Familie Clinton, Besuche in Kasachstan: OSZE und Uran
Dr. Alexander von Paleske --- 2.12. 2010 --- US-Außenministerin Hillary Clinton besuchte Anfang der Woche Kasachstan, um an der Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, (OSZE) teilzunehmen. Kasachstan hat zur Zeit den Vorsitz inne.
Kasachstan gehört zu den Ländern, wo die Korruption blüht, Demokratie ein Fremdwort ist, die Opposition verfolgt wird und die US-Diplomaten sich darüber beschweren.
In den Depeschen der Botschaft der USA aus der Hauptstadt Kasachstans, Astana, die jetzt von Wikileaks veröffentlicht wurden, heißt es im Jahre 2008 zum Beispiel:
"In many instances government figures receive profits from business registered in the name of their spouses or other relatives. In other cases they are stealing directly from the public trough”
Das ist aber nur eine von vielen Beschwerden.
Fehlende Depesche
Es fehlt allerdings eine wichtige Beschwerde, jedenfalls dann, wenn die US-Botschaft die Maßstäbe auch an die USA selbst anlegen würde, und zwar über einen Vorgang, der gerade mal 5 Jahre zurückliegt.
In diesen unerquicklichen Vorgang war auch der Gatte der US- Außenministerin und frühere US-Präsident Bill Clinton involviert, und das hat etwas mit den Schürfrechten für Uran zu tun.
Kasachstan und sein Uran
Kasachstan besitzt rund 20% der Uranreserven der Welt. Der Weltmarktpreis für Uran ist, wie der für viele andere Rohstoffe auch, im Steigflug begriffen, bedingt durch die große Nachfrage und das knappe Angebot. Das erzeugt natürlich Begehrlichkeiten auf der Seite von Minenunternehmen, die an die Schürfrechte kommen wollen. In Kasachstan standen sie Schlange.
Mitbieter bei den Schürfrechten war auch ein gewisser Frank Giustra, Minenbaron , einstmals Investmentbanker bei Merrill Lynch, der flugs die Firma Urasia gründete.
.
Aber da hatten andere, bereits lang etablierte Minenunternehmen, von ihrer Erfahrung her weit bessere Karten, sollte man meinen.
Die Bevölkerung Kasachstans ist bitterarm. Das könnte sich ja nun ändern, sollte man meinen, wenn der Rohstoffreichtum der Bevölkerung dienen würde.
Aber es sollte ganz anders kommen
Frank Giustra hatte nach der Tsunami-Katastrophe 2004 in Asien Bill Clinton kennengelernt, und war „tief beeindruckt“ von seinem Charity-Work..
Man freundete sich an, Bill Clinton durfte Giustras Privat-Jet vom Typ MD 87 mitbenutzen, beide spielten gerne auch mal zusammen, Giustra blies in die Trompete, Bill Clinton in das Saxophon.

Wunderbare Freundschaft, Giustra (r) Clinton (m)
Aber mehr noch: Mit Billl Clinton im Schlepptau hatte Giustra nun im Bieterwettsreit um Kasachstans Uranreserven einen unbestreitbaren Vorteil: kein andere Mitbieter hatte einen Ex-Präsidenten als wohlmeinenden Unterstützer aufzubieten, noch dazu einen Ex US Präsidenten.
Wenn der Frank mit dem Bill...
Und so reiste dann im Jahre 2005 Frank Giustra zusammen mit Bill Clinton nach Kasachstan, um dem Präsidenten Nursultan Nazarbayev ihre Aufwartung zu machen, wohl wissend, dass in Kasachstan nur das Wort Nazarbayevs etwas gilt.
Clinton beglückwünschte Nazarbayev, dass er enger mit der OSZE zusammenarbeiten wolle, und daher der Demokratie eine Chance gebe.
Clinton reiste ab, Giustra blieb noch ein wenig. 48 Stunden nach der Abreise Clintons hatte Giustra die Schürfrechte in der Tasche. Für 450 Millionen US Dollar.
Damit wurde Urasia auf einen Schlag der größte Uranförderer der Welt, von Null auf 20.
Kurze Zeit später landeten Millionenbeträge auf dem Konto von Bill Clintons Wohltätigkeitsverein. Eingezahlt von einem gewissen Frank Giustra.
Der Kurs der Aktie von Giustras Firma Urasia stieg von 10 Cents auf 7 US-Dollar innerhalb von zwei Jahren.
Im Jahre 2007 verkaufte Giustra seine Firma an die Minengesellschaft Uranium One für 3,1 Milliarden US-Dollar, Zum Siebenfachen des Einkausfspreises. Einfach So. Grossartig - allerdings nicht für die Bevölkerung Kasachstans.
Und nachdem Nazarbayev - auch heute immer noch Staatsoberhaupt Kasachstans - Kontakt mit der OSZE auf Empfehlung Bill Clintons aufgenommen, und deren Ratschläge sich angehört hatte, ließ er sich im Dezember 2005 gleich wiederwählen - mit 90% der Stimmen, wie es sich für einen (Schein-)Demokraten so gehört.

"Demokrat" Nazarbayev
Allerdings gibt es kein Kabel, kein Fax und keine E-Mail der US-Botschaft, in welchem sich über Clinton und / oder Giustra wegen des Uranium-Deals beschwert wurde, warum auch?
Bill Clinton und seine grosszügigen Spender
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Kasachstan gehört zu den Ländern, wo die Korruption blüht, Demokratie ein Fremdwort ist, die Opposition verfolgt wird und die US-Diplomaten sich darüber beschweren.
In den Depeschen der Botschaft der USA aus der Hauptstadt Kasachstans, Astana, die jetzt von Wikileaks veröffentlicht wurden, heißt es im Jahre 2008 zum Beispiel:
"In many instances government figures receive profits from business registered in the name of their spouses or other relatives. In other cases they are stealing directly from the public trough”
Das ist aber nur eine von vielen Beschwerden.
Fehlende Depesche
Es fehlt allerdings eine wichtige Beschwerde, jedenfalls dann, wenn die US-Botschaft die Maßstäbe auch an die USA selbst anlegen würde, und zwar über einen Vorgang, der gerade mal 5 Jahre zurückliegt.
In diesen unerquicklichen Vorgang war auch der Gatte der US- Außenministerin und frühere US-Präsident Bill Clinton involviert, und das hat etwas mit den Schürfrechten für Uran zu tun.
Kasachstan und sein Uran
Kasachstan besitzt rund 20% der Uranreserven der Welt. Der Weltmarktpreis für Uran ist, wie der für viele andere Rohstoffe auch, im Steigflug begriffen, bedingt durch die große Nachfrage und das knappe Angebot. Das erzeugt natürlich Begehrlichkeiten auf der Seite von Minenunternehmen, die an die Schürfrechte kommen wollen. In Kasachstan standen sie Schlange.
Mitbieter bei den Schürfrechten war auch ein gewisser Frank Giustra, Minenbaron , einstmals Investmentbanker bei Merrill Lynch, der flugs die Firma Urasia gründete.
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Aber da hatten andere, bereits lang etablierte Minenunternehmen, von ihrer Erfahrung her weit bessere Karten, sollte man meinen.
Die Bevölkerung Kasachstans ist bitterarm. Das könnte sich ja nun ändern, sollte man meinen, wenn der Rohstoffreichtum der Bevölkerung dienen würde.
Aber es sollte ganz anders kommen
Frank Giustra hatte nach der Tsunami-Katastrophe 2004 in Asien Bill Clinton kennengelernt, und war „tief beeindruckt“ von seinem Charity-Work..
Man freundete sich an, Bill Clinton durfte Giustras Privat-Jet vom Typ MD 87 mitbenutzen, beide spielten gerne auch mal zusammen, Giustra blies in die Trompete, Bill Clinton in das Saxophon.

Wunderbare Freundschaft, Giustra (r) Clinton (m)
Aber mehr noch: Mit Billl Clinton im Schlepptau hatte Giustra nun im Bieterwettsreit um Kasachstans Uranreserven einen unbestreitbaren Vorteil: kein andere Mitbieter hatte einen Ex-Präsidenten als wohlmeinenden Unterstützer aufzubieten, noch dazu einen Ex US Präsidenten.
Wenn der Frank mit dem Bill...
Und so reiste dann im Jahre 2005 Frank Giustra zusammen mit Bill Clinton nach Kasachstan, um dem Präsidenten Nursultan Nazarbayev ihre Aufwartung zu machen, wohl wissend, dass in Kasachstan nur das Wort Nazarbayevs etwas gilt.
Clinton beglückwünschte Nazarbayev, dass er enger mit der OSZE zusammenarbeiten wolle, und daher der Demokratie eine Chance gebe.
Clinton reiste ab, Giustra blieb noch ein wenig. 48 Stunden nach der Abreise Clintons hatte Giustra die Schürfrechte in der Tasche. Für 450 Millionen US Dollar.
Damit wurde Urasia auf einen Schlag der größte Uranförderer der Welt, von Null auf 20.
Kurze Zeit später landeten Millionenbeträge auf dem Konto von Bill Clintons Wohltätigkeitsverein. Eingezahlt von einem gewissen Frank Giustra.
Der Kurs der Aktie von Giustras Firma Urasia stieg von 10 Cents auf 7 US-Dollar innerhalb von zwei Jahren.
Im Jahre 2007 verkaufte Giustra seine Firma an die Minengesellschaft Uranium One für 3,1 Milliarden US-Dollar, Zum Siebenfachen des Einkausfspreises. Einfach So. Grossartig - allerdings nicht für die Bevölkerung Kasachstans.
Und nachdem Nazarbayev - auch heute immer noch Staatsoberhaupt Kasachstans - Kontakt mit der OSZE auf Empfehlung Bill Clintons aufgenommen, und deren Ratschläge sich angehört hatte, ließ er sich im Dezember 2005 gleich wiederwählen - mit 90% der Stimmen, wie es sich für einen (Schein-)Demokraten so gehört.

"Demokrat" Nazarbayev
Allerdings gibt es kein Kabel, kein Fax und keine E-Mail der US-Botschaft, in welchem sich über Clinton und / oder Giustra wegen des Uranium-Deals beschwert wurde, warum auch?





onlinedienst - 2. Dez, 05:30 Article 6937x read