sei Vorsicht geboten. Die St. Galler Kantonspolizei erliess eine Verhaltensanweisung für den erwarteten Sturm. So seien unter anderem gefährdete Gegenstände zu sichern, Wälder und exponierte Orte wie Dächer, Gebäude- oder Felsvorsprünge zu meiden.
Autofahrer in Grossbritannien getötet
Bei dem schweren Sturm über Europa ist in Grossbritannien ein Autofahrer ums Leben gekommen. Der 54-jährige Mann wurde auf einer Landstrasse in der Nähe der mittelenglischen Stadt Bridgnorth getötet, als ein Ast die Windschutzscheibe seines Autos durchschlug.
Durch den Sturm kam es auf der britischen Insel in allen Landesteilen zu erheblichen Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr. Vielerorts gingen schwere Regenfälle nieder. Die Meteorologen erwarten Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern.
Frachtschiff in Seenot
Im Ärmelkanal ist zwischen England und Frankreich ein britisches Frachtschiff in Seenot geraten. Das Schiff mit insgesamt 26 Mann Besatzung an Bord droht nach Informationen der BBC vor der Küste von Cornwall zu sinken. In die Rettungsversuche sei auch die französische Küstenwache eingeschaltet, hiess es.
Der Schiffsverkehr von Dünkirchen und Calais nach England wurde wegen des Sturms und der Schliessung des Hafens Dover am Donnerstag eingestellt. In Paris wurden alle Friedhöfe und Parks geschlossen, um eine Gefährdung durch abbrechende Äste zu vermeiden.
Aktuelle Sturmwarnungen in der Schweiz von Meteosat
Live Web Cam von Dover UK




Bereits in der Nacht auf Donnerstag und am Donnerstagmorgen wurden an mehreren Stationen in der Schweiz starke Böen verzeichnet. Der Sturm «Jürgen» sorgte in Zürich für Windstärken bis 80 km/h, im freiburgischen Plaffeien bis 84 km/h. Nach «Jürgen» folgt bereits das Orkantief «Kyrill». Für den Donnerstagnachmittag rechneten die Meteorologen von MeteoSchweiz mit Geschwindigkeiten im Flachland bis 100 km/h.
Den Höhepunkt des Sturms sagten die Meteorologen für den Abend und die erste Hälfte der Nacht auf Freitag voraus. MeteoSchweiz rechnete in den Niederungen mit Böen bis 120 km/h, an erhöhten und exponierten Stellen gar bis 140 km/h. Über dem Jura und über den Alpen wurden Windspitzen bis 160 km/h vorausgesagt. Damit liege man aber noch unter Lothar, sagte Jacques Ambühl, Meteorologe bei MeteoSchweiz, auf Anfrage. Damals waren beispielsweise in Brienz Windgeschwindigkeiten von 180 km/h und in Schaffhausen 162 km/h gemessen worden.
Dennoch ordnete der nationale Wetterdienst den Sturm am Donnerstag in der Gefahrenstufe zwei ein, nachdem am Mittwoch noch von einem Sturm der Gefahrenstufe eins ausgegangen worden war. Gefahrenstufe zwei bedeutet, dass es zu umstürzenden Bäumen, Beschädigungen einzelnener Gebäudeteile und einer Behinderung des Schienenverkehrs kommen kann. Auslöser für das Unwetter ist ein Tief, das von den Britischen Inseln zur Ostsee zieht. Am Freitag werden die Winde im Verlaufe des Tages abnehmen.
Behörden warnen vor Waldspaziergängen
Die Behörden haben am Donnerstagmorgen vor dem herannahenden Sturm gewarnt. Die Solothurner Kantonspolizei warnte die Bevölkerung mit Radiodurchsagen «dringend davor, Waldspaziergänge zu unternehmen oder sich in der Nähe von Baumgruppen aufzuhalten». Es sei durchaus möglich, dass Bäume umstürzen. Wer sich während der Stürme in den Wald begebe oder sich in der Nähe von Baumgruppen aufhalte setze sich einer grossen Gefahr aus.
Auch der Waadtländer Forstdienst forderte dazu auf, Waldspaziergänge bis Freitagabend zu unterlassen. Auch auf den Strassen sei Vorsicht geboten. Die St. Galler Kantonspolizei erliess eine Verhaltensanweisung für den erwarteten Sturm. So seien unter anderem gefährdete Gegenstände zu sichern, Wälder und exponierte Orte wie Dächer, Gebäude- oder Felsvorsprünge zu meiden.
Autofahrer in Grossbritannien getötet
Bei dem schweren Sturm über Europa ist in Grossbritannien ein Autofahrer ums Leben gekommen. Der 54-jährige Mann wurde auf einer Landstrasse in der Nähe der mittelenglischen Stadt Bridgnorth getötet, als ein Ast die Windschutzscheibe seines Autos durchschlug.
Durch den Sturm kam es auf der britischen Insel in allen Landesteilen zu erheblichen Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr. Vielerorts gingen schwere Regenfälle nieder. Die Meteorologen erwarten Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern.
Frachtschiff in Seenot
Im Ärmelkanal ist zwischen England und Frankreich ein britisches Frachtschiff in Seenot geraten. Das Schiff mit insgesamt 26 Mann Besatzung an Bord droht nach Informationen der BBC vor der Küste von Cornwall zu sinken. In die Rettungsversuche sei auch die französische Küstenwache eingeschaltet, hiess es.
Der Schiffsverkehr von Dünkirchen und Calais nach England wurde wegen des Sturms und der Schliessung des Hafens Dover am Donnerstag eingestellt. In Paris wurden alle Friedhöfe und Parks geschlossen, um eine Gefährdung durch abbrechende Äste zu vermeiden.


sfux - 18. Jan, 13:34 Article 2158x read