Arctic Sea: Russland und die EU steuern neuen Verwirr-Kurs
World Content News - Anhand von angeblich neuen Fotos von der "Arctic Sea" werden in mehreren europäischen Ländern Stimmen laut, dass das Schiff tiefer im Wasser liegt, als es das mit seiner angeblichen Holzfracht tun würde und folglich weiteres unbekanntes Material an Bord haben müsste. Aber von wem stammen die Fotos und sind sie auch wirklich aktuell? Russland versichert indessen, das Schiff hinsichtlich einer geheimen Ladung auf "Herz und Nieren" zu prüfen.

Verwirrspiel bekommt Tiefgang: (Archiv!)-Foto von Reuters
Fest steht: Die Nachrichtenagenturen verfügen über kein Foto nach der Befreiung und auch nicht von den Tagen zuvor, sonst wäre das Internet längst damit gepflastert. Das obige Foto, das jetzt durch die aktuellen Berichte geistert, hat der "Stern" bereits am 16.8. unter dem Titel "Suche läuft auf Hochtouren" gezeigt. Von einer Holzladung keine Spur.
Also nochmal: Aus welchen Gründen wurde die Arctic Sea nach der Befreiung vor der Öffentlichkeit versteckt gehalten, wieso sind "Regierungsstellen in mehreren europäischen Staaten" (lt. einem "Exklusiv"-Bericht der Financial Times) sich sicher, mit echtem Fotomaterial gefüttert worden zu sein und warum präsentiert man es nicht? Das Objekt schlechthin, um das sich diese Seeräuberstory dreht.
Eine zusätzliche geheime Fracht, die jetzt auch Russland auf einmal nicht mehr gänzlich dementiert (Zitat: Der Chefermittler der russischen Staatsanwaltschaft, Alexander Bastrykin, schloss nicht aus, dass der Frachter „nicht nur Holz“ geladen hatte...). und seit Tagen sucht und sucht und sucht, müsste dann wohl in einem "doppelten Boden" des Schiffes verborgen sein oder so winzig klein und gleichzeitig so schwer ... Scherz beiseite.
Das Seemannsgarn hat in den letzten Tagen reichlich weitere Nahrung bekommen: Unter Berufung auf russische Geheimdienstquellen berichtet die Zeitung "Moskowski Komsomolez", das angeblich mit Holz beladene Schiff habe auch Waffen "mit unbekannter Herkunft und unklarem Ziel" an Bord gehabt. Die gefassten acht mutmaßlichen "Ostsee-Piraten" seien vorbestrafte Kriminelle, die vom Geheimdienst eines EU-Landes angeheuert worden seien.
So-so... der BND hat ja schon lange keine Schlagzeilen mehr gemacht. Und der Auftraggeber für die klandestine Operation hieße dann wohl: E.ON. Die finnische Zeitung "Helsingin Sanomat" hat nämlich inzwischen die wohl bisher beste aller Verschwörungstheorien geliefert:
Demnach wurden die Piraten für einen Sicherheitstest von Russland und einem EU-Land angeheuert. Daher rühre auch die ungewohnte Eintracht zwischen der NATO und Russland in diesem scheinbaren Drama. Hintergrund sei das sich im Bau befindliche Nord Stream-Projekt, um dessen Sicherheit vor Terror-Anschlägen sich die Erbauer Sorgen machen. Die "Test-Entführer" sollten nach einem Attentat auf die Erdgasleitung versuchen, durch das Sicherheitsnetz in Europa zu schlüpfen und die Schiffahrtsbehörden an der Nase herumzuführen.
Was ihnen dann ja auch vortrefflich gelungen wäre. Wenn diese Geschichte nicht genauso erstunken und erlogen ist, wie alles, was wir bisher gehört und gesehen haben.
Na - wenigstens die Dummies von der Presse haben es inzwischen kapiert, dass es sich bei der Ladung nach einer Bestätigung einer Holzhandelsfirma um Schnittholz handelte und nicht um Baumstämme, wie vorher durchgängig berichtet, wo eine X-55 nicht weiter auffallen würde. Soviel Tiefgang war nie.
Aber über ein aktuelles Foto der Arctic Sea, oder wenigstens dem Eingeständnis, dass es gar keins gibt, würden wir uns schon noch freuen. Bevor das Schiff im Ozean absäuft und die unendliche Geschichte damit endlich ihren Frieden fände.
Saga aktuell:
Laut Fotoanalysen mehr als nur Holz an Bord der "Arctic Sea"
(Vienna Online, 26.08.2009)
«Arctic Sea» unter nordkoreanischer Flagge?
(20min.ch, 26.08.2009)
„Arctic Sea“ unter Arrest gestellt
(RIA Novosti, 26.08.2009)
Arctic Sea: Wind und Nebel um eine Piratengeschichte
(Russland.ru, 26.08.2009)
Kriminelle aus Estland auf "Arctic Sea"
(Berliner Morgenpost, 26.08.2009)
Waren Besatzungsmitglieder an der Entführung der Artic Sea beteiligt? (Hannover Zeitung, 26.08.2009)
Kommt nur, ihr Süsswasser-Piraten!
(blick.ch, 26.08.2009)
siehe auch:
Arctic Sea: Angeblich ins Schwarze Meer unterwegs
(WCN, 24.08.2009)
Arctic Sea: Bisherige Artikel von World.Content.News
Arctic Sea: Bisherige Artikel vom Seefahrer-Blog
Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

Verwirrspiel bekommt Tiefgang: (Archiv!)-Foto von Reuters
Fest steht: Die Nachrichtenagenturen verfügen über kein Foto nach der Befreiung und auch nicht von den Tagen zuvor, sonst wäre das Internet längst damit gepflastert. Das obige Foto, das jetzt durch die aktuellen Berichte geistert, hat der "Stern" bereits am 16.8. unter dem Titel "Suche läuft auf Hochtouren" gezeigt. Von einer Holzladung keine Spur.
Also nochmal: Aus welchen Gründen wurde die Arctic Sea nach der Befreiung vor der Öffentlichkeit versteckt gehalten, wieso sind "Regierungsstellen in mehreren europäischen Staaten" (lt. einem "Exklusiv"-Bericht der Financial Times) sich sicher, mit echtem Fotomaterial gefüttert worden zu sein und warum präsentiert man es nicht? Das Objekt schlechthin, um das sich diese Seeräuberstory dreht.
Eine zusätzliche geheime Fracht, die jetzt auch Russland auf einmal nicht mehr gänzlich dementiert (Zitat: Der Chefermittler der russischen Staatsanwaltschaft, Alexander Bastrykin, schloss nicht aus, dass der Frachter „nicht nur Holz“ geladen hatte...). und seit Tagen sucht und sucht und sucht, müsste dann wohl in einem "doppelten Boden" des Schiffes verborgen sein oder so winzig klein und gleichzeitig so schwer ... Scherz beiseite.
Das Seemannsgarn hat in den letzten Tagen reichlich weitere Nahrung bekommen: Unter Berufung auf russische Geheimdienstquellen berichtet die Zeitung "Moskowski Komsomolez", das angeblich mit Holz beladene Schiff habe auch Waffen "mit unbekannter Herkunft und unklarem Ziel" an Bord gehabt. Die gefassten acht mutmaßlichen "Ostsee-Piraten" seien vorbestrafte Kriminelle, die vom Geheimdienst eines EU-Landes angeheuert worden seien.
So-so... der BND hat ja schon lange keine Schlagzeilen mehr gemacht. Und der Auftraggeber für die klandestine Operation hieße dann wohl: E.ON. Die finnische Zeitung "Helsingin Sanomat" hat nämlich inzwischen die wohl bisher beste aller Verschwörungstheorien geliefert:
Demnach wurden die Piraten für einen Sicherheitstest von Russland und einem EU-Land angeheuert. Daher rühre auch die ungewohnte Eintracht zwischen der NATO und Russland in diesem scheinbaren Drama. Hintergrund sei das sich im Bau befindliche Nord Stream-Projekt, um dessen Sicherheit vor Terror-Anschlägen sich die Erbauer Sorgen machen. Die "Test-Entführer" sollten nach einem Attentat auf die Erdgasleitung versuchen, durch das Sicherheitsnetz in Europa zu schlüpfen und die Schiffahrtsbehörden an der Nase herumzuführen.
Was ihnen dann ja auch vortrefflich gelungen wäre. Wenn diese Geschichte nicht genauso erstunken und erlogen ist, wie alles, was wir bisher gehört und gesehen haben.
Na - wenigstens die Dummies von der Presse haben es inzwischen kapiert, dass es sich bei der Ladung nach einer Bestätigung einer Holzhandelsfirma um Schnittholz handelte und nicht um Baumstämme, wie vorher durchgängig berichtet, wo eine X-55 nicht weiter auffallen würde. Soviel Tiefgang war nie.
Aber über ein aktuelles Foto der Arctic Sea, oder wenigstens dem Eingeständnis, dass es gar keins gibt, würden wir uns schon noch freuen. Bevor das Schiff im Ozean absäuft und die unendliche Geschichte damit endlich ihren Frieden fände.
Saga aktuell:
Laut Fotoanalysen mehr als nur Holz an Bord der "Arctic Sea"
(Vienna Online, 26.08.2009)
«Arctic Sea» unter nordkoreanischer Flagge?
(20min.ch, 26.08.2009)
„Arctic Sea“ unter Arrest gestellt
(RIA Novosti, 26.08.2009)
Arctic Sea: Wind und Nebel um eine Piratengeschichte
(Russland.ru, 26.08.2009)
Kriminelle aus Estland auf "Arctic Sea"
(Berliner Morgenpost, 26.08.2009)
Waren Besatzungsmitglieder an der Entführung der Artic Sea beteiligt? (Hannover Zeitung, 26.08.2009)
Kommt nur, ihr Süsswasser-Piraten!
(blick.ch, 26.08.2009)
siehe auch:
Arctic Sea: Angeblich ins Schwarze Meer unterwegs
(WCN, 24.08.2009)
Arctic Sea: Bisherige Artikel von World.Content.News
Arctic Sea: Bisherige Artikel vom Seefahrer-Blog

sfux - 27. Aug, 07:55 Article 1572x read