Das neue Afrika meldet sich zu Simbabwe zu Wort
Dr. Alexander von Paleske - In die Stellungnahmen der afrikanischen Regierungen zum Wahlausgang in Simbabwe kommen andere Töne, als die der Billigung oder Tolerierung des Wahlergebnisses.
In der Regierungszeitung Botswanas „Daily News“ heisst es auf der ersten Seite
„Zim results unacceptable“ – Das Wahlergebnis in Simbabwe kann nicht akzeptiert werden.
Und weiter heisst es „das Ergebnis der Wahlen gibt keine Legitimation für eine Regierung Mugabe“. In dieser Richtung äusserte sich auch Botswanas Vizepräsident Mompati Merafhe während des Gipfels in Sharm el Sheik/Aegypten wo er Botswanas Präsident Ian Khama vertrat.

Botswanas Daily News vom 3.7.2008
Aber Botswana ist nicht die einzige Stimme, Kenias Premier Odinga, und Sambias Präsident Mwanawasa schlagen gleiche Töne an, wobei Odinga den Einsatz einer Interventionsstreitmacht gegen Mugabe forderte.
Botswana, das bereits Truppen an die Grenze zu Simbabwe verlegt hatte, wäre sicherlich bereit gewesen, wie auch im Jahre 1998 in Lesotho, an einer afrikanischen Interventionsstreitmacht sich zu beteiligen. Diese würde jedoch am Widerstand Südafrikas scheitern, genauer gesagt an dem Widerstand des Mugabe-Freundes Thabo Mbeki.
Mbeki, der ewige Vermittler, zu Besuch
Mbeki war heute wieder zu Besuch in Simbabwe um die „kenianische Lösung“ auszuhandeln.
Der Oppositionsführer Tsvangirai weigerte sich, an einem Treffen mit ihm teilzunehmen, er lehnt ihn als "Freund Mugabes" als parteiisch ab. Mugabe will umgekehrt nur mit Tsvangirai reden, wenn er ihn als rechtmässigen Staatspräsidenten anerkennt, eine glatte Unverfrorenheit nach dem gewaltsamen Wahlbetrug.
Mugabe und Mbeki trafen sich daraufhin mit den Vertretern der Minderheits- (Ndebele) Fraktion der Opposition, Arthur Mutambara und Welshman Ncube.
Mugabe hat offenbar vor, alsbald ein neues Kabinett vorzustellen in welchem er einige Ministerposten, selbstverständlich nicht die für Inneres, Auesseres, Verteidigung, Landwirtschaft und Minen, der Opposition anbieten will.
Mbeki kehrte, wie üblich, unverrichteter Dinge am Abend nach Südafrika zurück.
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„Zim results unacceptable“ – Das Wahlergebnis in Simbabwe kann nicht akzeptiert werden.
Und weiter heisst es „das Ergebnis der Wahlen gibt keine Legitimation für eine Regierung Mugabe“. In dieser Richtung äusserte sich auch Botswanas Vizepräsident Mompati Merafhe während des Gipfels in Sharm el Sheik/Aegypten wo er Botswanas Präsident Ian Khama vertrat.

Botswanas Daily News vom 3.7.2008
Aber Botswana ist nicht die einzige Stimme, Kenias Premier Odinga, und Sambias Präsident Mwanawasa schlagen gleiche Töne an, wobei Odinga den Einsatz einer Interventionsstreitmacht gegen Mugabe forderte.
Botswana, das bereits Truppen an die Grenze zu Simbabwe verlegt hatte, wäre sicherlich bereit gewesen, wie auch im Jahre 1998 in Lesotho, an einer afrikanischen Interventionsstreitmacht sich zu beteiligen. Diese würde jedoch am Widerstand Südafrikas scheitern, genauer gesagt an dem Widerstand des Mugabe-Freundes Thabo Mbeki.
Mbeki, der ewige Vermittler, zu Besuch
Mbeki war heute wieder zu Besuch in Simbabwe um die „kenianische Lösung“ auszuhandeln.
Der Oppositionsführer Tsvangirai weigerte sich, an einem Treffen mit ihm teilzunehmen, er lehnt ihn als "Freund Mugabes" als parteiisch ab. Mugabe will umgekehrt nur mit Tsvangirai reden, wenn er ihn als rechtmässigen Staatspräsidenten anerkennt, eine glatte Unverfrorenheit nach dem gewaltsamen Wahlbetrug.
Mugabe und Mbeki trafen sich daraufhin mit den Vertretern der Minderheits- (Ndebele) Fraktion der Opposition, Arthur Mutambara und Welshman Ncube.
Mugabe hat offenbar vor, alsbald ein neues Kabinett vorzustellen in welchem er einige Ministerposten, selbstverständlich nicht die für Inneres, Auesseres, Verteidigung, Landwirtschaft und Minen, der Opposition anbieten will.
Mbeki kehrte, wie üblich, unverrichteter Dinge am Abend nach Südafrika zurück.






onlinedienst - 5. Jul, 21:02 Article 1589x read