Merkel und Sarkozy - Nun wieder einig?
Marcel-Franz Paulé - Sie hatte es unverhohlen gesagt und sich als „Querflöte“ in Sarkzoys Initiative eingemischt, die Mittelmeeranreiner zu einem Wirtschaftsbund zu vereinen – ganz nach dem Vorbild der früheren EWG, aus der die EU wurde. Deutschlands Kanzlerin Merkel wurde nun aber offensichtlich von Sarkozy abgrundtiefen Kontrabass überdröhnt. Ihr Hinweis, Ihre Warnung vom Mittwoch, das Projekt könne „Sprengkräfte in der EU freimachen", will sie nun nicht mehr als Kritik verstanden wissen. Die Mittelmeerregion sei „unser aller Aufgabe in Europa“, trällerte sie nun und behauptete, darüber sei sie sich mit dem französischen Präsidenten Sarkozy einig. Sie habe nur auf die Gefahr hingewiesen, ein Teil Europas könne sich nach Osten und der andere nach Süden orientieren. Befürchtet sie eine Spaltung der EU? Gibt es diese Spaltung nicht längst in mehrfacher Hinsicht? Gerade erst die Haltung der früheren Regierung Polens hat dies deutlich gemacht.
Zur Erinnerung:
Die vorherige polnische Regierung hatte sich für eine Stimmengewichtung nach dem Prinzip der Quadratwurzel eingesetzt. Dagegen setzte die deutsche EU-Ratspräsidentschaft auf die sogenannte „doppelte Mehrheit“, die auch in der gescheiterten EU-Verfassung festgelegt worden war. Der Vorschlag der Polen, vorgetragen vom damaligen polnischen Ministerpräsidenten Jaroslaw Kaczynski hatte, wie Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer den deutschen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF mitgeteilt hatte, beim Gipfeltreffen in Brüssel „Kopfschütteln auf allen Seiten hervorgerufen“.
Dagegen zeigte der EU-Kommssar Günther Verheugen damals Zivilcourage und warb um Verständnis für die polnische Haltung. Er versuchte zu erklären, wie wenig belastbar und sensibel das deutsch-polnische Verhältnis sei.
Die deutsch-französische Haltung muss auf Polen wie ein Auftritt der „Herrenmenschen“ gewirkt haben. Und natürlich war auch Eifersucht mit im Spiel und das uralte Ringen um Machterhalt der wirtschaftlich Reicheren.
Fazit
Gerade das erinnerte mich nun sehr an Frau Merkels gestern „unverhohlem Gesagtem“. Und nun mit einem Mal eitler Sonnenschein? Gewitter und die damit verbundenen Spannungen können sich schnell entladen. Man nennt es „Blitze“. Die jedoch sah niemand zwischen Merkel und Sarkozy.
Ich kann mir nicht helfen: Wahrscheinlich gibt es noch fest sitzende Blähungen im Freundschaftsklumpen Frankreich-Deutschland. Die aber sollen nun mutmaßlich ganz schnell mittels Public Relation weg gespült werden.
Zur Erinnerung:
Die vorherige polnische Regierung hatte sich für eine Stimmengewichtung nach dem Prinzip der Quadratwurzel eingesetzt. Dagegen setzte die deutsche EU-Ratspräsidentschaft auf die sogenannte „doppelte Mehrheit“, die auch in der gescheiterten EU-Verfassung festgelegt worden war. Der Vorschlag der Polen, vorgetragen vom damaligen polnischen Ministerpräsidenten Jaroslaw Kaczynski hatte, wie Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer den deutschen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF mitgeteilt hatte, beim Gipfeltreffen in Brüssel „Kopfschütteln auf allen Seiten hervorgerufen“.
Dagegen zeigte der EU-Kommssar Günther Verheugen damals Zivilcourage und warb um Verständnis für die polnische Haltung. Er versuchte zu erklären, wie wenig belastbar und sensibel das deutsch-polnische Verhältnis sei.
Die deutsch-französische Haltung muss auf Polen wie ein Auftritt der „Herrenmenschen“ gewirkt haben. Und natürlich war auch Eifersucht mit im Spiel und das uralte Ringen um Machterhalt der wirtschaftlich Reicheren.
Fazit
Gerade das erinnerte mich nun sehr an Frau Merkels gestern „unverhohlem Gesagtem“. Und nun mit einem Mal eitler Sonnenschein? Gewitter und die damit verbundenen Spannungen können sich schnell entladen. Man nennt es „Blitze“. Die jedoch sah niemand zwischen Merkel und Sarkozy.
Ich kann mir nicht helfen: Wahrscheinlich gibt es noch fest sitzende Blähungen im Freundschaftsklumpen Frankreich-Deutschland. Die aber sollen nun mutmaßlich ganz schnell mittels Public Relation weg gespült werden.
onlineredaktion - 6. Dez, 22:27 Article 1400x read