In Journalistenmord verwickelter ukrainischer Ex-Innenminister tot
KIEW - In der Affäre um den Mord an einem Journalisten in der Ukraine ist der als Zeuge geladene frühere Innenminister Juri Krawtschenko am Freitag tot aufgefunden worden. Er sollte am selben Tag von der Generalstaatsanwaltschaft befragt werden.
Krawtschenko war einer der Hauptverdächtigen im Fall des ermordeten Journalisten und Regierungskritikers Georgi Gongadse. Nach ersten Polizeiangaben soll Krawtschenko in seinem Wochenendhaus bei Kiew Selbstmord begangen haben.
Der enge Vertraute von Ex-Präsident Leonid Kutschma soll nach Polizeiangaben in einem Abschiedsbrief das frühere Staatsoberhaupt mit seinem Selbstmord in Verbindung gebracht haben.
"Kutschma und seine Umgebung" seien der Grund für seine Entscheidung, soll Krawtschenko geschrieben haben, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf eine ungenannte Quelle in den Sicherheitsbehörden meldete.
Es blieb unklar, ob Krawtschenko sich damit auch auf den Mord an Gongadse im Jahr 2000 bezog. Neben Krawtschenko steht auch Kutschma im Verdacht, in den Mord verwickelt gewesen zu sein.
Der neue Präsident Viktor Juschtschenko brachte den Tod Krawtschenkos mit dem Fall Gongadse in Verbindung.
Interfax berichtete unter Berufung auf den Informanten, der Leichnam Krawtschenkos habe zwei Schusswunden aufgewiesen. Der ehemalige Minister habe ein zweites Mal geschossen, weil der erste Versuch nicht tödlich gewesen sei.
Kutschma hat Beschuldigungen dementiert, selbst den Mord an Gongadse in Auftrag gegeben zu haben. Ein Leibwächter Kutschmas hatte nach dem Mord Abhörtonbänder an die Öffentlichkeit gebracht, auf denen der Präsident vom damaligen Innenminister Krawtschenko angeblich einen "Denkzettel" für den kritischen Gongadse forderte.
Gongadse hatte als Chefredaktor der Internetzeitung "Ukrainska Prawda" ausführlich über Korruptionsvorwürfe gegen Kutschma und dessen Umfeld berichtet. Der Journalist war am 16. September 2000 von mehreren Personen entführt und später enthauptet aufgefunden worden.
Nach der Wiederaufnahme des Verfahrens Anfang dieses Jahres hatte die Justiz nach widersprüchlichen Angaben einen General sowie zwei Oberste des Innenministeriums als mutmassliche Mörder verhaftet.
Krawtschenko war einer der Hauptverdächtigen im Fall des ermordeten Journalisten und Regierungskritikers Georgi Gongadse. Nach ersten Polizeiangaben soll Krawtschenko in seinem Wochenendhaus bei Kiew Selbstmord begangen haben.
Der enge Vertraute von Ex-Präsident Leonid Kutschma soll nach Polizeiangaben in einem Abschiedsbrief das frühere Staatsoberhaupt mit seinem Selbstmord in Verbindung gebracht haben.
"Kutschma und seine Umgebung" seien der Grund für seine Entscheidung, soll Krawtschenko geschrieben haben, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf eine ungenannte Quelle in den Sicherheitsbehörden meldete.
Es blieb unklar, ob Krawtschenko sich damit auch auf den Mord an Gongadse im Jahr 2000 bezog. Neben Krawtschenko steht auch Kutschma im Verdacht, in den Mord verwickelt gewesen zu sein.
Der neue Präsident Viktor Juschtschenko brachte den Tod Krawtschenkos mit dem Fall Gongadse in Verbindung.
Interfax berichtete unter Berufung auf den Informanten, der Leichnam Krawtschenkos habe zwei Schusswunden aufgewiesen. Der ehemalige Minister habe ein zweites Mal geschossen, weil der erste Versuch nicht tödlich gewesen sei.
Kutschma hat Beschuldigungen dementiert, selbst den Mord an Gongadse in Auftrag gegeben zu haben. Ein Leibwächter Kutschmas hatte nach dem Mord Abhörtonbänder an die Öffentlichkeit gebracht, auf denen der Präsident vom damaligen Innenminister Krawtschenko angeblich einen "Denkzettel" für den kritischen Gongadse forderte.
Gongadse hatte als Chefredaktor der Internetzeitung "Ukrainska Prawda" ausführlich über Korruptionsvorwürfe gegen Kutschma und dessen Umfeld berichtet. Der Journalist war am 16. September 2000 von mehreren Personen entführt und später enthauptet aufgefunden worden.
Nach der Wiederaufnahme des Verfahrens Anfang dieses Jahres hatte die Justiz nach widersprüchlichen Angaben einen General sowie zwei Oberste des Innenministeriums als mutmassliche Mörder verhaftet.
sfux - 6. Mär, 12:35 Article 1172x read