Schweizer Geheimagent bald im Sudan?
Laut der französischen Onlinepublikation Intelligenceonline exportiert die Schweiz Nachrichtendienst Know-how nach Afrika. Im Auftrag der Uno könnte der ehemalige Nachrichtendienstler Jacques Baud im Sudan bald ein Analyse- und Lagezentrum aufbauen.
Jacques Baud diente 1983 – 1990 als Analytiker in der Untergruppe Nachrichten und Abwehr UNA, dem heutigen Strategischen Nachrichtendienst SND. Der Strategische Nachrichtendienst beschafft zuhanden der politischen und militärischen Führung Informationen politischer, wirtschaftlicher, militärischer und wissenschaftlich-technischer Natur, die für die Sicherheit der Schweiz bedeutsam sind.
Vor längerem hat die UNO die Schweiz angefragt, ob sie dazu bereit wäre, nach Abschluss eines allfälligen Friedensabkommens zwischen den Bürgerkriegsparteien im Sudan einen Offizier für eine entsprechende Überwachungsmission abzuordnen. Im Klartext heisst das einen Nachrichtenspezialisten. Im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) wurde dies bestätigt. Bis jetzt hat die UNO stets Wert darauf gelegt, nicht mit nachrichtendienstlichen Aktivitäten in Verbindung gebracht zu werden. Es ist aber fraglos, dass militärische Einsätze, auch wenn sie allein der Überwachung von Waffenstillstands- oder Friedensvereinbarungen dienen, über ein taugliches Lagebild verfügen müssen. Dabei geht es um Vorkehrungen für den Selbstschutz der eingesetzten Truppen und nicht um die Nachrichtenbeschaffung zugunsten Dritter.
Nun hat die UNO Baud zum Chef der „Joint Mission Analysis Cell“ berufen. In Khartum soll Baud ein Zentrum mit zwei Dutzend Spezialisten und mehreren regionalen Aussenstellen leiten. Der Genfer Geheimdienst- und Terrorexperte war zuvor bereits im UNO Hauptquartier in New York und in Beobachtermissionen in Afrika tätig. Gegenwärtig arbeitet er für das Schweizer Aussenministerium EDA. Baud wird im Sudan Lagebilder erarbeiten, die den Schutz der Uno-Truppen gewährleisten die im Sudan stationiert werden. Die Mission soll den Friedensvertrag unterstützen, der zwischen der muslimischen Militärregierung und den christlichen Rebellengruppen geschlossen wurde. Die Notiz, die auch im Indian Ocean Newsletter, der die Berufung Bauds ebenfalls gemeldet hat, wollte EDA-Sprecherin Carine Carey „weder bestätigen noch dementieren“. Die Zurückhaltung ist verständlich: Noch ist die Diskussion zur Sudan-Mission im UNO Sicherheitsrat nicht abgeschlossen.
Jacques Baud diente 1983 – 1990 als Analytiker in der Untergruppe Nachrichten und Abwehr UNA, dem heutigen Strategischen Nachrichtendienst SND. Der Strategische Nachrichtendienst beschafft zuhanden der politischen und militärischen Führung Informationen politischer, wirtschaftlicher, militärischer und wissenschaftlich-technischer Natur, die für die Sicherheit der Schweiz bedeutsam sind.
Vor längerem hat die UNO die Schweiz angefragt, ob sie dazu bereit wäre, nach Abschluss eines allfälligen Friedensabkommens zwischen den Bürgerkriegsparteien im Sudan einen Offizier für eine entsprechende Überwachungsmission abzuordnen. Im Klartext heisst das einen Nachrichtenspezialisten. Im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) wurde dies bestätigt. Bis jetzt hat die UNO stets Wert darauf gelegt, nicht mit nachrichtendienstlichen Aktivitäten in Verbindung gebracht zu werden. Es ist aber fraglos, dass militärische Einsätze, auch wenn sie allein der Überwachung von Waffenstillstands- oder Friedensvereinbarungen dienen, über ein taugliches Lagebild verfügen müssen. Dabei geht es um Vorkehrungen für den Selbstschutz der eingesetzten Truppen und nicht um die Nachrichtenbeschaffung zugunsten Dritter.
Nun hat die UNO Baud zum Chef der „Joint Mission Analysis Cell“ berufen. In Khartum soll Baud ein Zentrum mit zwei Dutzend Spezialisten und mehreren regionalen Aussenstellen leiten. Der Genfer Geheimdienst- und Terrorexperte war zuvor bereits im UNO Hauptquartier in New York und in Beobachtermissionen in Afrika tätig. Gegenwärtig arbeitet er für das Schweizer Aussenministerium EDA. Baud wird im Sudan Lagebilder erarbeiten, die den Schutz der Uno-Truppen gewährleisten die im Sudan stationiert werden. Die Mission soll den Friedensvertrag unterstützen, der zwischen der muslimischen Militärregierung und den christlichen Rebellengruppen geschlossen wurde. Die Notiz, die auch im Indian Ocean Newsletter, der die Berufung Bauds ebenfalls gemeldet hat, wollte EDA-Sprecherin Carine Carey „weder bestätigen noch dementieren“. Die Zurückhaltung ist verständlich: Noch ist die Diskussion zur Sudan-Mission im UNO Sicherheitsrat nicht abgeschlossen.
sfux - 8. Mär, 22:54 Article 2145x read