Patentantrag: Für gentechnisch optimierte Politiker
World Content News - Politiker zählen zu einer Spezies, die kosten-nutzen-technisch für gewöhnlich eine miserable Ertragsbilanz aufweisen. Meistens sind es aus gesellschaftlicher Sicht immer die Falschen, die sich an die Spitze der Macht hochmogeln: Karrieristen, Populisten, Bürokraten und kompetenzfreie Volksvertreter. Doch diese sollen in Zukunft der Vergangenheit angehören, forderte
Greenpeace und hat eine Erfindung beim Europäischen Patentamt (EPA) eingereicht, die ein
"Gen-Profiling zur Auswahl von politischen Kandidaten" vorstellt, um Politiker künftig kommerziell besser nutzbar zu machen.
Hintergrund dieses "gemeingefährlichen" :-) Antrags ist der Protest gegen die Absurdität des europäischen Patentrechts, das stinknatürliche Eigenschaften und Erbanlagen von Pflanzen, Tiere und auch Gene von Menschen patentfähig macht.
Gentechnik-Konzerne könnten in Zukunft Gewebeproben bei Menschen, Tieren oder Pflanzen nehmen, um Gebühren für ganz gewöhnliche Erbanlagen abzukassieren. So hat z.B. bereits der Agrar-Konzern Syngenta große Teile des Reis-Genoms zum Patent angemeldet. Darunter fällt auch die Züchtung von anderem Getreide das ähnliches Erbgut hat wie der Reis, beispielsweise Mais und Weizen. Am Parade-Fall eines Patentes auf Brokkoli will das Europäische Patentamt in Kürze grundsätzlich entscheiden, ob konventionelle Pflanzen patentierbar sind. Das Ergebnis soll auch bindend sein für alle anhängigen Patentanträge und sogar für Nutztiere und deren Nachkommen.
Hier könnte künftig auch der Weg frei werden für die wirtschaftliche Verwertung von entsprechenden Genen und Genprofilen von Menschen. Das EPA hat bereits über 1000 Patente auf menschliche Gene erteilt. Die Patentanmeldung von Greenpeace setzt folgerichtig hier an und beschreibt auf dem technischen und rechtlichen Niveau bereits erteilter Patente ein ausgefeiltes Verfahren für die Auswahl von geeigneten Politikern ("marker assisted breeding").
"Haste mal eine Speichel- oder Haarprobe für eine DNA-Analyse ?" So oder ähnlich fragten Greenpeace-Aktivistinnen im Krankenschwesteroutfit Teilnehmer der Patentkonferenz "Europa der Innovationen" in Berlin, die vom Bundesjustizministerium gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ausgerichtet wurde. Immerhin rund 40 von ca. 400 Anwesenden waren begeistert und machten mit.
Greenpeace möchte das erfundene Verfahren streng nach wissenschaftlichen Kriterien einsetzen und anhand des über Gentests zu ermittelnden Politikererbgutes folgende Optimierungsmerkmale festlegen:
zur Auswahl von Politikern, die für bestimmten Regionen besonders regionaltypische Merkmale erfüllen müssen ("Regionaltyp")
zur Auswahl von Politikern, die für bundesweite oder europaweite Aufgaben möglichst wenig regionaltypische Merkmale erfüllen sollen ("Globaltyp")
zur Auswahl von Politikern mit besonders ausgeprägten und ungewöhnlichen Charakterzügen ("Charaktertyp")
Zur Auswahl von Politikern mit möglichst wenig gering ausgeprägtem Charaktertyp ("Flexibler Typ")
Zur Auswahl von Politikern, die für bestimmte Wählerschichten oder Themenspektren besonders geeignet sind ("inhaltlich gebundener Typ")
Zur Auswahl von Politikern, die zu allen Themen und Wählerschichten gleichermaßen eingesetzt werden können ("one-size-fits all Typ")
Von selbst versteht sich, dass z.B. ein in Bayern eingesetzter Regionaltyp jodeln können muss und ein Globaltyp möglichst wenige regionaltypische Rülpser von sich geben sollte, d.h. ein Bewerber für das Bundeskanzleramt, der Saumagen und Pfälzer Wein der universellen Currywurst vorzieht, hätte künftig keine Chancen mehr auf den Posten.
Und auch ein flexibler Typ, bei dem zugleich ausgeprägte Charaktereigenschaften des one-size-fits all-Typ vorhanden sind, wäre wohl besser von vorneherein als Energieberater bei osteuropäischen Marktwirtschaftsdiktaturen aufgehoben. Eine Genanalyse der derzeitigen Amtsinhaberin würde dagegen zu keinerlei aussagekräftigen Merkmalen führen. Die Experten streiten sich noch, ob das nicht die optimale Voraussetzung für so einen Job ist, denn wer nichts macht, kann auch nichts verkehrt machen und die Bürger haben so wenigstens ihre Ruhe,
Greenpeace versichert im übrigen, dass bei der Erstellung der Patentanmeldung der ethische und rechtliche Rahmen der europäischen Patentgesetze strikt beachtet wurde. Die Methode beruhe auf einem Abgleich von Gen-Profilen eines repräsentativen Ausschnitts der Bevölkerung mit den Profilen von PolitikerInnen oder solchen, die gerne Politiker werden wollen. Es melden sich inzwischen aber immer mehr Zweifler die monieren, dass ausgerechnet Politikergene in Zukunft schützenswert sein sollen.
Verlassen wir also den Bereich der Realsatire und kehren wir zum Schluss zur Ernsthaftigkeit des Anliegens zurück: Hier geht's zum Globalen Aufruf gegen Patente auf konventionelles Saatgut und Nutztiere
("no patents on seeds"), dem sich inzwischen schon viele andere Organisationen angeschlossen haben.
Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News


Hintergrund dieses "gemeingefährlichen" :-) Antrags ist der Protest gegen die Absurdität des europäischen Patentrechts, das stinknatürliche Eigenschaften und Erbanlagen von Pflanzen, Tiere und auch Gene von Menschen patentfähig macht.
Gentechnik-Konzerne könnten in Zukunft Gewebeproben bei Menschen, Tieren oder Pflanzen nehmen, um Gebühren für ganz gewöhnliche Erbanlagen abzukassieren. So hat z.B. bereits der Agrar-Konzern Syngenta große Teile des Reis-Genoms zum Patent angemeldet. Darunter fällt auch die Züchtung von anderem Getreide das ähnliches Erbgut hat wie der Reis, beispielsweise Mais und Weizen. Am Parade-Fall eines Patentes auf Brokkoli will das Europäische Patentamt in Kürze grundsätzlich entscheiden, ob konventionelle Pflanzen patentierbar sind. Das Ergebnis soll auch bindend sein für alle anhängigen Patentanträge und sogar für Nutztiere und deren Nachkommen.
Hier könnte künftig auch der Weg frei werden für die wirtschaftliche Verwertung von entsprechenden Genen und Genprofilen von Menschen. Das EPA hat bereits über 1000 Patente auf menschliche Gene erteilt. Die Patentanmeldung von Greenpeace setzt folgerichtig hier an und beschreibt auf dem technischen und rechtlichen Niveau bereits erteilter Patente ein ausgefeiltes Verfahren für die Auswahl von geeigneten Politikern ("marker assisted breeding").
"Haste mal eine Speichel- oder Haarprobe für eine DNA-Analyse ?" So oder ähnlich fragten Greenpeace-Aktivistinnen im Krankenschwesteroutfit Teilnehmer der Patentkonferenz "Europa der Innovationen" in Berlin, die vom Bundesjustizministerium gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ausgerichtet wurde. Immerhin rund 40 von ca. 400 Anwesenden waren begeistert und machten mit.
Greenpeace möchte das erfundene Verfahren streng nach wissenschaftlichen Kriterien einsetzen und anhand des über Gentests zu ermittelnden Politikererbgutes folgende Optimierungsmerkmale festlegen:






Von selbst versteht sich, dass z.B. ein in Bayern eingesetzter Regionaltyp jodeln können muss und ein Globaltyp möglichst wenige regionaltypische Rülpser von sich geben sollte, d.h. ein Bewerber für das Bundeskanzleramt, der Saumagen und Pfälzer Wein der universellen Currywurst vorzieht, hätte künftig keine Chancen mehr auf den Posten.
Und auch ein flexibler Typ, bei dem zugleich ausgeprägte Charaktereigenschaften des one-size-fits all-Typ vorhanden sind, wäre wohl besser von vorneherein als Energieberater bei osteuropäischen Marktwirtschaftsdiktaturen aufgehoben. Eine Genanalyse der derzeitigen Amtsinhaberin würde dagegen zu keinerlei aussagekräftigen Merkmalen führen. Die Experten streiten sich noch, ob das nicht die optimale Voraussetzung für so einen Job ist, denn wer nichts macht, kann auch nichts verkehrt machen und die Bürger haben so wenigstens ihre Ruhe,
Greenpeace versichert im übrigen, dass bei der Erstellung der Patentanmeldung der ethische und rechtliche Rahmen der europäischen Patentgesetze strikt beachtet wurde. Die Methode beruhe auf einem Abgleich von Gen-Profilen eines repräsentativen Ausschnitts der Bevölkerung mit den Profilen von PolitikerInnen oder solchen, die gerne Politiker werden wollen. Es melden sich inzwischen aber immer mehr Zweifler die monieren, dass ausgerechnet Politikergene in Zukunft schützenswert sein sollen.
Verlassen wir also den Bereich der Realsatire und kehren wir zum Schluss zur Ernsthaftigkeit des Anliegens zurück: Hier geht's zum Globalen Aufruf gegen Patente auf konventionelles Saatgut und Nutztiere


sfux - 2. Apr, 08:02 Article 1676x read