Die Kriege der Welt auf Google Earth
onlineredaktion - Konfliktforscher Nils B. Weidmann und die deutsche Kartografin Doreen Kuse haben mit «WarViews» ein Werkzeug zur Visualisierung von Kriegen programmiert. Damit ist erstmals ein Programm in der Lage, die Konflikte der Welt auf einen Blick zu studieren.
Mit «WarViews» können die Kriege der Welt auf Knopfdruck angezeigt werden. Dabei handelt es sich nicht im eigentlichen Sinn um eine Software, sondern um ein Datenpaket. Wahlweise können die Daten über eine Karte à la Google Maps oder aber als *.kml-Datei in Google Earth eingebunden werden.
«Geoinformationssysteme sind unübersichtlich und schwierig zu handhaben, besonders für jemanden, der sich nicht in erster Linie mit Computern und Informatik beschäftigt», erläutert Nils B. Weidmann gegenüber dem Magazin «ETH Life» das Projekt. Nachdem die Daten in Google Earth eingebunden sind, tauchen überall rote Flecken auf der Karte auf - überall wo die rote Marke aufleuchtet, findet oder fand ein kriegerischer Konflikt statt.
Der Clou: Ebenfalls markiert werden die Ressourcen des jeweiligen Landes. Diamant- und Edelsteinvorkommen sind gelb und grau markiert, Öl- und Gasfelder grün und rot. Auch der Verlauf von Erdölpipelines ist eingezeichnet. Auch die Territorien verschiedener Ethnien wurden in Eigenarbeit eingezeichnet.
Mittels Zeitachsen in Google Earth kann vorwärts oder rückwärts zwischen 1960 und 2004 gesprungen werden. «Gerade für die Erforschung von Konflikten ist dies unabdingbar, da es sich um dynamische Prozesse handelt», so der junge Forscher gegenüber dem ETH-Magazin. Bereits haben Universitäten ihr Interesse angemeldet. So soll «WarViews» Norwegian University of Science and Technology in Trondheim eingesetzt werden.
ETH
Mit «WarViews» können die Kriege der Welt auf Knopfdruck angezeigt werden. Dabei handelt es sich nicht im eigentlichen Sinn um eine Software, sondern um ein Datenpaket. Wahlweise können die Daten über eine Karte à la Google Maps oder aber als *.kml-Datei in Google Earth eingebunden werden.
«Geoinformationssysteme sind unübersichtlich und schwierig zu handhaben, besonders für jemanden, der sich nicht in erster Linie mit Computern und Informatik beschäftigt», erläutert Nils B. Weidmann gegenüber dem Magazin «ETH Life» das Projekt. Nachdem die Daten in Google Earth eingebunden sind, tauchen überall rote Flecken auf der Karte auf - überall wo die rote Marke aufleuchtet, findet oder fand ein kriegerischer Konflikt statt.
Der Clou: Ebenfalls markiert werden die Ressourcen des jeweiligen Landes. Diamant- und Edelsteinvorkommen sind gelb und grau markiert, Öl- und Gasfelder grün und rot. Auch der Verlauf von Erdölpipelines ist eingezeichnet. Auch die Territorien verschiedener Ethnien wurden in Eigenarbeit eingezeichnet.
Mittels Zeitachsen in Google Earth kann vorwärts oder rückwärts zwischen 1960 und 2004 gesprungen werden. «Gerade für die Erforschung von Konflikten ist dies unabdingbar, da es sich um dynamische Prozesse handelt», so der junge Forscher gegenüber dem ETH-Magazin. Bereits haben Universitäten ihr Interesse angemeldet. So soll «WarViews» Norwegian University of Science and Technology in Trondheim eingesetzt werden.

sfux - 17. Dez, 14:21 Article 3074x read