Marcel Leemann: Mit „Meat Market“ das Fleisch durch die Schnute gezogen.
Stephan Fuchs – Die neue abendfüllende Tanzproduktion „Meat Market“ des Berner Choreographen Marcel Leemann hat überrascht. Mit drei Frauen und zwei Männern hat er in der Dampfzentrale Bern demonstriert, wo’s mit Tanzen langgeht.
“Physical Dance Theater“ nennt er seine Company die, um den alten Kern der japanischen Tänzerin Azusa Nishimura und dem New Yorker Eugene W. Rhodes III nun um drei neue Gesichter erweitert wurde. Toll. Einer davon, der Pole Mariusz Jedrzejewski, kann eigentlich gar nicht tanzen, sondern als Chemiker vor allem chemische Sachen basteln und noch viel besser Windsurfen. Als Surfer gehörte er zum polnischen olympischen Team.
Obwohl Windstille, Mariusz kann den feinen Jungs der Tanzszene locker um die Ohren sausen. Der Kerl ist stark, stolz und ein Talent. Nicht minder Azusa Nishimura, die über das ganze Stück über zeigt, was physische Arbeit ist. Über ein längeres Solo, das selbst von ihrer japanischen Kollegin Kana Ote ungläubig beobachtet wird, steigt die Angst beim Publikum. Die Powerfrau sollte eigentlich tot umfallen. Ihre physische Leistung ist beeindruckend, ihr verzweifelter Griff zur Wasserflasche stösst auf Verständnis.
Marcel Leemann’s Versuch dem Tanz ein neues Kleid zu verpassen mag gelingen, zumindest konkurrenziert er die qualvollen Versuche der etablierten Szene deftig. Beim Physical Dance Theater bleibt einem wenigstens die Schnute offen und das nicht vor gähnen.
Marcel Leemann Physical Dance Theater
“Physical Dance Theater“ nennt er seine Company die, um den alten Kern der japanischen Tänzerin Azusa Nishimura und dem New Yorker Eugene W. Rhodes III nun um drei neue Gesichter erweitert wurde. Toll. Einer davon, der Pole Mariusz Jedrzejewski, kann eigentlich gar nicht tanzen, sondern als Chemiker vor allem chemische Sachen basteln und noch viel besser Windsurfen. Als Surfer gehörte er zum polnischen olympischen Team.
Obwohl Windstille, Mariusz kann den feinen Jungs der Tanzszene locker um die Ohren sausen. Der Kerl ist stark, stolz und ein Talent. Nicht minder Azusa Nishimura, die über das ganze Stück über zeigt, was physische Arbeit ist. Über ein längeres Solo, das selbst von ihrer japanischen Kollegin Kana Ote ungläubig beobachtet wird, steigt die Angst beim Publikum. Die Powerfrau sollte eigentlich tot umfallen. Ihre physische Leistung ist beeindruckend, ihr verzweifelter Griff zur Wasserflasche stösst auf Verständnis.
Marcel Leemann’s Versuch dem Tanz ein neues Kleid zu verpassen mag gelingen, zumindest konkurrenziert er die qualvollen Versuche der etablierten Szene deftig. Beim Physical Dance Theater bleibt einem wenigstens die Schnute offen und das nicht vor gähnen.

sfux - 14. Mär, 07:51 Article 2907x read