Gaddafi: Mordanschlag in Djibuti - und das Auswärtige Amt
onlineredaktion - Vor 21 Jahren wurden, bei einem offenbar von Libyens Herrscher Gaddafi gesteuerten Bombenanschlag in Djibouti, vier deutsche Nachwuchswissenschaftler ermordet, die sich mit dem Forschungsschiff Meteor dort aufhielten: Annette Barthelt, Daniel Reinschmidt, Hans-Wilhelm Halbeisen und Marco Buchalla. Drei weitere wurden schwer verletzt. Nachrichten Heute hat sich in einem Artikel ausführlich mit den damaligen Vorgängen beschäftigt und von einer Vertuschungsaktion des Auswärtigen Amtes gesprochen.
Nun scheint langsam klar, warum das Auswärtige Amt nichts unternahm und stattdessen die Eltern, welche die Aufklärung der Vorfälle und Bestrafung der Täter verlangten, offenbar abwimmelte.
Wie die FAZ kürzlich berichtete, hatte das Bundeskriminalamt Libyens Diktator bereits seit dem Jahre 1979 in Sachen Personenschutz unterstützt. Darüber hinaus hatte Gaddafi bei einem Besuch des damaligen Innenministers Baum erklärt, man halte die Rote Armee Fraktion (RAF) für geisteskrank. Das verfehlte seine Wirkung nicht. Gaddafi wurde gebeten, Druck auf die PLO auszuüben und RAF-Leuten keine materielle oder logistische Unterstützung sowie keinen Unterschlupf zu gewähren. Gaddafi kam offenbar dieser Bitte nach. Die PLO gehorchte, sie war von den finanziellen Unterstützungen aus Libyen abhängig.
Als sich nach dem Anschlag in Djibouti herausstellte, dass der Anschlag den Franzosen gegolten hatte und die deutschen Opfer "lediglich ein Kollateralschaden“ waren, war die Angelegenheit für die Bundesrepublik und das Auswärtige Amt offenbar „erledigt“. Die guten Beziehungen zu Libyen wollte man nicht aufs Spiel setzen. Die berechtigten Interessen der Anschlagsopfer, bzw. der Familien der Getöteten, spielten offenbar keine Rolle.
Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti
Nun scheint langsam klar, warum das Auswärtige Amt nichts unternahm und stattdessen die Eltern, welche die Aufklärung der Vorfälle und Bestrafung der Täter verlangten, offenbar abwimmelte.
Wie die FAZ kürzlich berichtete, hatte das Bundeskriminalamt Libyens Diktator bereits seit dem Jahre 1979 in Sachen Personenschutz unterstützt. Darüber hinaus hatte Gaddafi bei einem Besuch des damaligen Innenministers Baum erklärt, man halte die Rote Armee Fraktion (RAF) für geisteskrank. Das verfehlte seine Wirkung nicht. Gaddafi wurde gebeten, Druck auf die PLO auszuüben und RAF-Leuten keine materielle oder logistische Unterstützung sowie keinen Unterschlupf zu gewähren. Gaddafi kam offenbar dieser Bitte nach. Die PLO gehorchte, sie war von den finanziellen Unterstützungen aus Libyen abhängig.
Als sich nach dem Anschlag in Djibouti herausstellte, dass der Anschlag den Franzosen gegolten hatte und die deutschen Opfer "lediglich ein Kollateralschaden“ waren, war die Angelegenheit für die Bundesrepublik und das Auswärtige Amt offenbar „erledigt“. Die guten Beziehungen zu Libyen wollte man nicht aufs Spiel setzen. Die berechtigten Interessen der Anschlagsopfer, bzw. der Familien der Getöteten, spielten offenbar keine Rolle.

sfux - 4. Mai, 17:36 Article 2554x read