Vor dem Crash - Google-Earth zeigt krasse Risse in Minneapolis-Brücke
onlineredaktion - Nachher und vorher – Google-Earth macht es möglich. In Minneapolis stürzte eine achtspurige Mississippi-Brücke ein. Wissenschaftler, die die Brücke Wochen vor der Katastrophe untersuchten, geben sich ahnungslos. Sie hätten zwar Ermüdungsstellen gefunden, diese jedoch als nicht gravierend eingestuft. Sie und das Verkehrsministerium des Bundesstaates Minnesota hätten wahrscheinlich das Unglück verhindern können. Die „Star Tribüne“ berichtet, schon 2005 sei die Brücke als „strukturell fehlerhaft“ eingestuft worden und dieser Befund sei dem US-Verkehrsministerium bekannt gewesen – zumindest existiert der Hinweis in deren nationalen Brücken-Datei. Das Verkehrsministerium habe die Warnungen zur Kenntnis genommen, soll eine Sprecherin gesagt haben, und man sei sehr „vertraut“ damit.
Der Einsturz der Brücke. Mächtiger Wasserplatscher und pulverisierter Straßenbelag. Blick aus Süd nach Nord..
© 2007 Star Tribune

Verbogene Dehnungsfuge, die eigentlich schnurgerade hätten sein sollen. Davor, zur Flussmitte hin, gab das Tragwerk unter den Fahrbahnen nach. Blick von Nord (unten) nach Süd (oben).
© 2007 Star Tribune / Google Earth / Sanborn
Offensichtlich haben die US-Beamten Däumchen gedreht und auf den Brückeneinsturz gewartet. Im Nord-Bereich verlief ein krasser Riss quer über beide Fahrbahndecken. Er sieht auf dem ersten Blick wie eine Dehnungsfuge aus. Doch die wäre absolut gerade, wie die restlichen 4 Dehnungsfugen, die über der Brücken verteilt waren. Aber an dieser Stelle verlief die Fuge nicht mehr gerade wie mit dem Linial gezogen, sondern wich von dieser Linie ab - als hätte man ein Lineal verbogen.
Genau dort ist sie jetzt abgerissen. Im Google-Earth-Foto ist deutlich zu sehen wie es dort vorher aussah. Auch gab es in dem Bereich – wie auch anderswo über die Fahrbahndecke der Brücke verteilt – dunkle Ausbesserungsstellen. Überall dort, wo diese Stellen existierten, zerbrach die Brücke.
Ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Pylone der Brücke in Bewegung waren und zu Spannungen in der Brücke führten, die sie letztendlich zerbersten ließen.

Genau über dem Fluss: Gerade verlaufende Dehnungsfuge. Doch auch hier gab es Hinweise auf Spannungen. Die Fahrbahndecke musste direkt an der Dehnungsfuge ausgebessert werden.
© 2007 Google Earth / Sanborn

Häufung von Flickstellen im Straßenbelag in dem Bereich wo das Tragwerk zuerst einbrach. Oben: Süden, unten: Norden.
© 2007 Google Earth / Sanborn
Der Einsturz der Brücke. Mächtiger Wasserplatscher und pulverisierter Straßenbelag. Blick aus Süd nach Nord..
© 2007 Star Tribune

Verbogene Dehnungsfuge, die eigentlich schnurgerade hätten sein sollen. Davor, zur Flussmitte hin, gab das Tragwerk unter den Fahrbahnen nach. Blick von Nord (unten) nach Süd (oben).
© 2007 Star Tribune / Google Earth / Sanborn
Offensichtlich haben die US-Beamten Däumchen gedreht und auf den Brückeneinsturz gewartet. Im Nord-Bereich verlief ein krasser Riss quer über beide Fahrbahndecken. Er sieht auf dem ersten Blick wie eine Dehnungsfuge aus. Doch die wäre absolut gerade, wie die restlichen 4 Dehnungsfugen, die über der Brücken verteilt waren. Aber an dieser Stelle verlief die Fuge nicht mehr gerade wie mit dem Linial gezogen, sondern wich von dieser Linie ab - als hätte man ein Lineal verbogen.
Genau dort ist sie jetzt abgerissen. Im Google-Earth-Foto ist deutlich zu sehen wie es dort vorher aussah. Auch gab es in dem Bereich – wie auch anderswo über die Fahrbahndecke der Brücke verteilt – dunkle Ausbesserungsstellen. Überall dort, wo diese Stellen existierten, zerbrach die Brücke.
Ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Pylone der Brücke in Bewegung waren und zu Spannungen in der Brücke führten, die sie letztendlich zerbersten ließen.

Genau über dem Fluss: Gerade verlaufende Dehnungsfuge. Doch auch hier gab es Hinweise auf Spannungen. Die Fahrbahndecke musste direkt an der Dehnungsfuge ausgebessert werden.
© 2007 Google Earth / Sanborn

Häufung von Flickstellen im Straßenbelag in dem Bereich wo das Tragwerk zuerst einbrach. Oben: Süden, unten: Norden.
© 2007 Google Earth / Sanborn
onlineredaktion - 2. Aug, 15:47 Article 6506x read