Kriegsmüde? Boeing von USAF-Kontraktor zerbricht in Brüssel in zwei Hälften
[Update.] Ein großes Frachtflugzeug, das im Auftrag des US-Militärs unterwegs war, ist beim Start in Brüssel mitten durch gebrochen. Die Maschine vom Typ Boeing 747-200 der US-Firma Kalitta Air war auf dem Weg nach Bahrain und kam nach Angaben der Feuerwehr und von Augenzeugen von der Startbahn ab. Vorangegangen war ein seltsames Geräusch, was den Piloten veranlasste, den Startvorgang abzubrechen und das Flugzeug wieder am Boden aufzusetzen. Dadurch brach es wie ein morscher Ast in zwei Teile.
Die fünfköpfige Besatzung trug nur leichte Verletzungen davon. Sie hatte sich über Rutschen in Sicherheit gebracht.
Zunächst wurde vermutet, dass die Boeing auch Kriegsgerät für die US-Armee transportierte.

Zum Video auf CNN ...
Denn Kalitta Air ist eine Frachtfirma der eher unüblichen Art. Sie hat eine weltweite Sondererlaubnis zur Landung auf US-Militärflughäfen (CALP) und ist hauptsächlich für die amerikanische Luftwaffe (Air Mobility Command) unterwegs. 2005 ergatterte sie von der US-Armee einen Vertrag über 1,2 Milliarden Dollar. Ebenfalls anrüchig: Amnesty International hatte die Firma vor Jahren verdächtigt, an den Gefangenentransporten der CIA beteiligt zu sein.

Konkret handelte es sich bei der verunfallten Maschine um eine Boeing 747-209F/SCD, Baujahr 1980, mit der Registriernummer N704CK und der Seriennummer 22299/462. 2003 ging sie von der China Airlines an den Unternehmer Conrad Kalitta aus Michigan über. Er besitzt eine Flotte von ca. 20 Maschinen dieser Bauart. Die N704CK war im Jahr 2004 auch häufiger in Deutschland zu sehen.
Gefährliches Material schien nicht an Bord gewesen zu sein. Angeblich hatte das Flugzeug 76 Tonnen Fracht geladen, darunter ein Auto und etwa zur Hälfte Post. So jedenfalls die offizielle Verlautbarung. Damit war der Frachtjumbo ungefähr zu drei Vierteln seiner Kapazität ausgelastet.

Kriegscarrier N704CK: Diesmal ohne Leichen ...
Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die Firma Kalitta Air auch der Hauptvertragspartner (11 Mio. Dollar) für den Transport von kriegsgefallenen Soldaten im Irak ist. Wäre der Frachter auf dem Rückweg gewesen, hätte der Crash vermutlich noch mehr Aufsehen erregt.
Die Flugzeuge der Kalitta Air werden für eine Parade am Memorial Day (30. Mai) zurück erwartet, der zu Ehren der im Krieg für das Land Gefallenen begangen wird. Nun ist es wohl eins weniger.

... zum Memorial Day
Der Unfall verursachte zunächst Verspätungen beim Flugbetrieb in Brüssel. Auch der Zugverkehr vom und zum Airport wurde aus Sicherheitsgründen vorübergehend unterbrochen. Die Boeing kam nur wenige Meter vor einer vielbefahrenen ICE-Strecke zu stehen. Dieses Foto zeigt eindringlich, wie nahe die moderne Zivilisation wieder mal an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist. Doch solche Details sind für die Mainstream-Medien kaum eine Meldung wert.
Quellen:
Frachtflugzeug zerbricht in Brüssel (blick.ch, 25.05.2008)
Military contractor’s 747 crashes just before Memorial day (corpwatch.org, 25.05.2008)
Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News
Die fünfköpfige Besatzung trug nur leichte Verletzungen davon. Sie hatte sich über Rutschen in Sicherheit gebracht.
Zunächst wurde vermutet, dass die Boeing auch Kriegsgerät für die US-Armee transportierte.

Denn Kalitta Air ist eine Frachtfirma der eher unüblichen Art. Sie hat eine weltweite Sondererlaubnis zur Landung auf US-Militärflughäfen (CALP) und ist hauptsächlich für die amerikanische Luftwaffe (Air Mobility Command) unterwegs. 2005 ergatterte sie von der US-Armee einen Vertrag über 1,2 Milliarden Dollar. Ebenfalls anrüchig: Amnesty International hatte die Firma vor Jahren verdächtigt, an den Gefangenentransporten der CIA beteiligt zu sein.

Konkret handelte es sich bei der verunfallten Maschine um eine Boeing 747-209F/SCD, Baujahr 1980, mit der Registriernummer N704CK und der Seriennummer 22299/462. 2003 ging sie von der China Airlines an den Unternehmer Conrad Kalitta aus Michigan über. Er besitzt eine Flotte von ca. 20 Maschinen dieser Bauart. Die N704CK war im Jahr 2004 auch häufiger in Deutschland zu sehen.
Gefährliches Material schien nicht an Bord gewesen zu sein. Angeblich hatte das Flugzeug 76 Tonnen Fracht geladen, darunter ein Auto und etwa zur Hälfte Post. So jedenfalls die offizielle Verlautbarung. Damit war der Frachtjumbo ungefähr zu drei Vierteln seiner Kapazität ausgelastet.

Kriegscarrier N704CK: Diesmal ohne Leichen ...
Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die Firma Kalitta Air auch der Hauptvertragspartner (11 Mio. Dollar) für den Transport von kriegsgefallenen Soldaten im Irak ist. Wäre der Frachter auf dem Rückweg gewesen, hätte der Crash vermutlich noch mehr Aufsehen erregt.
Die Flugzeuge der Kalitta Air werden für eine Parade am Memorial Day (30. Mai) zurück erwartet, der zu Ehren der im Krieg für das Land Gefallenen begangen wird. Nun ist es wohl eins weniger.

... zum Memorial Day
Der Unfall verursachte zunächst Verspätungen beim Flugbetrieb in Brüssel. Auch der Zugverkehr vom und zum Airport wurde aus Sicherheitsgründen vorübergehend unterbrochen. Die Boeing kam nur wenige Meter vor einer vielbefahrenen ICE-Strecke zu stehen. Dieses Foto zeigt eindringlich, wie nahe die moderne Zivilisation wieder mal an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist. Doch solche Details sind für die Mainstream-Medien kaum eine Meldung wert.
Quellen:
Frachtflugzeug zerbricht in Brüssel (blick.ch, 25.05.2008)
Military contractor’s 747 crashes just before Memorial day (corpwatch.org, 25.05.2008)

sfux - 25. Mai, 20:14 Article 4159x read
super artikel