Geburtstagsnutten in Muammar al- Gaddafis Gruselkabinett
Stephan Fuchs - Der Revolutionsführer ohne offizielles Mandat weiss, wie er sein Regime durchsetzt. Einer der für ihn arbeitet – im Geheimdienst zum Beispiel, der bekommt gleich mal den neuesten BMW. Frei Haus vor die Türe gestellt.
Mit dem „Bund Freier Offiziere“, Gaddafi wurde ausgebildet in England, stürzte er am 1. September 1969 König Idris. Am kommenden Dienstag feiert er desshalb 40 Jahre "Diktatur in Libyen“.
1979 trat er offiziell von der Staatsführung zurück, ohne jedoch seinen beherrschenden Einfluss auf sämtliche Staatsgeschäfte zu verlieren. Libyen hat einen Schattendiktator, der sämtliche Unannehmlichkeiten auf sein Volk schieben kann: Er – der Diktator – verdient kein Geld, hat keinen Besitz und gibt sich im Volk als einer der ihren. Er hat Schulden beim Metzger, beim Bäcker, beim Gemüsehändler – wie jeder andere auch. Ein ganz normaler Typ.
Nicht so, wenn jemand eine Partei gründen will. Da öffnet sich die Pforte zur Hölle des Ex-Terroristen und Finanziers verschiedener Attentate. Wer in Libyen eine Partei gründet, der ist tot. Wird erschossen, bevor er überhaupt Partei schreiben kann, oder wird gefoltert, bis er weiss das es keine Partei braucht. Ist doch auch verständlich in einem Land, das seit vierzig Jahren von einem Phantom regiert wird, der gerne im Beduinenzelt nach New York, Rom, oder Paris reist und dafür die eigentümlichste Karnevalstruppe sein eigen nennt: Frauen in Faschingsanzügen schützen den Diktator.
Sexy sind die Weiber schon. Sehen stolz aus, haben lustig-drollige Uniformen, schauen böse in die Gegend und man weiss nicht recht ob dies nun das Harem oder die Leibgarde ist. Dem Faschings Kostüm nach - welches der Chef manchmal mit lustigen Postkarten an die Brust geheftet trägt, könnte es sich um eine Love Parade handeln. Also kein Grund zur Panik.
Dem ist weit gefehlt! Der Diktator ohne Mandat, dafür mit Sonnenbrille und einem Stall voller Weiber, weiss wie er Panik verbreiten kann: Sein Geheimdienst – jene mit dem neusten BMW – töten, verstümmeln, foltern und ficken sich durch die Opposition, aber er hat auch noch die ultimative Geheimwaffe die sich international einsetzen lässt: Öl! Geld!
Sein Sohn – mit dem für unsere Ohren lächerlichen Namen Hannibal, aufgewachsen in der Diktatur von Papi, reist – natürlich mit Diplomatenpass - nach Genf. Hochburg des Geldes, der Macht, der Öldiktatoren, der Gehheimdienste und der Lust. Hannibal schlägt seine Bediensteten. Die gehen zur Polizei.
Die Genfer Polizei ging bei der Einsatzbesprechung von 8 Leibwächtern aus (männlich & bewaffnet) und rückt - multipliziert mit drei - mit 24 Polizisten aus. Schwerbewaffnet. Sie stürmen das Zimmer, Leibwächter sind nur deren drei, die Hochschwangere Frau von Hannibal hochschockiert, Hannibal bleibt kooperativ wird aber trotzdem mit Handschellen abgeführt. Die Operation ist übertrieben brachial, aber nach Schweizerrecht. Ein Diplomatenpass fällt erst mal ins Wasser, weil Hannibal nicht diplomatisch in der Schweiz weilt. Die Polizeiaktion ist rechtens.
Weil er aber Hannibal ist, findet Papi die Verhaftung auch nicht lustig. Also lässt er flugs zwei Geiseln nehmen. Das ist ja auch normal, denn auf eine forsche aber juristisch korrekte Polizeiaktion folgt logisch eine Geiselnahme im Auftrag des Staatspräsidenten – pardon Diktators. Erstaunlich ist das alles nicht.
Erstaunlich ist nur, dass ein Bundespräsident die Geiselnahme nicht verurteilt, vielmehr einen Kniefall hinlegt, sich für eine rechtens ausgeführte Polizeiaktion im Namen der Schweiz entschuldigt und somit das Recht untergräbt.
Also – geht hin nach Genf: Macht was ihr wollt verprügelt wen ihr wollt und sagt einfach bei der Verhaftung das euer Papi Muammar al-Gaddafi heisst. Das Polizei Corps von Genf wird es danken und...
... Happy Birthday Herr Revolutionsführer, Herr Diktator, Herr Volksphantom, Herr Folterknecht und in Anbetracht der dreitägigen "Trauerfeier" um den Tod von Saddam Hussein, Heuchler...
Mit dem „Bund Freier Offiziere“, Gaddafi wurde ausgebildet in England, stürzte er am 1. September 1969 König Idris. Am kommenden Dienstag feiert er desshalb 40 Jahre "Diktatur in Libyen“.
1979 trat er offiziell von der Staatsführung zurück, ohne jedoch seinen beherrschenden Einfluss auf sämtliche Staatsgeschäfte zu verlieren. Libyen hat einen Schattendiktator, der sämtliche Unannehmlichkeiten auf sein Volk schieben kann: Er – der Diktator – verdient kein Geld, hat keinen Besitz und gibt sich im Volk als einer der ihren. Er hat Schulden beim Metzger, beim Bäcker, beim Gemüsehändler – wie jeder andere auch. Ein ganz normaler Typ.
Nicht so, wenn jemand eine Partei gründen will. Da öffnet sich die Pforte zur Hölle des Ex-Terroristen und Finanziers verschiedener Attentate. Wer in Libyen eine Partei gründet, der ist tot. Wird erschossen, bevor er überhaupt Partei schreiben kann, oder wird gefoltert, bis er weiss das es keine Partei braucht. Ist doch auch verständlich in einem Land, das seit vierzig Jahren von einem Phantom regiert wird, der gerne im Beduinenzelt nach New York, Rom, oder Paris reist und dafür die eigentümlichste Karnevalstruppe sein eigen nennt: Frauen in Faschingsanzügen schützen den Diktator.
Sexy sind die Weiber schon. Sehen stolz aus, haben lustig-drollige Uniformen, schauen böse in die Gegend und man weiss nicht recht ob dies nun das Harem oder die Leibgarde ist. Dem Faschings Kostüm nach - welches der Chef manchmal mit lustigen Postkarten an die Brust geheftet trägt, könnte es sich um eine Love Parade handeln. Also kein Grund zur Panik.
Dem ist weit gefehlt! Der Diktator ohne Mandat, dafür mit Sonnenbrille und einem Stall voller Weiber, weiss wie er Panik verbreiten kann: Sein Geheimdienst – jene mit dem neusten BMW – töten, verstümmeln, foltern und ficken sich durch die Opposition, aber er hat auch noch die ultimative Geheimwaffe die sich international einsetzen lässt: Öl! Geld!
Sein Sohn – mit dem für unsere Ohren lächerlichen Namen Hannibal, aufgewachsen in der Diktatur von Papi, reist – natürlich mit Diplomatenpass - nach Genf. Hochburg des Geldes, der Macht, der Öldiktatoren, der Gehheimdienste und der Lust. Hannibal schlägt seine Bediensteten. Die gehen zur Polizei.
Die Genfer Polizei ging bei der Einsatzbesprechung von 8 Leibwächtern aus (männlich & bewaffnet) und rückt - multipliziert mit drei - mit 24 Polizisten aus. Schwerbewaffnet. Sie stürmen das Zimmer, Leibwächter sind nur deren drei, die Hochschwangere Frau von Hannibal hochschockiert, Hannibal bleibt kooperativ wird aber trotzdem mit Handschellen abgeführt. Die Operation ist übertrieben brachial, aber nach Schweizerrecht. Ein Diplomatenpass fällt erst mal ins Wasser, weil Hannibal nicht diplomatisch in der Schweiz weilt. Die Polizeiaktion ist rechtens.
Weil er aber Hannibal ist, findet Papi die Verhaftung auch nicht lustig. Also lässt er flugs zwei Geiseln nehmen. Das ist ja auch normal, denn auf eine forsche aber juristisch korrekte Polizeiaktion folgt logisch eine Geiselnahme im Auftrag des Staatspräsidenten – pardon Diktators. Erstaunlich ist das alles nicht.
Erstaunlich ist nur, dass ein Bundespräsident die Geiselnahme nicht verurteilt, vielmehr einen Kniefall hinlegt, sich für eine rechtens ausgeführte Polizeiaktion im Namen der Schweiz entschuldigt und somit das Recht untergräbt.
Also – geht hin nach Genf: Macht was ihr wollt verprügelt wen ihr wollt und sagt einfach bei der Verhaftung das euer Papi Muammar al-Gaddafi heisst. Das Polizei Corps von Genf wird es danken und...
... Happy Birthday Herr Revolutionsführer, Herr Diktator, Herr Volksphantom, Herr Folterknecht und in Anbetracht der dreitägigen "Trauerfeier" um den Tod von Saddam Hussein, Heuchler...
sfux - 30. Aug, 22:55 Article 3360x read