Illustrierte VIEW - kein Honorar für Bildrechte
Harald Haack - Ein Ableger der Illustrierten STERN ist VIEW, eine Foto-Illustrierte, die sich ihre Käufer wohl vornehmlich bei Hobbyfotografen sucht, sich aber auch bei Profi-Fotografen bedient. Wer die WebSeite von VIEW aufruft, wird mit diesen Worten empfangen:
"Willkommen in der Fotocommunity der Zeitschrift VIEW. Hier können Sie ausgewählte Bilder und Serien ansehen, hochladen und bewerten. Das Besondere: Einmal pro Monat werden ausgewählte Fotos in der Zeitschrift VIEW veröffentlicht."
Dies ließ ich mir nicht zwei Mal sagen und registrierte mich am 28.2.2007, und durfte dann zunächst 15 Fotos zur VIEW-Community hochladen, danach nur noch 5 Fotos pro Woche. Falls ich jedoch mehr Fotos in der Community zeigen will, müßte ich dafür zahlen und ein Abo für VIEW abschließen. Dann erst gelte ich als "Profi-User" und darf die Fotos Anderer, die ebenfalls ihre Fotos in der VIEW-Community zeigen, mit Noten von 0 bis 10 versehen. Als nicht zahlender Foto-Lieferant aber darf ich wenigstens verbal meine Meinung zu den Fotos in der Communisty hinterlassen und bin lediglich "Gast".
Am 29. Oktober 2007 lud ich kurz nach Mitternacht ein historisches Foto zur VIEW-Community hoch.
Nicht ich hatte es fotografiert, sondern ein Herr Franz Schröder, ein früherer Verehrer meiner Großtante Hedwig. Sie schenkte es mir kurz vor ihrem Tod zusammen mit einem Stapel anderer Fotos, die meisten aber aus dem Fotoatelier ihres Vaters, dem Salzwedeler Fotografen und Stadtrat Otto Ludewigs.

Betrachtung des Schlosses Karlsruhe
© 1919-2007 Franz Schröder / Harald Haack
Franz Schröder machte sein Foto "Betrachtung des Schlosses Karlsruhe" an einem Weihnachtstag des Jahres 1919.
Der Original-Fotoabzug dieses Fotos, den ich besitze, ist stark vergraut und ziemlich dunkel - wirkt wie schlecht entwickelt. Ich digitalisierte das Foto, d.h. scannte es hochauflösend, restaurierte und colorierte es digital.
Bis jetzt wurde es in der VIEW-Community 59 Mal aufgerufen, erhielt es drei Mal die Bestnoten 10-10-10 für jeweils T=Technik | K=Kunst | W=Wirkung, sowie drei Kommentare.
Am 7. November 2007 schreibt mir Gunda K.* von der Bildredaktion von VIEW:
Liebes Mitglied der VIEW-Fotocommunity,
eine kleine Auswahl der besten Fotos der VIEW-Fotocommunity wird jeden Monat in VIEW abgedruckt. Das von Ihnen eingereichte Bild “Betrachtung des Schlosses Karlsruhe” dafür in die Vorauswahl gewählt worden und hat gute Chance, im nächsten Heft zu erscheinen. Vielen Dank für das klasse Foto!
Leider sind die für das Internet hochgeladenen Daten nicht groß genug, um davon zu drucken. Wir möchten Sie daher bitten, uns ein digitales Foto in größtmöglicher Auflösung zu schicken oder einen Abzug mit den Mindestmaßen 18 x 24 cm ( wenn möglich per E-Mail sonst per Post auf einem Datenträger ).
Per E-Mail an:
bildredaktion@view-magazin.de
Betreff: VIEW-Fotocommunity
(Per Post an:
Bildredaktion/
Redaktion VIEW
Am Baumwall 11
20459 Hamburg)
Mit der Zusendung des Bildes an uns versichern Sie, dass Sie mit einer kostenlosen Veröffentlichung einverstanden sind und Sie die Rechte an Ihrem Bild geben. Leider können wir aus organisatorischen Gründen das eingesandte Foto nicht zurückschicken. Dafür bitten wir um Verständnis.
Für eine eventuelle Veröffentlichung Ihres Bildes auf der VIEW-Fotocommunity-Seite benötigen wir noch folgende Details:
· Name:
· Alter:
· Wohnort:
· Telefonnummer:
· kurze Bildbeschreibung:
· Wann und wo und unter welchen Umständen wurde das Bild aufgenommen:
· druckfähiges Portrait von Ihnen zur Veröffentlichung
Leider können wir eine Veröffentlichung Ihres Fotos im Moment noch nicht garantieren, da es sich im Moment lediglich um eine Vorauswahl handelt. Meistens wird die endgültige Auswahl erst kurz vor Redaktionsausschluss getroffen. Sie hängt auch von der Mischung der unterschiedlichen Community-Bilder ab. Sollte Ihr Bild doch nicht gedruckt werden, hat das also keineswegs etwas mit dessen Qualität zu tun. Hielten wir Ihr Foto nicht für herausragend, hätten wir ja gar nicht erst an Sie gewandt. Sie erfahren es also, sofern Sie kein VIEW-Abonnent sind, erst am Zeitungskiosk. Das lässt sich leider nicht ändern.
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mit dem Bild und den Infos bei der Veröffentlichung im Heft helfen könnten.
Schon einmal vielen Dank für Ihre Mitarbeit. Und vielen Dank für Ihr Interesse an VIEW.
Herzliche Grüsse aus Hamburg
Ihr View Team!
Für meine Antwort verschwendete ich nicht so viele Worte:
"Sehr geehrtes VIEW-Team,
eine kostenlose Publikation des von Ihnen favorisierten Fotos in VIEW lehne ich ab.
Mit freundlichem Gruß
Harald Haack"
Ich publiziere es nun noch einmal in diesem Blog, in NACHRICHTEN HEUTE, weil ich hier dafür möglicherweise ein Honorar erhalte. Ein kleines Honorar vielleicht, aber immerhin ein Honorar. Eigenartig, dass sich der große Gruner & Jahr Verlag, in dem die Illustrierte VIEW erscheint, nicht einmal ein solch kleines Honorar mehr leisten kann. Oder sollte man besser sagen: "...nicht mehr leisten will"? Und nicht einmal ein Belegexemplar spuckt der Verlag für jene aus, von deren Fotos er lebt, und läßt Gunda K.* behaupten, dies ließe sich nicht ändern.
Meine Meinung über diesen Verlag und seine VIEW-Bildredaktion lässt sich nun erst recht nicht ändern:
Sehr geehrte Gunda K.*, vielen Dank für Ihre E-Mail. Meine Recherche, um den Nachweis für die rüden Methoden Ihres Arbeitgebers zu erhalten, nämlich wie er Geld mit nicht honorierten Leistungen macht, hat zwar 8 Monate gedauert, aber das Warten hat sich gelohnt.
* Der Name der Redakteurin, von deren Mail-Account die E-Mail im Namen der VIEW-Redaktion versandt wurde, wurde am 27. November 2007, 15:54 Uhr, hier geändert. Sie sei bei VIEW nur freie Mitarbeiterin, teilte sie mir telefonisch mit, und nicht verantwortlich für die Geflogenheiten des Verlages und der Redaktion.
"Willkommen in der Fotocommunity der Zeitschrift VIEW. Hier können Sie ausgewählte Bilder und Serien ansehen, hochladen und bewerten. Das Besondere: Einmal pro Monat werden ausgewählte Fotos in der Zeitschrift VIEW veröffentlicht."
Dies ließ ich mir nicht zwei Mal sagen und registrierte mich am 28.2.2007, und durfte dann zunächst 15 Fotos zur VIEW-Community hochladen, danach nur noch 5 Fotos pro Woche. Falls ich jedoch mehr Fotos in der Community zeigen will, müßte ich dafür zahlen und ein Abo für VIEW abschließen. Dann erst gelte ich als "Profi-User" und darf die Fotos Anderer, die ebenfalls ihre Fotos in der VIEW-Community zeigen, mit Noten von 0 bis 10 versehen. Als nicht zahlender Foto-Lieferant aber darf ich wenigstens verbal meine Meinung zu den Fotos in der Communisty hinterlassen und bin lediglich "Gast".
Am 29. Oktober 2007 lud ich kurz nach Mitternacht ein historisches Foto zur VIEW-Community hoch.
Nicht ich hatte es fotografiert, sondern ein Herr Franz Schröder, ein früherer Verehrer meiner Großtante Hedwig. Sie schenkte es mir kurz vor ihrem Tod zusammen mit einem Stapel anderer Fotos, die meisten aber aus dem Fotoatelier ihres Vaters, dem Salzwedeler Fotografen und Stadtrat Otto Ludewigs.

Betrachtung des Schlosses Karlsruhe
© 1919-2007 Franz Schröder / Harald Haack
Franz Schröder machte sein Foto "Betrachtung des Schlosses Karlsruhe" an einem Weihnachtstag des Jahres 1919.
Der Original-Fotoabzug dieses Fotos, den ich besitze, ist stark vergraut und ziemlich dunkel - wirkt wie schlecht entwickelt. Ich digitalisierte das Foto, d.h. scannte es hochauflösend, restaurierte und colorierte es digital.
Bis jetzt wurde es in der VIEW-Community 59 Mal aufgerufen, erhielt es drei Mal die Bestnoten 10-10-10 für jeweils T=Technik | K=Kunst | W=Wirkung, sowie drei Kommentare.
Am 7. November 2007 schreibt mir Gunda K.* von der Bildredaktion von VIEW:
Liebes Mitglied der VIEW-Fotocommunity,
eine kleine Auswahl der besten Fotos der VIEW-Fotocommunity wird jeden Monat in VIEW abgedruckt. Das von Ihnen eingereichte Bild “Betrachtung des Schlosses Karlsruhe” dafür in die Vorauswahl gewählt worden und hat gute Chance, im nächsten Heft zu erscheinen. Vielen Dank für das klasse Foto!
Leider sind die für das Internet hochgeladenen Daten nicht groß genug, um davon zu drucken. Wir möchten Sie daher bitten, uns ein digitales Foto in größtmöglicher Auflösung zu schicken oder einen Abzug mit den Mindestmaßen 18 x 24 cm ( wenn möglich per E-Mail sonst per Post auf einem Datenträger ).
Per E-Mail an:
bildredaktion@view-magazin.de
Betreff: VIEW-Fotocommunity
(Per Post an:
Bildredaktion/
Redaktion VIEW
Am Baumwall 11
20459 Hamburg)
Mit der Zusendung des Bildes an uns versichern Sie, dass Sie mit einer kostenlosen Veröffentlichung einverstanden sind und Sie die Rechte an Ihrem Bild geben. Leider können wir aus organisatorischen Gründen das eingesandte Foto nicht zurückschicken. Dafür bitten wir um Verständnis.
Für eine eventuelle Veröffentlichung Ihres Bildes auf der VIEW-Fotocommunity-Seite benötigen wir noch folgende Details:
· Name:
· Alter:
· Wohnort:
· Telefonnummer:
· kurze Bildbeschreibung:
· Wann und wo und unter welchen Umständen wurde das Bild aufgenommen:
· druckfähiges Portrait von Ihnen zur Veröffentlichung
Leider können wir eine Veröffentlichung Ihres Fotos im Moment noch nicht garantieren, da es sich im Moment lediglich um eine Vorauswahl handelt. Meistens wird die endgültige Auswahl erst kurz vor Redaktionsausschluss getroffen. Sie hängt auch von der Mischung der unterschiedlichen Community-Bilder ab. Sollte Ihr Bild doch nicht gedruckt werden, hat das also keineswegs etwas mit dessen Qualität zu tun. Hielten wir Ihr Foto nicht für herausragend, hätten wir ja gar nicht erst an Sie gewandt. Sie erfahren es also, sofern Sie kein VIEW-Abonnent sind, erst am Zeitungskiosk. Das lässt sich leider nicht ändern.
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mit dem Bild und den Infos bei der Veröffentlichung im Heft helfen könnten.
Schon einmal vielen Dank für Ihre Mitarbeit. Und vielen Dank für Ihr Interesse an VIEW.
Herzliche Grüsse aus Hamburg
Ihr View Team!
Für meine Antwort verschwendete ich nicht so viele Worte:
"Sehr geehrtes VIEW-Team,
eine kostenlose Publikation des von Ihnen favorisierten Fotos in VIEW lehne ich ab.
Mit freundlichem Gruß
Harald Haack"
Ich publiziere es nun noch einmal in diesem Blog, in NACHRICHTEN HEUTE, weil ich hier dafür möglicherweise ein Honorar erhalte. Ein kleines Honorar vielleicht, aber immerhin ein Honorar. Eigenartig, dass sich der große Gruner & Jahr Verlag, in dem die Illustrierte VIEW erscheint, nicht einmal ein solch kleines Honorar mehr leisten kann. Oder sollte man besser sagen: "...nicht mehr leisten will"? Und nicht einmal ein Belegexemplar spuckt der Verlag für jene aus, von deren Fotos er lebt, und läßt Gunda K.* behaupten, dies ließe sich nicht ändern.
Meine Meinung über diesen Verlag und seine VIEW-Bildredaktion lässt sich nun erst recht nicht ändern:
Sehr geehrte Gunda K.*, vielen Dank für Ihre E-Mail. Meine Recherche, um den Nachweis für die rüden Methoden Ihres Arbeitgebers zu erhalten, nämlich wie er Geld mit nicht honorierten Leistungen macht, hat zwar 8 Monate gedauert, aber das Warten hat sich gelohnt.
* Der Name der Redakteurin, von deren Mail-Account die E-Mail im Namen der VIEW-Redaktion versandt wurde, wurde am 27. November 2007, 15:54 Uhr, hier geändert. Sie sei bei VIEW nur freie Mitarbeiterin, teilte sie mir telefonisch mit, und nicht verantwortlich für die Geflogenheiten des Verlages und der Redaktion.
hha - 8. Nov, 23:09 Article 3112x read