NEUES INFORMATIONSGESETZ AB 2006
1. April 2005 - Als George Turklebaum 51, am Samstag in seinem New Yorker Büro von der Putzfrau angesprochen wurde, war George schon seit Montag tot. Herzattacke attestierte der Arzt. Makaber, denn Turklebaum hockte volle 5 Tage vor seinem Schreibtisch und starb unbemerkt von seinen 23 Arbeitskollegen die mit ihm das Grossraumbüro teilten. Die Londoner Times, der Guardian und die BBC übernahmen die Meldung. Nur: die Gräuelvorstellung war eine Urbane Legende, ein Hoax, ein blöder Witz, der sich über Internet, Emails und schlussendlich in der Zeitung manifestierte.
Der Begriff Urban Legend wurde zum ersten Mal von Jan Harold Brunvand, einem Professor für Englisch bekannt gemacht. In seinem 1981 erschienenen Buch «Der verschwundene Anhalter: Amerikanische Urban Legends und deren Bedeutung» benutzte er eine Sammlung dieser Geschichten, um zwei Aussagen zu machen: Legenden, Mythen und Folklore kommen nicht nur bei so genannten primitiven oder traditionellen Gesellschaften vor und zweitens, durch die Untersuchung solcher Legenden kann man viel über urbane und moderne Kultur lernen. Einige frühe Historiker wie z. B. Tacitus, Geoffrey von Monmouth und Herodot waren die Stammväter der urbanen Mythen. Sie überlieferten Gerüchte und anekdotische Berichte als historische Fakten. Diese Aufzeichnungen waren dann wiederum die Grundlage für andere Berichte, und so wurden vielfach wiederholte nicht exakte Überlieferungen zu einem selbstlaufenden Teufelskreis. Heutzutage behandeln Historiker historische Belege von Geschichtsschreibern wie den erwähnten mit äußerster Vorsicht, doch mit dem Internet ist noch eine weitere Gefahrenquelle hinzugekommen:
Im Informationszeitalter finden Urban Legends rasend schnell fruchtbaren Boden. So schnell, dass sich die Internetbehörde ICANN zu drastischen Maßnahmen genötigt sieht: Ab 2006 müssen ins Internet gestellte Informationen durch den Truth Verification Act geprüft werden und dürfen nur mit deren Zertifikat online publiziert werden. Ob die neue Gesetzgebung eingehalten werden kann, wird bei ICANN allerdings bezweifelt.
Der Begriff Urban Legend wurde zum ersten Mal von Jan Harold Brunvand, einem Professor für Englisch bekannt gemacht. In seinem 1981 erschienenen Buch «Der verschwundene Anhalter: Amerikanische Urban Legends und deren Bedeutung» benutzte er eine Sammlung dieser Geschichten, um zwei Aussagen zu machen: Legenden, Mythen und Folklore kommen nicht nur bei so genannten primitiven oder traditionellen Gesellschaften vor und zweitens, durch die Untersuchung solcher Legenden kann man viel über urbane und moderne Kultur lernen. Einige frühe Historiker wie z. B. Tacitus, Geoffrey von Monmouth und Herodot waren die Stammväter der urbanen Mythen. Sie überlieferten Gerüchte und anekdotische Berichte als historische Fakten. Diese Aufzeichnungen waren dann wiederum die Grundlage für andere Berichte, und so wurden vielfach wiederholte nicht exakte Überlieferungen zu einem selbstlaufenden Teufelskreis. Heutzutage behandeln Historiker historische Belege von Geschichtsschreibern wie den erwähnten mit äußerster Vorsicht, doch mit dem Internet ist noch eine weitere Gefahrenquelle hinzugekommen:
Im Informationszeitalter finden Urban Legends rasend schnell fruchtbaren Boden. So schnell, dass sich die Internetbehörde ICANN zu drastischen Maßnahmen genötigt sieht: Ab 2006 müssen ins Internet gestellte Informationen durch den Truth Verification Act geprüft werden und dürfen nur mit deren Zertifikat online publiziert werden. Ob die neue Gesetzgebung eingehalten werden kann, wird bei ICANN allerdings bezweifelt.
sfux - 1. Apr, 00:28 Article 1066x read
was will man mehr
habs doch gedacht