Nach Nizza: der nächste Anschlag liess nicht auf sich warten, mit weiteren muss gerechnet werden
Dr. Alexander von Paleske ----- 18.7. 2016 ------ Ein Prophet brauchte man nicht zu sein, um vorauszusagen, dass der brutale Anschlag in Nizza nicht der letzte seiner Art sein würde: Heute unternahm ein Islamist in Kasachstan einen Terrorangriff, wiederum mit einem Fahrzeug, und tötete mehrere Personen. .
Tägliche Anschläge - kaum der Rede wert
Von den unzähligen fast täglichen Anschlägen der Islam-Terroristen in Bagdad mit jeweils Dutzenden von Toten nimmt in Europa leider kaum noch jemand Notiz.
Auch bedurfte es keiner Prophetie, dass die Geheimdienste nicht in der Lage sein würden, individuell radikalisierte Islam-Terroristen in der westlichen Welt rechtzeitig zu erkennen, und so derartige Anschläge zu verhindern.
Teil des täglichen Lebens
Derartige Attentate werden leider zum Leben - nicht nur wie bisher in Bagdad, sondern auch in der westlichen Welt - in Zukunft gehören.
Die Verantwortung dafür tragen zum nicht geringen Teil westliche Regierungen mit ihrer aberwitzigen Politik: Vom Einmarsch in den Irak 2003, über die Beseitigung Gaddafis in Libyen, bis zum Versuch des Sturzes Assads in Syrien.
In zwei Aspekten unterscheiden sich diese Islam-Terroristen von den herkömmlichen Terroristen mit denen wir es bisher zu tun hatten:
- Sie wollen den Anschlag nicht überleben, weil sie sonst ja nicht als Märtyrer den Eingang in das Himmelreich finden können, wo Jungfrauen im Dutzend angeblich auf sie warten.
- Sie richten sich mit ihren Attentaten vornehmlich nicht etwa gegen Einrichtungen des verhassten Staates der Ungläubigen, sondern gegen unbeteiligte Zivilisten, auch wenn darunter moslemische Glaubensbrüder sind.
Maximaler Terror
Es geht ihnen um maximale Zahlen von Todesopfern, um Angst und Schrecken zu verbreiten, gleichzeitig Stärke zu suggerieren, die wiederum andere Islamisten motivieren soll, es ihnen gleichzutun, bzw. sich aufzumachen in Richtung Syrien und Irak, um dort die Feinde des Kalifats, des Gottesstaates, zu bekämpfen.
Die staatliche Ordnung westlicher Prägung wird als unreligiös abgelehnt, eine Integration ist unter diesen Umständen ausgeschlossen. Das gilt im übrigen nicht nur für gewaltbereite Islamisten, sondern auch für nicht gewaltbereite radikale Moslems.
Mehr Konflikte statt weniger
Angesichts dieser Terrorlage dürfte man erwarten, dass alle Kräfte weltweit gebündelt würden und werden, um diesen Todesbringern das Handwerk zu legen.
Davon kann jedoch keine Rede sein.
Der Nachschub an Menschen aus westlichen Ländern in den IS „Gottesstaat“ über die Türkei wurde nicht wirksam unterbunden. Die türkische Regierung hat in den vergangenen Jahren diese Terrorbanden auf seinem Staatsgebiet als Transithelfer gewähren lassen, solange sie gegen die syrische Regierung unter Assad kämpften, fei nach dem Motto: Meines Feindes Feinde sind meine Freunde.
Stattdessen konzentrierte sich Präsident Erdogan darauf,, die kurdische Minderheit anzugreifen, den Waffenstillstand aufzukündigen, und die Opposition im eigenen Lande zu verfolgen: sie entweder einzusperren oder ins Exil zu treiben. Und nach dem fehlgeschlagenen Putsch die Massenverhaftungen – welche Gelegenheit könnte günstiger sein.
Tolerierung heuchlerischer Politik
Gleichwohl hat der Westen diese heuchlerische Politik der türkischen Regierung nicht scharf angegriffen, sondern die Türkei als NATO-Brudernation behandelt: die Bundesregierung schickte Patriot-Abwehrsysteme zum Schutz gegen angeblich drohende Angriffe der syrischen Regierung dorthin, und benutzt jetzt türkische Militärbasen für Aufklarungsflüge über Syrien.
Feind Nr. 1: Assad
Die syrische Assad-Regierung wurde vom Westen 2012 zum Feind Nr.1 erklärt, die so schnell wie möglich davongejagt werden müssse, Verhandlungen mit dem syrischen Verbündeten Russland zur friedlichen Lösung des Konflikts abgelehnt, die Gefahr durch Terrorislamisten heruntergespielt.
Die USA, im Verein mit Saudi-Arabien und Katar, lieferten Waffen im Wert von mehreren Hundert Millionen US Dollar über die Türkei an die angeblich gemässigten syrischen Oppositionsgruppen.
Diese Waffen landeten aber schliesslich bei Terrorislamisten vom Schlage der Al Nusra und dem islamischen Staat (IS).
Nichts gelernt
In Libyen wurde ein Diktator und entschiedener Feind der Islamisten namens Gaddafi mit Hilfe Frankreichs, Grossbritanniens und der USA verjagt, schliesslich getötet, und damit Raum geschaffen für die Ausbreitung von Islamisten dort. Libyen degenerierte zu einem „failed state“,
In Afghanistan ist der Feldzug afghanischer Truppen, die Afghanisierung des Krieges gegen die Taliban, bisher gescheitert, nun sollen die US-Truppen nicht nur nicht vollständig abgezogen, sondern sogar wieder aufgestockt werden.
Die in den Afghanistan-Krieg gepumpten rund 1 Billion (!!!) US Dollar, soweit sie nicht in den Taschen korrupter afghanischer Politiker verschwanden, haben die Taliban bestenfalls nur mässig geschwächt, aber immerhin so weit, dass jetzt auch der Islamische Staat (IS) sich dort ausbreiten kann.
Auch noch Ukraine
Als wenn dies der Konflikte noch nicht genug wäre, kam nun der Ukraine Konflikt hinzu, ein Konflikt der sich im Anfangsstadium durch Verhandlungen mit Russland hätte lösen lassen.
Stattdessen betrieb die EU eine Expansionspolitik, die längerfristig die vollständige Einbindung nicht nur der Ukraine sondern auch Georgiens und Moldawiens vorsah, was der verstorbene Helmut Schmidt seinerzeit zutreffend schon als Unfug bezeichnete.
Mittlerweile versinkt die Ukraine in Korruption, der Krieg im Osten geht weiter, die Krim ist verloren, das Land hängt finanziell am Tropf von EU und IWF, und die einstigen Maidan-Aktivisten sind bitter enttäuscht.
Wer das als einen Erfolg feiert, wie leider auch die Grünen, die zudem den sinnlosen und blutigen Afghanistan-Feldzug immer wieder abgenickt haben, der muss den politischen Verstand verloren haben. Statt kritisch die aussenpolitischen Fehler aufzuarbeiten, streiten sie darüber, mit wem sie in Zukunft koalieren wollen: Kretschmann gegen Trittin statt inhaltlicher Auseinandersetzung.
Nato-Expansion
Die NATO breitete sich nach Osten aus. Selbst in Georgien tauchten NATO-Militärs auf. Nato Truppen marschierten manövermässig in Ostländern mit der Feindlage: „Russland greift an“, was nur die Spannungen mit Russland erhöhte und eine neue Aufrüstungsspirale auf beiden Seiten in Gang zu setzen droht.
Statt den IS mit aller Entschiedenheit zu bekämpfen, werden neue Konflikte kreiert, bzw. alte Konflikte angeheizt.
Nicht zu vergessen: Jetzt will die EU auch noch die Mittel zur Unterstützung der Eingreiftruppe der Afrikanischen Union ( AU), die in Somalia gegen die dortigen Islamterroristen namens Al Shabab kämpft, kürzen..
Die politischen Torheiten westlicher Politiker, insbesondere auch Angela Merkels, kannten und kennen offenbar keine Grenzen.
NACHTRAG 19.7.2016 03.30 Uhr
Die Terrorattacke im Zug nahe Würzburg war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels noch nicht bekannt.
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Auch bedurfte es keiner Prophetie, dass die Geheimdienste nicht in der Lage sein würden, individuell radikalisierte Islam-Terroristen in der westlichen Welt rechtzeitig zu erkennen, und so derartige Anschläge zu verhindern.
Teil des täglichen Lebens
Derartige Attentate werden leider zum Leben - nicht nur wie bisher in Bagdad, sondern auch in der westlichen Welt - in Zukunft gehören.
Die Verantwortung dafür tragen zum nicht geringen Teil westliche Regierungen mit ihrer aberwitzigen Politik: Vom Einmarsch in den Irak 2003, über die Beseitigung Gaddafis in Libyen, bis zum Versuch des Sturzes Assads in Syrien.
In zwei Aspekten unterscheiden sich diese Islam-Terroristen von den herkömmlichen Terroristen mit denen wir es bisher zu tun hatten:
- Sie wollen den Anschlag nicht überleben, weil sie sonst ja nicht als Märtyrer den Eingang in das Himmelreich finden können, wo Jungfrauen im Dutzend angeblich auf sie warten.
- Sie richten sich mit ihren Attentaten vornehmlich nicht etwa gegen Einrichtungen des verhassten Staates der Ungläubigen, sondern gegen unbeteiligte Zivilisten, auch wenn darunter moslemische Glaubensbrüder sind.
Maximaler Terror
Es geht ihnen um maximale Zahlen von Todesopfern, um Angst und Schrecken zu verbreiten, gleichzeitig Stärke zu suggerieren, die wiederum andere Islamisten motivieren soll, es ihnen gleichzutun, bzw. sich aufzumachen in Richtung Syrien und Irak, um dort die Feinde des Kalifats, des Gottesstaates, zu bekämpfen.
Die staatliche Ordnung westlicher Prägung wird als unreligiös abgelehnt, eine Integration ist unter diesen Umständen ausgeschlossen. Das gilt im übrigen nicht nur für gewaltbereite Islamisten, sondern auch für nicht gewaltbereite radikale Moslems.
Mehr Konflikte statt weniger
Angesichts dieser Terrorlage dürfte man erwarten, dass alle Kräfte weltweit gebündelt würden und werden, um diesen Todesbringern das Handwerk zu legen.
Davon kann jedoch keine Rede sein.
Der Nachschub an Menschen aus westlichen Ländern in den IS „Gottesstaat“ über die Türkei wurde nicht wirksam unterbunden. Die türkische Regierung hat in den vergangenen Jahren diese Terrorbanden auf seinem Staatsgebiet als Transithelfer gewähren lassen, solange sie gegen die syrische Regierung unter Assad kämpften, fei nach dem Motto: Meines Feindes Feinde sind meine Freunde.
Stattdessen konzentrierte sich Präsident Erdogan darauf,, die kurdische Minderheit anzugreifen, den Waffenstillstand aufzukündigen, und die Opposition im eigenen Lande zu verfolgen: sie entweder einzusperren oder ins Exil zu treiben. Und nach dem fehlgeschlagenen Putsch die Massenverhaftungen – welche Gelegenheit könnte günstiger sein.
Tolerierung heuchlerischer Politik
Gleichwohl hat der Westen diese heuchlerische Politik der türkischen Regierung nicht scharf angegriffen, sondern die Türkei als NATO-Brudernation behandelt: die Bundesregierung schickte Patriot-Abwehrsysteme zum Schutz gegen angeblich drohende Angriffe der syrischen Regierung dorthin, und benutzt jetzt türkische Militärbasen für Aufklarungsflüge über Syrien.
Feind Nr. 1: Assad
Die syrische Assad-Regierung wurde vom Westen 2012 zum Feind Nr.1 erklärt, die so schnell wie möglich davongejagt werden müssse, Verhandlungen mit dem syrischen Verbündeten Russland zur friedlichen Lösung des Konflikts abgelehnt, die Gefahr durch Terrorislamisten heruntergespielt.
Die USA, im Verein mit Saudi-Arabien und Katar, lieferten Waffen im Wert von mehreren Hundert Millionen US Dollar über die Türkei an die angeblich gemässigten syrischen Oppositionsgruppen.
Diese Waffen landeten aber schliesslich bei Terrorislamisten vom Schlage der Al Nusra und dem islamischen Staat (IS).
Nichts gelernt
In Libyen wurde ein Diktator und entschiedener Feind der Islamisten namens Gaddafi mit Hilfe Frankreichs, Grossbritanniens und der USA verjagt, schliesslich getötet, und damit Raum geschaffen für die Ausbreitung von Islamisten dort. Libyen degenerierte zu einem „failed state“,
In Afghanistan ist der Feldzug afghanischer Truppen, die Afghanisierung des Krieges gegen die Taliban, bisher gescheitert, nun sollen die US-Truppen nicht nur nicht vollständig abgezogen, sondern sogar wieder aufgestockt werden.
Die in den Afghanistan-Krieg gepumpten rund 1 Billion (!!!) US Dollar, soweit sie nicht in den Taschen korrupter afghanischer Politiker verschwanden, haben die Taliban bestenfalls nur mässig geschwächt, aber immerhin so weit, dass jetzt auch der Islamische Staat (IS) sich dort ausbreiten kann.
Auch noch Ukraine
Als wenn dies der Konflikte noch nicht genug wäre, kam nun der Ukraine Konflikt hinzu, ein Konflikt der sich im Anfangsstadium durch Verhandlungen mit Russland hätte lösen lassen.
Stattdessen betrieb die EU eine Expansionspolitik, die längerfristig die vollständige Einbindung nicht nur der Ukraine sondern auch Georgiens und Moldawiens vorsah, was der verstorbene Helmut Schmidt seinerzeit zutreffend schon als Unfug bezeichnete.
Mittlerweile versinkt die Ukraine in Korruption, der Krieg im Osten geht weiter, die Krim ist verloren, das Land hängt finanziell am Tropf von EU und IWF, und die einstigen Maidan-Aktivisten sind bitter enttäuscht.
Wer das als einen Erfolg feiert, wie leider auch die Grünen, die zudem den sinnlosen und blutigen Afghanistan-Feldzug immer wieder abgenickt haben, der muss den politischen Verstand verloren haben. Statt kritisch die aussenpolitischen Fehler aufzuarbeiten, streiten sie darüber, mit wem sie in Zukunft koalieren wollen: Kretschmann gegen Trittin statt inhaltlicher Auseinandersetzung.
Nato-Expansion
Die NATO breitete sich nach Osten aus. Selbst in Georgien tauchten NATO-Militärs auf. Nato Truppen marschierten manövermässig in Ostländern mit der Feindlage: „Russland greift an“, was nur die Spannungen mit Russland erhöhte und eine neue Aufrüstungsspirale auf beiden Seiten in Gang zu setzen droht.
Statt den IS mit aller Entschiedenheit zu bekämpfen, werden neue Konflikte kreiert, bzw. alte Konflikte angeheizt.
Nicht zu vergessen: Jetzt will die EU auch noch die Mittel zur Unterstützung der Eingreiftruppe der Afrikanischen Union ( AU), die in Somalia gegen die dortigen Islamterroristen namens Al Shabab kämpft, kürzen..
Die politischen Torheiten westlicher Politiker, insbesondere auch Angela Merkels, kannten und kennen offenbar keine Grenzen.
NACHTRAG 19.7.2016 03.30 Uhr
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onlinedienst - 18. Jul, 23:14 Article 3143x read
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