Kuba lässt Treffen von Dissidenten in Havanna zu
HAVANNA - Die kommunistische Regierung Kubas hat am Freitag in Havanna ein beispielloses Treffen von Regimekritikern zugelassen. Rund 200 Dissidenten kamen in einer Obstplantage am Rande der Hauptstadt zusammen.
Sie forderten einen demokratischen Wandel sowie die Freilassung politischer Gefangener. Es war die erste Versammlung des von den USA unterstützten Verbandes. Beim bis dahin letzten Anlauf im Jahr 1996 waren die meisten führenden Dissidenten festgenommen worden.

Der Organisatorin des diesjährigen Treffens, Martha Beatriz Roque, zufolge wurden auch diesmal Teilnehmer von der Polizei drangsaliert.
US-Präsident George W. Bush lobte den Mut der Regimekritiker. Sie seien aus dem "Schatten der Unterdrückung" getreten, sagte er in einer Video-Botschaft. Er kündigte an, den politischen Wechsel auf der Karibikinsel beschleunigen zu wollen.
Das Treffen belegte gleichzeitig aber auch die Zerstrittenheit der geschwächten kubanischen Opposition. Viele Oppositionsgruppen blieben ihm fern, weil sie die engen Verbindungen Roques zu Exil-Kubanern in Miami sowie deren Finanzierung durch die USA kritisieren.
"Diese Versammlung vertritt nicht die Mehrheit der Opposition", sagte Kubas bekanntester Dissident Oswaldo Paya, der mit dem Menschenrechtspreis der Europäischen Union - dem Sacharow-Preis - ausgezeichnet worden ist. Auch eine kleine Zahl europäischer und amerikanischer Diplomaten durfte an der Versammlung teilnehmen.
Einigen EU-Parlamentariern wurde die Einreise anlässlich des Treffens jedoch verweigert. Dies sei nicht akzeptabel, sagte ein EU-Sprecher. In Berlin und Rom und Madrid wurden deshalb die kubanischen Botschafter in die Aussenministerien einbestellt.
siehe auch:
Sie forderten einen demokratischen Wandel sowie die Freilassung politischer Gefangener. Es war die erste Versammlung des von den USA unterstützten Verbandes. Beim bis dahin letzten Anlauf im Jahr 1996 waren die meisten führenden Dissidenten festgenommen worden.

Der Organisatorin des diesjährigen Treffens, Martha Beatriz Roque, zufolge wurden auch diesmal Teilnehmer von der Polizei drangsaliert.
US-Präsident George W. Bush lobte den Mut der Regimekritiker. Sie seien aus dem "Schatten der Unterdrückung" getreten, sagte er in einer Video-Botschaft. Er kündigte an, den politischen Wechsel auf der Karibikinsel beschleunigen zu wollen.
Das Treffen belegte gleichzeitig aber auch die Zerstrittenheit der geschwächten kubanischen Opposition. Viele Oppositionsgruppen blieben ihm fern, weil sie die engen Verbindungen Roques zu Exil-Kubanern in Miami sowie deren Finanzierung durch die USA kritisieren.
"Diese Versammlung vertritt nicht die Mehrheit der Opposition", sagte Kubas bekanntester Dissident Oswaldo Paya, der mit dem Menschenrechtspreis der Europäischen Union - dem Sacharow-Preis - ausgezeichnet worden ist. Auch eine kleine Zahl europäischer und amerikanischer Diplomaten durfte an der Versammlung teilnehmen.
Einigen EU-Parlamentariern wurde die Einreise anlässlich des Treffens jedoch verweigert. Dies sei nicht akzeptabel, sagte ein EU-Sprecher. In Berlin und Rom und Madrid wurden deshalb die kubanischen Botschafter in die Aussenministerien einbestellt.
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sfux - 21. Mai, 09:10 Article 2264x read