Dokumentarfilm über Nazi-Netzwerke
Onlineredaktion – Peinlich für arte-tv ist, dass die Redaktion einen Dokumentarfilm groß ankündigen lässt aber nicht einmal den Namen des Regisseurs auf der WebSeite des deutsch-französischen Kulturkanals korrekt zu schreiben versteht. Daniel Schweizer (mit „r“) heißt der Mann, in Genf geboren.
Seit Dokumentarfilm „White Terror“, den arte-tv heute kurz vor Mitternacht senden will, ist der letzte Teil einer Trilogie über Skinheads, Hass und Rassismus. Angeblich mehr als zwei Jahre soll die Recherche über die aktivsten Extremistengruppen gedauert haben. Ausgelöst durch ein Neonazi-Video aus Skandinavien wurden die internationalen Verbindungen zwischen Rechtsextremisten von Stockholm über Moskau bis Dallas aufgedeckt.
Im Laufe der letzten fünf Jahre hat sich innerhalb der radikalen Gruppen der Rechtsextremisten eine bedeutende Wandlung vollzogen. Die Veteranen sind entweder zu alt geworden für den politischen Kampf oder inzwischen verstorben. Neue Ideologen tauchen überall in Europa, Nordamerika und Russland auf. Sie haben nicht immer einen kahl rasierten Schädel und sie haben Unternehmen, Vertriebsfirmen, Musikclubs, Zeitschriften, Verlage oder auch Internet-Seiten gegründet und alte Symbole durch neue ersetzt.
Als Ergebnis einer zunehmenden Globalisierung, der Auflösung klarer Grenzen und einer rasanten Verbreitung neuer Technologien mussten die USA und Schweden schockiert feststellen wie ihre Jugend zu rassistischer Gewalt anstachelt und diese zunehmend die ganze westliche Welt, aber auch Russland und seine Nachbarländer angesteckt hat. Die über das Internet und eine zunehmende Zahl von Büchern, Pamphleten, Zeitschriften, CDs, Audio- und Videokassetten verbreitete rassistische Propaganda gewinnt eine ständig wachsende Zuhörerschaft. In diesem Zusammenhang scheint die neonazistische Ideologie neue Territorien erobert und einen fruchtbaren Boden für ihre Propaganda gefunden zu haben.
Für ihre Jugend ist die Vergangenheit virtuelle Geschichte, in der das Reale nicht von seiner Nachahmung unterschieden werden kann. Ihre Vorstellungen von der Zukunft sind düster und bedrohlich. Nahezu 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind die USA zur Hochburg des Nazismus geworden.
Montag, 26. März 2007 um 23.10 Uhr
VPS : 23.10
Wiederholungen :
Keine Wiederholungen
White Terror
Dokumentarfilm, Schweiz 2005, ARTE / SSR
Regie: Daniel Schweizer
Der "film-dienst" schreibt: "Ein informativer Dokumentarfilm über neue Verbreitungswege und Strukturen rechtsradikaler Organisationen, die als internationale Netzwerke operieren und sich neuester Kommunikationsformen bedienen. Der unkommentierte Film setzt auf das Selbstentlarvungspotenzial zahlreicher, teils schockierender Aussagen überzeugter Rassisten."
Daniel Schweizer, Regisseur des mit Beifall überhäuften Dokumentarfilms "Skinhead Attitude", geht in "White Terror" den Kräften nach, die sich hinter den Slogans von "White Power" und "New Racists" verstecken. Im Jahr 2005 erhielt Schweizer für "White Terror" den Zürcher Filmpreis.
Seit Dokumentarfilm „White Terror“, den arte-tv heute kurz vor Mitternacht senden will, ist der letzte Teil einer Trilogie über Skinheads, Hass und Rassismus. Angeblich mehr als zwei Jahre soll die Recherche über die aktivsten Extremistengruppen gedauert haben. Ausgelöst durch ein Neonazi-Video aus Skandinavien wurden die internationalen Verbindungen zwischen Rechtsextremisten von Stockholm über Moskau bis Dallas aufgedeckt.
Im Laufe der letzten fünf Jahre hat sich innerhalb der radikalen Gruppen der Rechtsextremisten eine bedeutende Wandlung vollzogen. Die Veteranen sind entweder zu alt geworden für den politischen Kampf oder inzwischen verstorben. Neue Ideologen tauchen überall in Europa, Nordamerika und Russland auf. Sie haben nicht immer einen kahl rasierten Schädel und sie haben Unternehmen, Vertriebsfirmen, Musikclubs, Zeitschriften, Verlage oder auch Internet-Seiten gegründet und alte Symbole durch neue ersetzt.
Als Ergebnis einer zunehmenden Globalisierung, der Auflösung klarer Grenzen und einer rasanten Verbreitung neuer Technologien mussten die USA und Schweden schockiert feststellen wie ihre Jugend zu rassistischer Gewalt anstachelt und diese zunehmend die ganze westliche Welt, aber auch Russland und seine Nachbarländer angesteckt hat. Die über das Internet und eine zunehmende Zahl von Büchern, Pamphleten, Zeitschriften, CDs, Audio- und Videokassetten verbreitete rassistische Propaganda gewinnt eine ständig wachsende Zuhörerschaft. In diesem Zusammenhang scheint die neonazistische Ideologie neue Territorien erobert und einen fruchtbaren Boden für ihre Propaganda gefunden zu haben.
Für ihre Jugend ist die Vergangenheit virtuelle Geschichte, in der das Reale nicht von seiner Nachahmung unterschieden werden kann. Ihre Vorstellungen von der Zukunft sind düster und bedrohlich. Nahezu 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind die USA zur Hochburg des Nazismus geworden.
Montag, 26. März 2007 um 23.10 Uhr
VPS : 23.10
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Keine Wiederholungen
White Terror
Dokumentarfilm, Schweiz 2005, ARTE / SSR
Regie: Daniel Schweizer
Der "film-dienst" schreibt: "Ein informativer Dokumentarfilm über neue Verbreitungswege und Strukturen rechtsradikaler Organisationen, die als internationale Netzwerke operieren und sich neuester Kommunikationsformen bedienen. Der unkommentierte Film setzt auf das Selbstentlarvungspotenzial zahlreicher, teils schockierender Aussagen überzeugter Rassisten."
Daniel Schweizer, Regisseur des mit Beifall überhäuften Dokumentarfilms "Skinhead Attitude", geht in "White Terror" den Kräften nach, die sich hinter den Slogans von "White Power" und "New Racists" verstecken. Im Jahr 2005 erhielt Schweizer für "White Terror" den Zürcher Filmpreis.
onlineredaktion - 26. Mär, 11:10 Article 1117x read