Atommülltransport fuhr nach Frankreich
Michael Schulze von Glaßer - Eigentlich hatten die Atomkraftgegnerinnen und Gegner aus Münster und Umgebung am Mittwoch, den 10. Dezember 2008 einen Atommülltransport nach Russland erwartet, der durch den Hauptbahnhof rollen sollte – in Russland wird der strahlende deutsche Abfall endgelagert. Umso größer war die Überraschung als die Polizei mitteilte, dass der Transport bereits am vorherigen Montag, den 8. Dezember fuhr.

Es handelte sich bei dem Transport um 28 Behälter mit jeweils 12,5 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid, dass zum südfranzösischen Atomstandort Pierrelatte/Tricastin gebracht wurde
Die Anti-Atom-Initiativen ließen sich dennoch nicht beirren und demonstrierten wie zuvor angekündigt am Mittwochabend vorm Hauptbahnhof von Münster für die Schließung der Anreicherungsanlage. Rund 70 Atomkraftgegner beteiligten sich am Aufzug rund um den Hauptbahnhof und taten ihre Meinung auf bunten Transparenten kund.
Wie die Betreiberfirma der Urananreicherungsanlage gegenüber Nachrichten heute mitteilte, handelte es sich bei dem Transport um 28 Behälter mit jeweils 12,5 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid, dass zum südfranzösischen Atomstandort Pierrelatte/Tricastin gebracht wurde. Normalerweise verbleibt der bei der Urananreicherung entstehende abgereicherte Uranmüll beim Anreicherer, sprich bei der Betreiberfirma Urenco in Gronau. Anders in diesem Fall, bei dem bereits der Kaufvertrag die Rücknahme auch des abgereicherten Materials durch die französische Atomfirma Areva beinhaltete.
„Das zeigt, dass die Urenco keinen Plan hat was sie mit dem Müll machen soll“, so Matthias Eickhoff, Sprecher vom „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“. Er gab zu bedenken, dass auch Areva Verträge mit Russland hat – der radioaktive deutsche Atommüll letztendlich also doch in Sibirien landen könnte.
Die Verträge zwischen der Urenco und dem russischen Unternehmen Techsnabexport, einer Agentur der Föderalen Agentur für Atomenergie Russlands, laufen mit dem Jahr 2009 aus. Rund 28.000 Tonnen abgereicherter Uranmüll sind seit 1995 mit dem Segen beider Regierungen und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) nach Russland exportiert worden.
Im vergangenen Oktober kündigte die russische Behörde an, die bestehenden Verträge nicht weiter zu verlängern. Die Urenco Deutschland GmbH hat für diesen Fall bereits 2005 von der nordrhein-westfälischen Landesregierung die Genehmigung zum Bau eines atomaren Zwischenlagers für 60.000 Tonnen Uranoxid neben der bestehenden Anlage in Gronau eingeholt. Wann mit dem Bau des unpopulären Zwischenlagers begonnen werden soll ist noch unbekannt. Sicher ist hingegen, dass die Atommülltransporte durch das Münsterland trotz des Exportstopps nach Russland weiter zunehmen werden.
Der Atommüll aus Gronau darf im zukünftigen Zwischenlager nur als weniger gefährliches Uranoxid gelagert werden, eine dafür notwendige Dekonversionsanlage gibt es in Deutschland bisher nicht. Atomtransporte zum südfranzösischen Atomkomplex Pierrelatte/Tricastin wie am Montag sind die Folge – dort steht eine solche Anlage. Nach der Umwandlung soll der Atommüll dann zur Zwischenlagerung zurück zum Standort Gronau gebracht werden – durch Münster könnten in Zukunft also noch mehr gefährliche Atommülltransporte rollen.
„Kommt der Atommüll mit Luftfeuchtigkeit in Berührung bildet sich hochgiftige Flusssäure. Bei einem Unfall im Bahnhof von Münster müsste je nach Windrichtung wohl die gesamte Innenstadt im Umkreis von mehreren Kilometern evakuiert werden“, erklärte Matthias Eickhoff am Mittwochabend in seiner Rede während des Anti-Atom-Protests. Auch in Zukunft soll es Proteste geben.

Es handelte sich bei dem Transport um 28 Behälter mit jeweils 12,5 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid, dass zum südfranzösischen Atomstandort Pierrelatte/Tricastin gebracht wurde
Die Anti-Atom-Initiativen ließen sich dennoch nicht beirren und demonstrierten wie zuvor angekündigt am Mittwochabend vorm Hauptbahnhof von Münster für die Schließung der Anreicherungsanlage. Rund 70 Atomkraftgegner beteiligten sich am Aufzug rund um den Hauptbahnhof und taten ihre Meinung auf bunten Transparenten kund.
Wie die Betreiberfirma der Urananreicherungsanlage gegenüber Nachrichten heute mitteilte, handelte es sich bei dem Transport um 28 Behälter mit jeweils 12,5 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid, dass zum südfranzösischen Atomstandort Pierrelatte/Tricastin gebracht wurde. Normalerweise verbleibt der bei der Urananreicherung entstehende abgereicherte Uranmüll beim Anreicherer, sprich bei der Betreiberfirma Urenco in Gronau. Anders in diesem Fall, bei dem bereits der Kaufvertrag die Rücknahme auch des abgereicherten Materials durch die französische Atomfirma Areva beinhaltete.
„Das zeigt, dass die Urenco keinen Plan hat was sie mit dem Müll machen soll“, so Matthias Eickhoff, Sprecher vom „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“. Er gab zu bedenken, dass auch Areva Verträge mit Russland hat – der radioaktive deutsche Atommüll letztendlich also doch in Sibirien landen könnte.
Die Verträge zwischen der Urenco und dem russischen Unternehmen Techsnabexport, einer Agentur der Föderalen Agentur für Atomenergie Russlands, laufen mit dem Jahr 2009 aus. Rund 28.000 Tonnen abgereicherter Uranmüll sind seit 1995 mit dem Segen beider Regierungen und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) nach Russland exportiert worden.
Im vergangenen Oktober kündigte die russische Behörde an, die bestehenden Verträge nicht weiter zu verlängern. Die Urenco Deutschland GmbH hat für diesen Fall bereits 2005 von der nordrhein-westfälischen Landesregierung die Genehmigung zum Bau eines atomaren Zwischenlagers für 60.000 Tonnen Uranoxid neben der bestehenden Anlage in Gronau eingeholt. Wann mit dem Bau des unpopulären Zwischenlagers begonnen werden soll ist noch unbekannt. Sicher ist hingegen, dass die Atommülltransporte durch das Münsterland trotz des Exportstopps nach Russland weiter zunehmen werden.
Der Atommüll aus Gronau darf im zukünftigen Zwischenlager nur als weniger gefährliches Uranoxid gelagert werden, eine dafür notwendige Dekonversionsanlage gibt es in Deutschland bisher nicht. Atomtransporte zum südfranzösischen Atomkomplex Pierrelatte/Tricastin wie am Montag sind die Folge – dort steht eine solche Anlage. Nach der Umwandlung soll der Atommüll dann zur Zwischenlagerung zurück zum Standort Gronau gebracht werden – durch Münster könnten in Zukunft also noch mehr gefährliche Atommülltransporte rollen.
„Kommt der Atommüll mit Luftfeuchtigkeit in Berührung bildet sich hochgiftige Flusssäure. Bei einem Unfall im Bahnhof von Münster müsste je nach Windrichtung wohl die gesamte Innenstadt im Umkreis von mehreren Kilometern evakuiert werden“, erklärte Matthias Eickhoff am Mittwochabend in seiner Rede während des Anti-Atom-Protests. Auch in Zukunft soll es Proteste geben.
sfux - 18. Dez, 20:03 Article 3728x read