Dallas Buyers Club – Sehenswerter Film?
Dr. Alexander von Paleske --- 10.3. 2014 ----- Der Film Dallas Buyers Club erhielt kürzlich zwei Oscars, und dürfte damit genügend Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, um Kinobesucher anzulocken.
Ausgezeichnet wurden die Schauspielleistungen von Matthew McConaughey und Jared Leto. Aber lohnt sich der Besuch?
Dallas Byers Club spielt 1985 in Dallas, Texas und erzählt die Geschichte des Elektrikers Ron Woodroof, dem nach einem Unfall die Diagnose AIDS gestellt wird. Er habe noch rund 30 Tage zu leben, so die Prognose.
Suche nach einer Behandlung
Woodroof sucht verzweifelt nach Auswegen, diesem Schicksal zu entgehen. In Mexiko findet er einen Hintertreppenarzt, der ihm Medikamente gibt, die jedoch in den USA nicht zugelassen sind. Woodroof behandelt sich selbst , mit einigem Erfolg, findet in Dallas/Texas weitere Abnehmer unter verzweifelten AIDS-Patienten, und bestreitet mit seinem illegalen Handel auch noch seinen Lebensunterhalt.

Ron Woodroof in action
Um einer möglichen Strafverfolgung aus dem Wege zu gehen, gründet er den Dallas Buyers Club, der Import zum Eigenbedarf ist straflos. Ron freundet sich mit der ebenfalls AIDS-kranken Transfrau Rayon an, die er in der Klinik kennengelernt hatte, und die er ebenfalls überzeugt, seine Medikamente einzunehmen.
Eine zunächst ganz auf dem Boden der Schulmedizin stehende Ärztin , wird angesichts der Verbesserung der Wohlbefindens des Hauptdarsteller einerseits, und des therapeutischen Nihilismus der etablierten Medizin andererseits nicht nur skeptisch, sondern sie beginnt schliesslich selbst, diese „alternativen“ Medikamente an ihre Patienten zu verteilen, und verliert prompt ihre Arbeitsstelle in einer Klinik.
Woodroof stirbt schliesslich, sieben Jahre nach Diagnosestellung, allerdings nicht ohne sich zuvor noch einen Lebenstraum zu erfüllen: bei einer Rodeo-Veranstaltung auf einem Bullen sitzend gegen das Herunterfallen anzukämpfen.
Film als Rückblende
Der Film führt noch einmal zurück in die mittlerweile fast vergessene Zeit der 80er und des Beginns der 90er Jahre, als die Immunschwächekrankheit HIV-AIDS zwar diagnostiziert aber nicht behandelt werden konnte, als in ihrer Verzweiflung AIDS-Patienten alles schluckten, was eine angebliche Heilung versprach. Das macht den Film zweifellos sehenswert.
In typisch US-amerikanischer Manier ist es der „Lonesome Cobwoy“ Woodroof, der nun gegen „all odds“ ankämpft, gegen das medizinische Establishment, gegen die US-Behörde FDA, welche die Zulassung neuer Medikamente regelt, die Strafverfolgungsbehörden und den Zoll.
Insofern ähnelt der Film ein wenig Lorenzos Öl und dem Film „Extraordinary Measures“ (dt.: Ausnahmesituation), mit dem Unterschied, dass die von Woodroof geschluckten „alternativen“ Medikamente sich als wirkungslos herausstellten .
Es ist die Schwäche des Films, dass er vergessen macht: es waren nicht Charaktere wie Woodroof, , welche die entscheidenden Veränderungen bewirkten, sondern Netzwerke von Aktivisten, die erfolgreich die „Schwulenseuche“ auf die Tagesordnung brachten, die Entwicklung neuer Medikamente forderten, und deren rasche Zulassung durch die FDA. Bis schliesslich die Kombinationsbehandlung mit mehreren antiretroviralen Medikamenten, einschliesslich des im Film zunächst verteufelten Zidovudin (AZT) den Durchbruch brachte, und die HIV-AIDS Krankheit zu dem machte, was sie heute noch ist: eine behandelbare aber – von wenigen Ausnahmen abgesehen - nicht heilbare, chronische Erkrankung.
Als Fussnote sei noch erwähnt, dass ein paar unbelehrbare HIV-AIDS-Leugner gegen die Behandlung der HIV-Krankheit – trotz aller Behandlungserfolge - anrennen und den Unfug verbreiten, entweder gibt es das HIV-Virus nicht, oder aber es erzeugt nicht AIDS.
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Ron Woodroof in action
Um einer möglichen Strafverfolgung aus dem Wege zu gehen, gründet er den Dallas Buyers Club, der Import zum Eigenbedarf ist straflos. Ron freundet sich mit der ebenfalls AIDS-kranken Transfrau Rayon an, die er in der Klinik kennengelernt hatte, und die er ebenfalls überzeugt, seine Medikamente einzunehmen.
Eine zunächst ganz auf dem Boden der Schulmedizin stehende Ärztin , wird angesichts der Verbesserung der Wohlbefindens des Hauptdarsteller einerseits, und des therapeutischen Nihilismus der etablierten Medizin andererseits nicht nur skeptisch, sondern sie beginnt schliesslich selbst, diese „alternativen“ Medikamente an ihre Patienten zu verteilen, und verliert prompt ihre Arbeitsstelle in einer Klinik.
Woodroof stirbt schliesslich, sieben Jahre nach Diagnosestellung, allerdings nicht ohne sich zuvor noch einen Lebenstraum zu erfüllen: bei einer Rodeo-Veranstaltung auf einem Bullen sitzend gegen das Herunterfallen anzukämpfen.
Film als Rückblende
Der Film führt noch einmal zurück in die mittlerweile fast vergessene Zeit der 80er und des Beginns der 90er Jahre, als die Immunschwächekrankheit HIV-AIDS zwar diagnostiziert aber nicht behandelt werden konnte, als in ihrer Verzweiflung AIDS-Patienten alles schluckten, was eine angebliche Heilung versprach. Das macht den Film zweifellos sehenswert.
In typisch US-amerikanischer Manier ist es der „Lonesome Cobwoy“ Woodroof, der nun gegen „all odds“ ankämpft, gegen das medizinische Establishment, gegen die US-Behörde FDA, welche die Zulassung neuer Medikamente regelt, die Strafverfolgungsbehörden und den Zoll.
Insofern ähnelt der Film ein wenig Lorenzos Öl und dem Film „Extraordinary Measures“ (dt.: Ausnahmesituation), mit dem Unterschied, dass die von Woodroof geschluckten „alternativen“ Medikamente sich als wirkungslos herausstellten .
Es ist die Schwäche des Films, dass er vergessen macht: es waren nicht Charaktere wie Woodroof, , welche die entscheidenden Veränderungen bewirkten, sondern Netzwerke von Aktivisten, die erfolgreich die „Schwulenseuche“ auf die Tagesordnung brachten, die Entwicklung neuer Medikamente forderten, und deren rasche Zulassung durch die FDA. Bis schliesslich die Kombinationsbehandlung mit mehreren antiretroviralen Medikamenten, einschliesslich des im Film zunächst verteufelten Zidovudin (AZT) den Durchbruch brachte, und die HIV-AIDS Krankheit zu dem machte, was sie heute noch ist: eine behandelbare aber – von wenigen Ausnahmen abgesehen - nicht heilbare, chronische Erkrankung.
Als Fussnote sei noch erwähnt, dass ein paar unbelehrbare HIV-AIDS-Leugner gegen die Behandlung der HIV-Krankheit – trotz aller Behandlungserfolge - anrennen und den Unfug verbreiten, entweder gibt es das HIV-Virus nicht, oder aber es erzeugt nicht AIDS.


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onlinedienst - 10. Mär, 07:00 Article 1768x read