Studie bestätigt: Atomkraftwerke erhöhen Leukämierisiko
Dr. Alexander von Paleske - Anfang der 90er Jahre wurde über eine auffällige Leukämiehäufigkeit in der Nahe des Kernkraftwerks Krümmel berichtet, drei mal so hoch wie im Bundesdurchschnitt.
Alles Unfug, war die Antwort der zuständigen Behörden, die eine Studie in Auftrag gaben. Der Grund: Die Zahlen waren einfach zu gering, um statistische Signifikanz zu erreichen. Nun wurde erstmalig eine so genannte Metaanalyse von insgesamt 17 Studien veröffentlicht (European Journal of Cancer Care 16, 2007, 355).
In den Studien wurden von 1984 bis 1999 die Umgebung von insgesamt 136 Atomanlagen in Europa, den USA und in Japan in die Untersuchungen einbezogen. Diese Metaanalyse zeigt, dass die Leukämiehäufigkeit in der Umgebung von Kernkraftwerken bei Kindern bis neun Jahre um 14-21% erhöht ist.
Metaanalysen sind mittlerweile häufig auch in angesehenen Medizinzeitschriften anzufinden auch wenn ihnen manchmal der Geruch der Übernahme von Daten anderer Wissenschaftler anhängt ohne selbst sich der Mühe der Untersuchung und Erstellung von Daten selbst unterzogen zu haben.
Gerade aber dann, wenn die Fallzahlen einzelner Studien sehr gering sind, sodass die daraus gezogenen Schlüsse angreifbar bleiben bzw. nicht die nötige statistische Signifikanz haben, sind Metaanalysen unersetzlich. Und genau darum handelt es sich bei der nunmehr veröffentlichten Studie.
Die Wissenschaftler sind vorsichtig mit ihren Schlussfolgerungen, es könnten nach Ihrer Ansicht auch andere Umweltfaktoren verantwortlich sein. Schließlich habe der Organismus der Untersuchten keine erhöhte Reaktion auf Strahlen gezeigt.
Genau darauf hat sich nun die AKW-freundliche Presse gestürzt, um wieder einmal die Harmlosigkeit der Kernkraftwerke zu betonen. Wie ist diese Studie nun einzuschätzen?
Es ist seit den Atombombenexplosionen in Hiroshima und Nagasaki medizinisches Allgemeingut, dass radioaktive Strahlen Krebs erzeugen können, dabei steht an erster Stelle Blutkrebse wie Leukämien und Lymphome.
Nun ist die Empfindlichkeit des Körpers auf derartige Strahlen vom Lebensalter abhängig. Selbst geringe Strahlendosen können in einem bestimmten Lebensalter zu einem wesentlich höheren Risiko für bestimmte Krebskrankheiten führen, als in anderen Altersabschnitten.
Und das ist offensichtlich der Grund, warum gerade die Altersgruppe der bis zu Neunjährigen betroffen ist. In dieser Altersgruppe entwickelt sich das Immunsystem mit großer Geschwindigkeit, es kommt zu Umlagerungen in der Erbsubstanz als Vorbereitung zu und in Antwort auf die Auseinandersetzung mit so genannten Antigenen, also Bakterien, Viren und Pilzen.
In dieser Phase ist das lymphatische System daher gegenüber selbst geringen Strahlendosen erheblich verletzlicher als in späteren Lebensabschnitten. Insofern stellt das Ergebnis dieser Studie keineswegs eine Überraschung dar.
Allerdings auch nicht die Reaktion der Presse, die wieder einmal versucht, die Gefahren der AKW’s kleinzureden.
Alles Unfug, war die Antwort der zuständigen Behörden, die eine Studie in Auftrag gaben. Der Grund: Die Zahlen waren einfach zu gering, um statistische Signifikanz zu erreichen. Nun wurde erstmalig eine so genannte Metaanalyse von insgesamt 17 Studien veröffentlicht (European Journal of Cancer Care 16, 2007, 355).
In den Studien wurden von 1984 bis 1999 die Umgebung von insgesamt 136 Atomanlagen in Europa, den USA und in Japan in die Untersuchungen einbezogen. Diese Metaanalyse zeigt, dass die Leukämiehäufigkeit in der Umgebung von Kernkraftwerken bei Kindern bis neun Jahre um 14-21% erhöht ist.
Metaanalysen sind mittlerweile häufig auch in angesehenen Medizinzeitschriften anzufinden auch wenn ihnen manchmal der Geruch der Übernahme von Daten anderer Wissenschaftler anhängt ohne selbst sich der Mühe der Untersuchung und Erstellung von Daten selbst unterzogen zu haben.
Gerade aber dann, wenn die Fallzahlen einzelner Studien sehr gering sind, sodass die daraus gezogenen Schlüsse angreifbar bleiben bzw. nicht die nötige statistische Signifikanz haben, sind Metaanalysen unersetzlich. Und genau darum handelt es sich bei der nunmehr veröffentlichten Studie.
Die Wissenschaftler sind vorsichtig mit ihren Schlussfolgerungen, es könnten nach Ihrer Ansicht auch andere Umweltfaktoren verantwortlich sein. Schließlich habe der Organismus der Untersuchten keine erhöhte Reaktion auf Strahlen gezeigt.
Genau darauf hat sich nun die AKW-freundliche Presse gestürzt, um wieder einmal die Harmlosigkeit der Kernkraftwerke zu betonen. Wie ist diese Studie nun einzuschätzen?
Es ist seit den Atombombenexplosionen in Hiroshima und Nagasaki medizinisches Allgemeingut, dass radioaktive Strahlen Krebs erzeugen können, dabei steht an erster Stelle Blutkrebse wie Leukämien und Lymphome.
Nun ist die Empfindlichkeit des Körpers auf derartige Strahlen vom Lebensalter abhängig. Selbst geringe Strahlendosen können in einem bestimmten Lebensalter zu einem wesentlich höheren Risiko für bestimmte Krebskrankheiten führen, als in anderen Altersabschnitten.
Und das ist offensichtlich der Grund, warum gerade die Altersgruppe der bis zu Neunjährigen betroffen ist. In dieser Altersgruppe entwickelt sich das Immunsystem mit großer Geschwindigkeit, es kommt zu Umlagerungen in der Erbsubstanz als Vorbereitung zu und in Antwort auf die Auseinandersetzung mit so genannten Antigenen, also Bakterien, Viren und Pilzen.
In dieser Phase ist das lymphatische System daher gegenüber selbst geringen Strahlendosen erheblich verletzlicher als in späteren Lebensabschnitten. Insofern stellt das Ergebnis dieser Studie keineswegs eine Überraschung dar.
Allerdings auch nicht die Reaktion der Presse, die wieder einmal versucht, die Gefahren der AKW’s kleinzureden.
sfux - 27. Jul, 08:00 Article 2271x read