Omikron-Variante – droht ein Desaster?
Dr. Alexander von Paleske ——- 15.12. 2021 —-
Im November wurde die Omikron Variante des SarsCoV2, des Erregers von Covid-19, in Botswana und Südafrika entdeckt, hier wurde auch sofort darüber berichtet. Sie hat sich mittlerweile mit einer Schnelligkeit verbreitet, die bisher noch nicht gesehen wurde.
In Grossbritannien sind mittlerweile – innerhalb von weniger als drei Wochen – mehr als 20% aller Corona-Infektionen von der Omikron-Variante verursacht, in London schon 40%.
Die höchstinfektiöse Corona-Variante, die bereits in 77 Ländern, darunter auch in Deutschland, angekommen ist, dürfte noch vor Jahresende die dominante Variante auch in Deutschland sein, und die Infektionszahlen wieder hochtreiben. Damit kämen auch die geplanten Auffrischimpfungen für viele zu spät , wobei auch selbst diese keinen hinreichenden Schutz vor einer Infektion bieten.
Studie aus Südafrika
Die grösste private Krankenversicherung Südafrikas, Discovery, hat in einer grossen Studie mit 211.000 Teilnehmern untersucht – Zeitraum der Untersuchung 15. November bis 7. Dezember – . wie schwer die Krankheitsverläufe einer Covid-19-Erkrankung in diesem Zeitraum waren, davon 78.000 verursacht von der Omikron-Variante.
41% der Erwachsenen hatten zuvor bereits 2 Dosen des Pfizer- Biontech Impfstoffes erhalten..
Die Ergebnisse der Studie:
- Der Schutz gegen eine Infektion beträgt nach 2 Dosen Biontech-Pfizer nur 33% – eine deutliche Verringerung der Schutzwirkung, verglichen mit 80% nach Biontech-Pfizer. Allerdings liegt keine Aufschlüsselung nach Altersgruppen vor, ebenso ist unklar, welche Rolle der zeitliche Abstand seit Verabreichung des Impfstoffes spielt. Signifikante Zahlen von Patienten mit Auffrischimpfungen gab es noch nicht.
- Der Schutz vor einer schweren Erkrankung, die eine Krankenhauseinweisung nötig macht, liegt aber immerhin bei 70%, verglichen mit 93% bei der Delta Variante.
- Das Risiko einer Reinfektion nach durchgemachter Covid-19 Erkrankung mit – natürlich anderen Varianten – ist deutlich erhöht.
- Das Risiko bei Ungeimpften für eine Krankenhauseinweisung
ist knapp 30 % niedriger, als mit der Delta Variante.
- Kinder haben nach den bisherigen Daten ein 20% erhöhtes Risiko für eine schwere Erkrankung, die eine Krankenhauseinweisung erforderlich macht.
Die Daten sind vorläufig, die Studie ist noch nicht begutachtet, und in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht. Hinzu kommt, dass Südafrika eine andere Altersstruktur als Deutschland hat. Die Ergebnisse sind, angesichts der festgestellten multiplen Mutationen des Omikron-Virus, jedoch plausibel und keineswegs überraschend.
Wie ein Buschfeuer
Fest steht, dass sich diese Omikron Variante des SarsCoV wie ein Buschfeuer ausbreitet, das dürfte auch für Deutschland gelten.
Das bedeutet weiter: selbst wenn die Zahl der schweren Erkrankungen niedriger ist, kann es dann zu einem Massenanfall von Patienten angesichts der explosionsartigen Verbreitung kommen, und nicht wie bisher, eine Streckung der Infektionsfälle über Monate.
Hotels als Krankenhäuser
Grossbritannien versucht sich auf diesen Massenansturm vorzubereiten, und fasst die Unterbringung von Patienten in Hotels ins Auge. Woher das Behandlungspersonal kommen soll, ist allerdings völlig unklar.Die Maskenpflicht und Abstandsregeln wurden gestern per Parlamentsbeschluss wieder eingeführt.
Gesundheitsminister Lauterbach hofft, das uns ein derartiges Szenario von Massenerkrankungen erspart bleibt, wie er gestern abend in den Tagesthemen mitteilte. Ein frommer Wunsch angesichts der bisherigen Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus. Die Beschaffung von antiviralen Medikamenten wäre weit besser.
Fazit:
Entscheidend bei der Verhinderung der raschen Ausbreitung sind Abstandsregel, Gesichtsmaske, Hygiene,Vermeidung von Kontakten, und Medikamente im Falle einer Infektion, so sie endlich verfügbar sind.
Im November wurde die Omikron Variante des SarsCoV2, des Erregers von Covid-19, in Botswana und Südafrika entdeckt, hier wurde auch sofort darüber berichtet. Sie hat sich mittlerweile mit einer Schnelligkeit verbreitet, die bisher noch nicht gesehen wurde.
In Grossbritannien sind mittlerweile – innerhalb von weniger als drei Wochen – mehr als 20% aller Corona-Infektionen von der Omikron-Variante verursacht, in London schon 40%.
Die höchstinfektiöse Corona-Variante, die bereits in 77 Ländern, darunter auch in Deutschland, angekommen ist, dürfte noch vor Jahresende die dominante Variante auch in Deutschland sein, und die Infektionszahlen wieder hochtreiben. Damit kämen auch die geplanten Auffrischimpfungen für viele zu spät , wobei auch selbst diese keinen hinreichenden Schutz vor einer Infektion bieten.
Studie aus Südafrika
Die grösste private Krankenversicherung Südafrikas, Discovery, hat in einer grossen Studie mit 211.000 Teilnehmern untersucht – Zeitraum der Untersuchung 15. November bis 7. Dezember – . wie schwer die Krankheitsverläufe einer Covid-19-Erkrankung in diesem Zeitraum waren, davon 78.000 verursacht von der Omikron-Variante.
41% der Erwachsenen hatten zuvor bereits 2 Dosen des Pfizer- Biontech Impfstoffes erhalten..
Die Ergebnisse der Studie:
- Der Schutz gegen eine Infektion beträgt nach 2 Dosen Biontech-Pfizer nur 33% – eine deutliche Verringerung der Schutzwirkung, verglichen mit 80% nach Biontech-Pfizer. Allerdings liegt keine Aufschlüsselung nach Altersgruppen vor, ebenso ist unklar, welche Rolle der zeitliche Abstand seit Verabreichung des Impfstoffes spielt. Signifikante Zahlen von Patienten mit Auffrischimpfungen gab es noch nicht.
- Der Schutz vor einer schweren Erkrankung, die eine Krankenhauseinweisung nötig macht, liegt aber immerhin bei 70%, verglichen mit 93% bei der Delta Variante.
- Das Risiko einer Reinfektion nach durchgemachter Covid-19 Erkrankung mit – natürlich anderen Varianten – ist deutlich erhöht.
- Das Risiko bei Ungeimpften für eine Krankenhauseinweisung
ist knapp 30 % niedriger, als mit der Delta Variante.
- Kinder haben nach den bisherigen Daten ein 20% erhöhtes Risiko für eine schwere Erkrankung, die eine Krankenhauseinweisung erforderlich macht.
Die Daten sind vorläufig, die Studie ist noch nicht begutachtet, und in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht. Hinzu kommt, dass Südafrika eine andere Altersstruktur als Deutschland hat. Die Ergebnisse sind, angesichts der festgestellten multiplen Mutationen des Omikron-Virus, jedoch plausibel und keineswegs überraschend.
Wie ein Buschfeuer
Fest steht, dass sich diese Omikron Variante des SarsCoV wie ein Buschfeuer ausbreitet, das dürfte auch für Deutschland gelten.
Das bedeutet weiter: selbst wenn die Zahl der schweren Erkrankungen niedriger ist, kann es dann zu einem Massenanfall von Patienten angesichts der explosionsartigen Verbreitung kommen, und nicht wie bisher, eine Streckung der Infektionsfälle über Monate.
Hotels als Krankenhäuser
Grossbritannien versucht sich auf diesen Massenansturm vorzubereiten, und fasst die Unterbringung von Patienten in Hotels ins Auge. Woher das Behandlungspersonal kommen soll, ist allerdings völlig unklar.Die Maskenpflicht und Abstandsregeln wurden gestern per Parlamentsbeschluss wieder eingeführt.
Gesundheitsminister Lauterbach hofft, das uns ein derartiges Szenario von Massenerkrankungen erspart bleibt, wie er gestern abend in den Tagesthemen mitteilte. Ein frommer Wunsch angesichts der bisherigen Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus. Die Beschaffung von antiviralen Medikamenten wäre weit besser.
Fazit:
Entscheidend bei der Verhinderung der raschen Ausbreitung sind Abstandsregel, Gesichtsmaske, Hygiene,Vermeidung von Kontakten, und Medikamente im Falle einer Infektion, so sie endlich verfügbar sind.
onlinedienst - 16. Dez, 10:07 Article 843x read