Flug T7-CPX, ein Mord in Persien und die letzten Wochen Donald Trumps im Weissen Haus
Dr. Alexander von Paleske —– 1.12. 2020 —–
Am Sonntag dem 22.11.2020 startete ein Privatjet mit der Kennzeichnung T7-CPX von Tel Aviv/ Israel mit dem Ziel die neue saudi-arabische Mega-Stadt Neom.
An Bord der Machine: Israels Premier Benjamin Netanyahu, sein militärischer Referent Avi Bluth, Sicherheitsberater Meir Ben-Shabbat und der Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Yossi Cohen.
Sie wurden erwartet von dem saudischen Kronprinz und de facto Machhaber, Prinz Mohamed bin Salman (Kürzel: MBS), US-Aussenminister Pompeo war bereits angereist.
5 Tage später wurde der iranische Atomphysiker und Professor an der Imam Hussein Universität in Teheran, Mohsen Fakhrizadeh durch eine ferngezündete Bombe getötet. Fakhrizadeh war auch Leiter des Iranischen Atomprogramms und General der iranischen Revolutiuonsgarden. Der Anschlag geht mit Sicherheit auf Israels Konto. Es ist nicht der erste derartige Anschlag des Mossad gegen einen Mitarbeiter an dem iranischen Atom- und Raktenprogramm. Zuvor waren bereits Fereidoun Abbassi Davani , der bei einem Anschlag schwerverletzt wurde, und sein Kollege Majid Shahriari (der getötet wurde), Masoud Ali Mohammad, Ardeshir Hosseinpour und Mostafa Ahmadi Roshan Ziel von Mossad-Anschlägen. siehe auch hier.
Zusammenhang offensichtlich
Es drängt sich der Zusammenhang zwischen dem Treffen der einstigen Erzfeinde in Saudi-Arabien und dem Bombenanschlag auf. Es ist aber kaum anzunehmen, dass Netanyahu nur wegen der Ankündigung dieses Bombenschlags sich mit dem saudischen Kronprinz MBS treffen wollte. Ebenso wenig ist anzunehmen, dass Saudi-Arabien bereits jetzt – wie Bahrein und die Emirate am Golf – die Beziehungen zu Israel normalisiert. Es ging vermutlich um sehr, sehr viel mehr: Um einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen und Raketenbasen durch Israel.
Die Zeit drängt, denn Joe Biden, der gewählte Nachfolger Trumps, dürfte kaum seine Zustimmung zu einem derartigen hochgefährlichen Akt der Aggression geben, sondern auf Verhandlungen mit dem Iran setzen.
Falls Israel, und mit ihm Saudi-Arabien, geglaubt haben sollten, den Iran mit der Tötung Fakhazidehs zu einem militärischen Racheakt veranlassen zu können, und so einen Vergeltungsschlag Israels, und damit eine Rechtfertigung eines Krieges herbeizuführen, so ist dieser Plan nicht aufgegangen. Der Iran setzt weiter voll auf Verhandlungen nach dem Wechsel im Weissen Haus,
Daher wird ein Angriff Israels – auch ohne “Racheakte” des Iran – immer wahrscheinlicher, abgedeckt von Donald Trump, der seine letzten Tage im Weissen Haus daran arbeitet, nicht nur die Lüge vom Wahlbetrug weiter zu verbreiten, und mit völlig substanzlosen und deshalb erfolglosen Gerichtsverfahren zu untermauern, sondern auch als jemand in die Geschichte einzugehen, der den Konflikt im Nahen und mittleren Osten “gelöst” hat – mit Krieg – auf den letzten Metern seiner Präsidentschaft.
So ist dann wohl auch seine seine Ankündigung verstehen:
“Es werde noch viel passieren in der verbleibenden Zeit”.
Trumps Schwiegersohn in Saudi-Arabien
Heute ist auch noch Trumps Schwiegersohn und enger Vertrauter, Jared Kushner, in Saudi Arabien eingetroffen. Das Ziel: den Konflikt Saudi Arabiens mit Katar zu lösen. Saudi-Arabien hatte die Landverbindung zu Katar blockiert,und den Luftraum für Qatar Airways gesperrt, weil Katar nicht bereit war, seine freundschaftliche Politik gegenüber dem Iran aufzugeben.
Die USA unterhalten in Katar eine grosse Militärbasis, die im Falle eines Konflikts mit dem Iran gebraucht wird. Katar könnte die Teilnahme an einer Militäraktion von seinem Territorium aus untersagen.
Bereits am 19.11. 2020 wurde hier herausgearbeitet:
Der designierte US-Präsident Joe Biden hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er Trumps Massnahmen gegen den Klimaschutz, den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, und Austritte aus internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), am ersten Tag seines Amtsantritts rückgängig machen will.
Ausserdem beabsichtigt er, das Iran- Atomabkommen – ebenfalls von Trump in die Tonne getreten, und den Iran mit verschärften Sanktionen überzogen – neu zu verhandeln.
Letzteres müsste Trump besonders treffen, denn er ist stolz darauf, nicht nur die Botschaft der USA in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt, sondern auch mehrere arabische Staaten mit Israel “versöhnt “ zu haben – damit das Palästinenserproblem aber keinen Jota einer Lösung nähergebracht .
Kriegskoalition statt Frieden
Tatsächlich handelt es sich bei dieser Politik, der Herstellung diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und einigen arabischen Staaten, wie dem Sudan, Bahrein und den Emiraten am Golf – auch Saudi Arabien plant offenbar, seine Beziehungen zu Israel zu normalisieren – nicht um eine Versöhnung, sondern vielmehr um das Schmieden einer Kriegskoalition gegen den Iran nach dem Motto: “meines Feindes Feind ist mein Freund”.
Nun kommt hinzu, dass der Iran wieder die Urananreicherung aufgenommen hat, was bis zur Aufkündigung des Atomvertrages durch Präsident Trump auf Eis gelegt war.
Von Beginn an bekämpft
Israels Regierung hatte von Anfang an den Atomvertrag mit dem Iran bekämpft, fand schliesslich in Trump einen Verbündeten, nein: seinen bisher besten Freund. Ebenso bekämpften diesen Vertrag sunnitische arabische Länder, allen voran Saudi-Arabien.
Die sunnitisch geführten Regierungen wollen den schiitischen Iran schwächen, konkreter: sein atomares Bedrohungspotential so rasch wie möglich vernichten. Nur fehlen ihnen die militärischen Mittel, das gilt auch für Saudi Arabien mit seiner von Prinzen geführten Operettenarmee: zwar hochmodern von den USA ausgerüstet, der Kampfkraft iranischer Truppen jedoch hoffnungslos unterlegen. Also soll der Erzfeind Israel mit ran.
Ziel: Schwächung des Iran durch Luftangriffe
Ziel dieser neuen unheiligen Allianz: den Iran nachhaltig zu schwächen, was nach dem Scheitern der Wirksamkeit der gegen den Iran verhängten Sanktionen nur einen militärischen Schlag bedeuten kann. Ziel derartiger Angriffe wären die Atomanlagen und Teil der militärischen Infrastruktur – allerdings ohne den Einsatz von Bodentruppen.
Sollte, womit dann zu rechnen wäre, der Iran nach einem derartigen Angriff seinerseits Raketen abfeuern, sei es auf Saudi-Arabien, sei es auf Israel, und die Strasse von Hormuz , damit die Oeltransporte, sperren, würden Militärschläge durch die USA folgen. Dieser Krieg hätte dann das Zeug in einen grossen Krieg im Mittleren Osten zu münden – und darüber hinaus.
Abgekartetes Spiel
Trump würde natürlich nicht den Krieg beginnen, aber nach Angriffen Israels – und Saudi-Arabiens – sich durch die Umstände “ genötigt” sehen, Israel beizustehen. Gleichzeitig zieht er jetzt Truppen aus Afghanistan und dem Irak ab – nichts als das Werfen von Nebelkerzen Ein abgekartetes Spiel.
Die Kriegsgefahr im Nahen und Mittleren Osten war noch nie so hoch, wie jetzt, in den letzten Tagen von Trumps Präsidentschaft. Erstaunlich allerdings, wie wenig Aufmerksamkeit dies in den westlichen Ländern, ausserhalb der USA, erzeugt.
Am Sonntag dem 22.11.2020 startete ein Privatjet mit der Kennzeichnung T7-CPX von Tel Aviv/ Israel mit dem Ziel die neue saudi-arabische Mega-Stadt Neom.
An Bord der Machine: Israels Premier Benjamin Netanyahu, sein militärischer Referent Avi Bluth, Sicherheitsberater Meir Ben-Shabbat und der Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Yossi Cohen.
Sie wurden erwartet von dem saudischen Kronprinz und de facto Machhaber, Prinz Mohamed bin Salman (Kürzel: MBS), US-Aussenminister Pompeo war bereits angereist.
5 Tage später wurde der iranische Atomphysiker und Professor an der Imam Hussein Universität in Teheran, Mohsen Fakhrizadeh durch eine ferngezündete Bombe getötet. Fakhrizadeh war auch Leiter des Iranischen Atomprogramms und General der iranischen Revolutiuonsgarden. Der Anschlag geht mit Sicherheit auf Israels Konto. Es ist nicht der erste derartige Anschlag des Mossad gegen einen Mitarbeiter an dem iranischen Atom- und Raktenprogramm. Zuvor waren bereits Fereidoun Abbassi Davani , der bei einem Anschlag schwerverletzt wurde, und sein Kollege Majid Shahriari (der getötet wurde), Masoud Ali Mohammad, Ardeshir Hosseinpour und Mostafa Ahmadi Roshan Ziel von Mossad-Anschlägen. siehe auch hier.
Zusammenhang offensichtlich
Es drängt sich der Zusammenhang zwischen dem Treffen der einstigen Erzfeinde in Saudi-Arabien und dem Bombenanschlag auf. Es ist aber kaum anzunehmen, dass Netanyahu nur wegen der Ankündigung dieses Bombenschlags sich mit dem saudischen Kronprinz MBS treffen wollte. Ebenso wenig ist anzunehmen, dass Saudi-Arabien bereits jetzt – wie Bahrein und die Emirate am Golf – die Beziehungen zu Israel normalisiert. Es ging vermutlich um sehr, sehr viel mehr: Um einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen und Raketenbasen durch Israel.
Die Zeit drängt, denn Joe Biden, der gewählte Nachfolger Trumps, dürfte kaum seine Zustimmung zu einem derartigen hochgefährlichen Akt der Aggression geben, sondern auf Verhandlungen mit dem Iran setzen.
Falls Israel, und mit ihm Saudi-Arabien, geglaubt haben sollten, den Iran mit der Tötung Fakhazidehs zu einem militärischen Racheakt veranlassen zu können, und so einen Vergeltungsschlag Israels, und damit eine Rechtfertigung eines Krieges herbeizuführen, so ist dieser Plan nicht aufgegangen. Der Iran setzt weiter voll auf Verhandlungen nach dem Wechsel im Weissen Haus,
Daher wird ein Angriff Israels – auch ohne “Racheakte” des Iran – immer wahrscheinlicher, abgedeckt von Donald Trump, der seine letzten Tage im Weissen Haus daran arbeitet, nicht nur die Lüge vom Wahlbetrug weiter zu verbreiten, und mit völlig substanzlosen und deshalb erfolglosen Gerichtsverfahren zu untermauern, sondern auch als jemand in die Geschichte einzugehen, der den Konflikt im Nahen und mittleren Osten “gelöst” hat – mit Krieg – auf den letzten Metern seiner Präsidentschaft.
So ist dann wohl auch seine seine Ankündigung verstehen:
“Es werde noch viel passieren in der verbleibenden Zeit”.
Trumps Schwiegersohn in Saudi-Arabien
Heute ist auch noch Trumps Schwiegersohn und enger Vertrauter, Jared Kushner, in Saudi Arabien eingetroffen. Das Ziel: den Konflikt Saudi Arabiens mit Katar zu lösen. Saudi-Arabien hatte die Landverbindung zu Katar blockiert,und den Luftraum für Qatar Airways gesperrt, weil Katar nicht bereit war, seine freundschaftliche Politik gegenüber dem Iran aufzugeben.
Die USA unterhalten in Katar eine grosse Militärbasis, die im Falle eines Konflikts mit dem Iran gebraucht wird. Katar könnte die Teilnahme an einer Militäraktion von seinem Territorium aus untersagen.
Bereits am 19.11. 2020 wurde hier herausgearbeitet:
Der designierte US-Präsident Joe Biden hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er Trumps Massnahmen gegen den Klimaschutz, den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, und Austritte aus internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), am ersten Tag seines Amtsantritts rückgängig machen will.
Ausserdem beabsichtigt er, das Iran- Atomabkommen – ebenfalls von Trump in die Tonne getreten, und den Iran mit verschärften Sanktionen überzogen – neu zu verhandeln.
Letzteres müsste Trump besonders treffen, denn er ist stolz darauf, nicht nur die Botschaft der USA in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt, sondern auch mehrere arabische Staaten mit Israel “versöhnt “ zu haben – damit das Palästinenserproblem aber keinen Jota einer Lösung nähergebracht .
Kriegskoalition statt Frieden
Tatsächlich handelt es sich bei dieser Politik, der Herstellung diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und einigen arabischen Staaten, wie dem Sudan, Bahrein und den Emiraten am Golf – auch Saudi Arabien plant offenbar, seine Beziehungen zu Israel zu normalisieren – nicht um eine Versöhnung, sondern vielmehr um das Schmieden einer Kriegskoalition gegen den Iran nach dem Motto: “meines Feindes Feind ist mein Freund”.
Nun kommt hinzu, dass der Iran wieder die Urananreicherung aufgenommen hat, was bis zur Aufkündigung des Atomvertrages durch Präsident Trump auf Eis gelegt war.
Von Beginn an bekämpft
Israels Regierung hatte von Anfang an den Atomvertrag mit dem Iran bekämpft, fand schliesslich in Trump einen Verbündeten, nein: seinen bisher besten Freund. Ebenso bekämpften diesen Vertrag sunnitische arabische Länder, allen voran Saudi-Arabien.
Die sunnitisch geführten Regierungen wollen den schiitischen Iran schwächen, konkreter: sein atomares Bedrohungspotential so rasch wie möglich vernichten. Nur fehlen ihnen die militärischen Mittel, das gilt auch für Saudi Arabien mit seiner von Prinzen geführten Operettenarmee: zwar hochmodern von den USA ausgerüstet, der Kampfkraft iranischer Truppen jedoch hoffnungslos unterlegen. Also soll der Erzfeind Israel mit ran.
Ziel: Schwächung des Iran durch Luftangriffe
Ziel dieser neuen unheiligen Allianz: den Iran nachhaltig zu schwächen, was nach dem Scheitern der Wirksamkeit der gegen den Iran verhängten Sanktionen nur einen militärischen Schlag bedeuten kann. Ziel derartiger Angriffe wären die Atomanlagen und Teil der militärischen Infrastruktur – allerdings ohne den Einsatz von Bodentruppen.
Sollte, womit dann zu rechnen wäre, der Iran nach einem derartigen Angriff seinerseits Raketen abfeuern, sei es auf Saudi-Arabien, sei es auf Israel, und die Strasse von Hormuz , damit die Oeltransporte, sperren, würden Militärschläge durch die USA folgen. Dieser Krieg hätte dann das Zeug in einen grossen Krieg im Mittleren Osten zu münden – und darüber hinaus.
Abgekartetes Spiel
Trump würde natürlich nicht den Krieg beginnen, aber nach Angriffen Israels – und Saudi-Arabiens – sich durch die Umstände “ genötigt” sehen, Israel beizustehen. Gleichzeitig zieht er jetzt Truppen aus Afghanistan und dem Irak ab – nichts als das Werfen von Nebelkerzen Ein abgekartetes Spiel.
Die Kriegsgefahr im Nahen und Mittleren Osten war noch nie so hoch, wie jetzt, in den letzten Tagen von Trumps Präsidentschaft. Erstaunlich allerdings, wie wenig Aufmerksamkeit dies in den westlichen Ländern, ausserhalb der USA, erzeugt.
onlinedienst - 2. Dez, 15:51 Article 262x read