Minister Dirk Teppich-Niebel: Jetzt rede ich
Dr. Alexander von Paleske --- 8.6. 2012 --- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:
Dirk Teppich-Niebel
Bundesminister für Exportförderung
- Schwerpunkt: Dritte Welt-Länder -
Im Regierungsviertel 5
Berlin
Guten Morgen Deutschland,
aufgrund der erbärmlichen Berichterstattung über meinen neuen Afghan-Teppich und dessen Transport nach Deutschland, sehe ich mich veranlasst, zum Zwecke der Klarstellung mich direkt an die Deutsche Volksgemeinschaft zu wenden:
1. Der handgeknüpfte schöne Teppich ist nicht, wie von der Presse frei erfunden, neun Quadratmeter gross, sondern lediglich 8,95 Quadratmeter. Den Teppich wählte ich in der Deutschen Botschaft unter mehreren dort von einem Teppichhändler präsentierten Stücken aus.
2. Der Transport mit einer Maschine des Bundesnachrichtendienstes sollte sicherstellen, dass der wertvolle Teppich nicht unterwegs gestohlen wurde.
Als Handgepäck konnte ich ihn ja wohl kaum auf einer Linienmaschine, mit der ich flog, mitnehmen.
3. Die Maschinen des Bundesnachrichtendienstes fliegen ohnehin oftmals leer aus Afghanistan zurück; auf dem Hinweg sind sie meist mit papierenem Propagandamaterial gefüllt, das aber leider von der Bevölkerung Afghanistans eher als Toilettenpapier zweckentfremdet wird.
4. Der Kauf des Teppichs in Kabul sollte gerade auch ein Beispiel setzen: wie wir Ländern der Dritten Welt helfen können, indem wir nicht nur Waffen dorthin schicken, sondern ihnen ihre Waren abnehmen, und zwar ohne dass Zwischenhändler und Exporteure daran auch noch Geld verdienen.
Direkte Entwicklungshilfe vor Ort sozusagen.
Ein ausserordentlich nachahmenswertes Beispiel für alle Deutschen Touristen und Soldaten in Dritte Welt Ländern.

Das bin ich im Auslands-Outfit
5. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat mit Flügen schon in der Vergangenheit, zwar nicht mir, aber anderen ausgeholfen, z.B. dem mittlerweile verstorbenen österreichischen Rechtsaussen Haider, als der den Irak-Diktator Saddam Hussein seinerzeit besuchte.
Insofern konnte ich bei dem relativ harmlosen Teppich-Transport auch nichts Absonderliches feststellen.
Und der Vorwurf der Steuerhinterziehung, bloss weil der deutsche Zoll nicht aufpasste, ist geradezu albern. Im übrigen kann ich nicht den ganzen Tag mit dem Steuerrecht unter dem Arm herumlaufen.
6. Anstatt die Deutsche Volksgemeinschaft aufzufordern, bei der Suche nach dem Sicherheitsloch im BND mitzuhelfen, (Stichwort: verschwundene Baupläne für die neue BND-Zentrale in Berlin), versuchen diese Medien-Tintenkulis jetzt Stimmung wegen dieses kleinen 30kg Teppichs gegen mich zu machen. Lächerlich.
Dabei bleibt auch noch völlig unberücksichtigt, welche Verdienste ich mir gerade bei der Exportförderung der Deutschen Wirtschaft in Dritte Welt Länder erworben, und gleichzeitig die völlig überflüssigen Hilfszahlungen an Organisationen wie den Global Fund zur Bekämpfung von AIDS, Malaria und TB drastisch zurückgefahren habe,
Eine Organisation zur Impfförderung in Dritte Welt Ländern, genannt GAVI, bekommt von uns so gut wie nichts, ganz auf der Linie der Richtungsänderung in meinem Ministerium, die ich durchgesetzt habe.
Gute Nacht Deutschland
Dirk Teppich-Niebel
Minister auf Abruf
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Dirk Teppich-Niebel
Bundesminister für Exportförderung
- Schwerpunkt: Dritte Welt-Länder -
Im Regierungsviertel 5
Berlin
Guten Morgen Deutschland,
aufgrund der erbärmlichen Berichterstattung über meinen neuen Afghan-Teppich und dessen Transport nach Deutschland, sehe ich mich veranlasst, zum Zwecke der Klarstellung mich direkt an die Deutsche Volksgemeinschaft zu wenden:
1. Der handgeknüpfte schöne Teppich ist nicht, wie von der Presse frei erfunden, neun Quadratmeter gross, sondern lediglich 8,95 Quadratmeter. Den Teppich wählte ich in der Deutschen Botschaft unter mehreren dort von einem Teppichhändler präsentierten Stücken aus.
2. Der Transport mit einer Maschine des Bundesnachrichtendienstes sollte sicherstellen, dass der wertvolle Teppich nicht unterwegs gestohlen wurde.
Als Handgepäck konnte ich ihn ja wohl kaum auf einer Linienmaschine, mit der ich flog, mitnehmen.
3. Die Maschinen des Bundesnachrichtendienstes fliegen ohnehin oftmals leer aus Afghanistan zurück; auf dem Hinweg sind sie meist mit papierenem Propagandamaterial gefüllt, das aber leider von der Bevölkerung Afghanistans eher als Toilettenpapier zweckentfremdet wird.
4. Der Kauf des Teppichs in Kabul sollte gerade auch ein Beispiel setzen: wie wir Ländern der Dritten Welt helfen können, indem wir nicht nur Waffen dorthin schicken, sondern ihnen ihre Waren abnehmen, und zwar ohne dass Zwischenhändler und Exporteure daran auch noch Geld verdienen.
Direkte Entwicklungshilfe vor Ort sozusagen.
Ein ausserordentlich nachahmenswertes Beispiel für alle Deutschen Touristen und Soldaten in Dritte Welt Ländern.

Das bin ich im Auslands-Outfit
5. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat mit Flügen schon in der Vergangenheit, zwar nicht mir, aber anderen ausgeholfen, z.B. dem mittlerweile verstorbenen österreichischen Rechtsaussen Haider, als der den Irak-Diktator Saddam Hussein seinerzeit besuchte.
Insofern konnte ich bei dem relativ harmlosen Teppich-Transport auch nichts Absonderliches feststellen.
Und der Vorwurf der Steuerhinterziehung, bloss weil der deutsche Zoll nicht aufpasste, ist geradezu albern. Im übrigen kann ich nicht den ganzen Tag mit dem Steuerrecht unter dem Arm herumlaufen.
6. Anstatt die Deutsche Volksgemeinschaft aufzufordern, bei der Suche nach dem Sicherheitsloch im BND mitzuhelfen, (Stichwort: verschwundene Baupläne für die neue BND-Zentrale in Berlin), versuchen diese Medien-Tintenkulis jetzt Stimmung wegen dieses kleinen 30kg Teppichs gegen mich zu machen. Lächerlich.
Dabei bleibt auch noch völlig unberücksichtigt, welche Verdienste ich mir gerade bei der Exportförderung der Deutschen Wirtschaft in Dritte Welt Länder erworben, und gleichzeitig die völlig überflüssigen Hilfszahlungen an Organisationen wie den Global Fund zur Bekämpfung von AIDS, Malaria und TB drastisch zurückgefahren habe,
Eine Organisation zur Impfförderung in Dritte Welt Ländern, genannt GAVI, bekommt von uns so gut wie nichts, ganz auf der Linie der Richtungsänderung in meinem Ministerium, die ich durchgesetzt habe.
Gute Nacht Deutschland
Dirk Teppich-Niebel
Minister auf Abruf
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Zu den zweifelhaften Aktivitäten des BND



Zu BND-Ex Chef Uhrlau



onlinedienst - 8. Jun, 09:28 Article 2516x read
Teppich
Antwort
Sehr geehrte Frau Julia,
Ganz, ganz herzlichen Dank für Ihre aufmunternde Stellungnahme. Auch ich finde diese Pressehatz lächerlich.
Wir Politiker sollten eigentlich Privilegien geniessen, auch die der Zollfreiheit, wie das in vielen anderen Staaten ja üblich ist. Das würde verhindern, dass manch einer sich versucht fühlt, nach dem 11. Gebot vorzugehen. "Lass Dich nicht erwischen".
Ich habe nun wirklich Wichtigeres zu tun, als mich mit dieser albernen Zoll-Nachzahlung herumzuschlagen.Insbesondere will ich die Deutschen Exporte in 3. Welt-Länder vorantreiben und die Mittel für NGO's drastisch zu kürzen.
MfG
D. T-N.