US Soldat erschoss Schweizer im Irak
Der Schweizer Salah Jmor wurde durch einen einzelnen, direkten Kopfschuss eines US- Soldaten getötet. Dies geht aus dem Untersuchungsbericht der irakischen Behörden hervor, welcher der NZZ am Sonntag vorliegt. „Er wurde von den amerikanischen Streitkräften mit einem Schuss in den Kopf getötet“, heisst es in dem Bericht wörtlich. Der Bericht wird durch den Autopsiebericht der Gerichtsmedizin bestätigt.

Salah Jmor war von der Demokratischen Partei Kurdistans (DKP) für das Amt des Handelsministers in den teilautonomen kurdischen Gebieten des Iraks vorgesehen.
Warum der Soldat schoss, ist unklar. Die Tatsache, dass nur ein einzelner Schuss abgegeben worden ist, wirft ebenso fragen auf wie eine Skizze des Tatortes, die die irakischen Untersuchungsbehörden ihrem bericht hinzufügten. Daraus geht hervor, dass Jmors Wagen der US- Patrouille nicht derart nahe gekommen sein konnte, dass die Soldaten befürchten mussten, es mit einem Selbstmordattentäter zu tun zu haben. Kommt hinzu, dass Selbstmordattentäter in der Regel alleine unterwegs sind. Und wenn auf sie geschossen wird, dann auf den Fahrer und zwar so lange, bis der Wagen hält. Salah Jmor war Beifahrer.
Der schweizerisch-irakische Doppelbürger Jmor war am 28. Juni im Bagdader Stadtteil Zaiyuna unter Feuer genommen worden. Das EDA kommentierte den Vorfall erst, als Westschweizer Medien am 2. Juli darüber berichteten. Am 5. Juli traf Aussenministerin Calmy-Rey die amerikanische Botschafterin, Pamela Wilford. Bereits drei Tage später lieferte die US- Regierung die «Interim Response» beim EDA ab.
Angehörige Jmors hatten in Westschweizer Medien die Objektivität der amerikanischen Untersuchungsorgane in Zweifel gezogen und eine unabhängige Untersuchung mit Schweizer Beteiligung gefordert. EDA-Sprecher Delprete konnte am Samstag keine Angaben dazu machen, ob neben jener des US-Militärs auch andere Untersuchungen laufen. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte, diese sei nicht zuständig. Der Genfer Generalstaatsanwalt Daniel Zappelli sagte, die Genfer Justiz habe «keine Untersuchung eröffnet, und es ist in dem Fall auch keine Strafanzeige eingegangen». Wenn Schweizer im Ausland Opfer von Delikten würden, seien die Schweizer Strafverfolgungsbehörden ohnehin bloss «subsidiär» zuständig, fügte Zappelli an. Das EDA wartet nun laut Sprecher Delprete den Schlussbericht der Amerikaner ab. US-Botschaftssprecher Wendell sagte, man arbeite «so schnell wie möglich» an der Aufklärung. Jmor, der eine Frau und drei Kinder hinterlässt, war von der Demokratischen Partei Kurdistans (DKP) für das Amt des Handelsministers in den teilautonomen kurdischen Gebieten des Iraks vorgesehen. Nach Agaben von Dilschad Barsani, dem Bruders des irakisch-kurdischen Präsidenten, hätte er das Amt in ein bis zwei Wochen antreten sollen.
Dieser Artikel ist eine textliche Zusammenstellung
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Salah Jmor war von der Demokratischen Partei Kurdistans (DKP) für das Amt des Handelsministers in den teilautonomen kurdischen Gebieten des Iraks vorgesehen.
Warum der Soldat schoss, ist unklar. Die Tatsache, dass nur ein einzelner Schuss abgegeben worden ist, wirft ebenso fragen auf wie eine Skizze des Tatortes, die die irakischen Untersuchungsbehörden ihrem bericht hinzufügten. Daraus geht hervor, dass Jmors Wagen der US- Patrouille nicht derart nahe gekommen sein konnte, dass die Soldaten befürchten mussten, es mit einem Selbstmordattentäter zu tun zu haben. Kommt hinzu, dass Selbstmordattentäter in der Regel alleine unterwegs sind. Und wenn auf sie geschossen wird, dann auf den Fahrer und zwar so lange, bis der Wagen hält. Salah Jmor war Beifahrer.
Der schweizerisch-irakische Doppelbürger Jmor war am 28. Juni im Bagdader Stadtteil Zaiyuna unter Feuer genommen worden. Das EDA kommentierte den Vorfall erst, als Westschweizer Medien am 2. Juli darüber berichteten. Am 5. Juli traf Aussenministerin Calmy-Rey die amerikanische Botschafterin, Pamela Wilford. Bereits drei Tage später lieferte die US- Regierung die «Interim Response» beim EDA ab.
Angehörige Jmors hatten in Westschweizer Medien die Objektivität der amerikanischen Untersuchungsorgane in Zweifel gezogen und eine unabhängige Untersuchung mit Schweizer Beteiligung gefordert. EDA-Sprecher Delprete konnte am Samstag keine Angaben dazu machen, ob neben jener des US-Militärs auch andere Untersuchungen laufen. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte, diese sei nicht zuständig. Der Genfer Generalstaatsanwalt Daniel Zappelli sagte, die Genfer Justiz habe «keine Untersuchung eröffnet, und es ist in dem Fall auch keine Strafanzeige eingegangen». Wenn Schweizer im Ausland Opfer von Delikten würden, seien die Schweizer Strafverfolgungsbehörden ohnehin bloss «subsidiär» zuständig, fügte Zappelli an. Das EDA wartet nun laut Sprecher Delprete den Schlussbericht der Amerikaner ab. US-Botschaftssprecher Wendell sagte, man arbeite «so schnell wie möglich» an der Aufklärung. Jmor, der eine Frau und drei Kinder hinterlässt, war von der Demokratischen Partei Kurdistans (DKP) für das Amt des Handelsministers in den teilautonomen kurdischen Gebieten des Iraks vorgesehen. Nach Agaben von Dilschad Barsani, dem Bruders des irakisch-kurdischen Präsidenten, hätte er das Amt in ein bis zwei Wochen antreten sollen.
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sfux - 7. Aug, 18:55 Article 2488x read