Ruanda, Kongo und die Genozide - nicht nur vor 20 Jahren, oder: Wie überlebende Opfer zu Tätern wurden
Dr. Alexander von Paleske ---- 7.4. 2014 ----
Gestern vor 20 Jahren begann der Genozid in Ruanda. 800.000 Menschen wurden brutal ermordet, in der ganz überwiegenden Mehrheit Tutsis. Opfer waren aber auch gemässigte Hutus, welche die weit überwiegende Bevölkerungsmehrheit bildeten und bilden.
Ungerührt zugeschaut
Das Vorrücken der Tutsi-Rebellenarmee Rwandan Patriotic Front (RPF), angeführt von dem jetzigen Präsidenten Paul Kagame bereitete dem blutigen Spuk schliesslich ein Ende.
Die Welt hatte ungerührt zugeschaut, und nichts unternommen.
Die UN Truppen, nach dem Abkommen von Arusha dort stationiert, wurden trotz inständiger Bitten des kanadischem Kommandeurs Roméo Dallaire nicht verstärkt und griffen deshalb auch nicht ein.

Roméo Dallaire ....bat vergeblich um Verstärkungen.
Screenshot: Dr. v. Paleske
Fünf belgische UN-Soldaten waren zudem bereits getötet worden, um den Abzug aller belgischen UN-Soldaten zu erreichen, was auch prompt geschah.
Ein Held im Genozid
Allerdings muss von einer Ausnahme berichtet werden: Hauptmann Mbaye Diagne aus Senegal. Der rettete auf eigene Faust 600 Menschen vor dem sicheren Tode, bevor er selbst zum Opfer wurde. Details seiner heroischen menschenrettenden Aktionen finden sich hier

Mbaye Diagne .....Menschlichkeit unter unmenschlichen Verhältnissen.
Der BBC Reporter Mark Doyle beschrieb ihn so:
This is ... the bravest man I have ever met. I’ve covered many wars and seen many acts of courage. But for sheer grit and determination - and a wicked sense of humour - I’ve never known anyone to compare with Capt Mbaye Diagne, a United Nations peacekeeper in Rwanda.
Zwielichtige Rolle Frankreichs
Auch französische Truppen, die während des Genozids im Rahmen des "Aktion Turquoise" vom Ostkongo kommend in den Süden Ruandas vorrückten verhinderten nicht das Abschlachten. Offiziell geschah dies, um dem Morden Einhalt zu gebieten. Laut Augenzeugen halfen Frankreichs Soldaten aber zuerst den Hutu-Schergen, sich über die Grenze ins damalige Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) abzusetzen und im Schutz der Flüchtlingslager neu zu formieren.
Ein Vorgehen, was später noch zu erheblichen diplomatischen Verstimmungen zwischen Ruanda und Frankreich führen sollte, die jetzt am 20. Jahrestag der Massaker wieder auflebten.
Postkoloniale Interessen
Der Hintergrund: Postkoloniale Interessen Frankreich einerseits, und daher mit dem francophonen Hutus verbunden, gegen die postkolonialen Interessen Grossbritanniens und im Gefolge der USA, welche die anglophonen Tutsis unterstützten, grösstenteils, wie Paul Kagame auch, aus Ruanda geflohen und in Uganda aufgewachsen.
Mehr noch: Kagame hatte seine militärische Ausbildung in den USA absolviert, an der Eliteakademie der United States Army am Command and General Staff College in Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas, nachdem er zuvor in der seinerzeitigen Rebellenarmee des jetzigen Präsidenten Ugandas, Yoweri Museweni, gedient hatte, und dort mithalf, den damaligen Präsidenten Ugandas, Milton Obote, zu verjagen.
Vorläufiges Ziel erreicht
Mit der Machtübernahme in Ruanda hatte Kagame sein Ziel erreicht. Bereits im Jahre 1990 hatte er mit der RPR den Krieg gegen die Hutu-Regierung in Ruanda von Uganda aus begonnen, bis 1993 das Abkommen von Arusha/Tansania zu einem vorübergehenden Waffenstillstand führte. Details des Abkommens siehe hier.
Nur ein Etappensieg für Kagame
Wie sich alsbald herausstellen sollte, war es jedoch für Kagame nur ein Etappensieg, auf dem Weg zu einem Tutsi-Grossreich unter Einschluss der Ostprovinzen Zaires ( heute: Demokratische Republik Kongo, DRC).
Zwar sind auch dort die Tutsis eine kleine Minderheit, aber es gibt Rohstoffe in Hülle und Fülle, vom Gold, über Coltan bis zu Diamanten.
Ruanda selbst besitzt keine nennenswerten Rohstoffe, und die 9-Millionen Bevölkerung lebt vom Kaffee- und Tee-Export.
Leere Versprechungen
Mit der massiven Unterstützung des Kongo-Rebellen Laurent Kabila, der 1995 mit seinen Rebellen vom Ostkongo aus zum Sturz des Diktators Mobuto-Sese Seko antrat (1.. Kongokrieg) und diesen schliesslich verjagte, glaubte Kagame seinem Grossreich-Ziel ein Stück näher gekommen zu sein.
Offenbar hatte Kabila als Gegenleistung für die militärische Unterstützung versprochen, nach dessen erfolgreicher Machtübernahme die Abtrennung der Kongoprovinzen wohlwollend zu prüfen. Und auf dem Marsch nach Kinshasa liess Kabila auch gleich noch eine grosse Zahl von Hutu-Flüchtlingen massakrieren – kleine Gefallen erhalten die Freundschaft.
Von einer Gebietsabtretung an Ruanda wollte Kabila allerdings nach seiner Machtübernahme in Kinshasa, die er ohne die militärische Unterstützung Ruandas, aber auch Tansanias und Ugandas kaum erreicht hätte, nichts mehr wissen. Verständlich, denn er wäre dann als Vaterlandsverräter gebrandmarkt worden.
Mehr noch: er benutzte die zu Hunderttausenden in den Kongo geflohenen Hutus nun als Druckmittel gegen Kagame, damit dieser von seinen Expansionsplänen ablässt.
Der nächste Kongokrieg
Das Gegenteil trat jedoch ein: Ruanda im Verein mit Uganda schickten daraufhin 1998 ihre Truppen in den Kongo, der 2. Kongokrieg begann, der 5 Jahre dauern und rund 5 Millionen Menschen das Leben kosten sollte.
Auf Seiten Kabilas griffen Simbabwe, Angola und Namibia militärisch in den Konflikt ein, Frankreich gab finanzielle Unterstützung.
Uganda und Ruanda, erhielten von den USA und Grossbritannien Waffen und Ausrüstung.
Uganda und Ruanda hatten bereits schweres Kriegsgerät in den Westkongo per Luftbrücke geschafft, und standen nun kurz vor den Toren Kinshasas, bevor sie von den angolanischen und simbabweschen Truppen zurückgeschlagen wurden.
Weitere Waffentransporte an Uganda und Ruanda liefen über den Russen Viktor Bout, den „Händler des Todes“ über den wir mehrfach berichtet haben.
Kongo-Plünderer
Ruanda und Uganda plünderten im 2. Kongokrieg den Ost-Kongo. Eine 5-Jahreproduktion von Coltan im Werte von rund 250 Millionen US Dollar schafften sie fort, dazu Gold, Diamanten und Edelhölzer.
Auf ugandischer Seite tat sich bei den Plünderungen der General Salim Saleh, alias Caleb Akandwanaho hervor, ein Halbbruder des Präsidenten Museveni.
Erst mit dem Sun City Abkommen vor 11 Jahren, vermittelt durch den ehemaligen botswanischen Präsidenten Sir Ketumile Masire, ging dieser neue "Genozid" nach 5 Jahren zu Ende.
Nur vorübergehende Waffenruhe
Allerdings nur vorübergehend, genauer gesagt nur 4 Jahre, denn Kagame hielt an seinen Tutsi-Grossreich-Plänen fest.
Diesmal sollte die Chose über Proxy-Armeen im Ost-Kongo laufen, von Ruanda ausgerüstet und kommandiert. Zunächst die CNDP unter dem Tutsi-Offizier Laurent Nkunda, und dann die M23, zunächst mit dem wegen Kriegsverbrechen in den Haag angeklagten Bosco Ntaganda, dieser gefolgt von Sultani Makenga, auch dem werden Kriegsverbrechen vorgeworfen.
Erst die afrikanische Friedenstruppe, ausgestattet mit einem einem robsuten Mandat, bereitete den Expansionsgelüsten Paul Kagames mit dem Verjagen der M-23, die zuvor Hunderttausende zu Flüchlingen gemacht, und eine unbekannte Zahl von Menschenleben auf dem Gewissen hat, ein vorläufiges Ende.
Kein Demokrat
Ruandas Präsident Paul Kagame ist alles andere als ein Demokrat: er ist ein Diktator, der sich auch nicht scheut, innenpolitsche Widersacher - selbst aus der Volksgruppe der Tutsi - kurzerhand umbringen zu lassen oder sie für lange Jahre ins Gefängnis zu stecken. Sein tödlicher Arm reicht bis nach Südafrika, was mittlerweile zu schweren diplomatischen Verwicklungen mit der Republik Südafrika geführt hat und zu gegenseitigen Ausweisungen von Diplomaten.

Paul Kagame - .....Diktator mit Expansionsplänen und Todesschwadronen - Screenshot: Dr. v. Paleske
.
Der letzte Attentatsversuch auf einen Tutsi-Dissidenten liegt gerade einmal drei Wochen zurück: es war der dritte Attentatsversuch auf den ehemaligen ruandischen General Kayumba Nyamwasa. Wir berichteten über die anderen Attentate und Attentatsversuche.
Schuldgefühle genutzt
Lange konnte Ruandas Präsident die Schuldgefühle der Weltgemeinschaft nutzen, um nicht nur Entwicklungshilfe einzusacken, sondern seine Expansionsvorhaben im Nachbarländern ungestört fortsetzen zu können, publizistisch in Deutschland auch noch unterstützt von der deutschen Tageszeitung (TAZ) , die damit sich den Vorwurf des unseriösen Journalismus gefallen lassen muss..
So bleibt die Aufgabe bestehen, den Expansiongelüsten Kagames entgegenzutreten, und die Hutu Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo zu entwaffnen. Erst dann kann es Frieden in dieser Region geben.
Zu Ruanda
Vom Freiheitskämpfer und bewunderten Staatsmann zum Staatsterroristen: Ruandas Präsident Paul Kagame lässt seine Opponenten ermorden.
Demokratie bleibt ein Fremdwort in Ruanda.
Zum Ostkongo
Krieg im Ostkongo: Tutsi-Rebellengruppe verjagt - Schlappe für Ruandas Präsident Paul Kagame
Ostkongo: Ruandas M23-Söldner wieder auf dem Kriegspfad, zehntausende Zivilisten auf der Flucht
Rebellenführer Bosco Ntaganda in Den Haag – Das "Bauernopfer" des ruandischen Präsidenten Paul Kagame
Frieden im Ost-Kongo?
Ostkongo (DRC): Vorübergehende Waffenruhe im langen Krieg
Ruandas Paul Kagame greift nach dem Ost-Kongo - Der Dritte Kongokrieg hat begonnen
Der Krieg im Ost-Kongo, Ruanda und die USA
Der vergessene Krieg im Osten des Kongo
Kampf um Kongos Ostprovinzen
Die Kongo-Plünderer
Reichtum, Armut, Krieg - Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo – 50 Jahre Unabhängigkeit. Grund zum Feiern?
Im Interview: Sir Ketumile Masire zur Lage im Kongo
Kongo: Warlord Laurent Nkunda benennt „Kriegsziele“
Wohin treibt der Ost-Kongo oder: Krieg ohne Frieden
Zu Salim Saleh
Ugandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.
Zu Viktor Bout
Viktor Bout, Afrikas “Merchant of Death”
Gestern vor 20 Jahren begann der Genozid in Ruanda. 800.000 Menschen wurden brutal ermordet, in der ganz überwiegenden Mehrheit Tutsis. Opfer waren aber auch gemässigte Hutus, welche die weit überwiegende Bevölkerungsmehrheit bildeten und bilden.
Ungerührt zugeschaut
Das Vorrücken der Tutsi-Rebellenarmee Rwandan Patriotic Front (RPF), angeführt von dem jetzigen Präsidenten Paul Kagame bereitete dem blutigen Spuk schliesslich ein Ende.
Die Welt hatte ungerührt zugeschaut, und nichts unternommen.
Die UN Truppen, nach dem Abkommen von Arusha dort stationiert, wurden trotz inständiger Bitten des kanadischem Kommandeurs Roméo Dallaire nicht verstärkt und griffen deshalb auch nicht ein.

Roméo Dallaire ....bat vergeblich um Verstärkungen.
Screenshot: Dr. v. Paleske
Fünf belgische UN-Soldaten waren zudem bereits getötet worden, um den Abzug aller belgischen UN-Soldaten zu erreichen, was auch prompt geschah.
Ein Held im Genozid
Allerdings muss von einer Ausnahme berichtet werden: Hauptmann Mbaye Diagne aus Senegal. Der rettete auf eigene Faust 600 Menschen vor dem sicheren Tode, bevor er selbst zum Opfer wurde. Details seiner heroischen menschenrettenden Aktionen finden sich hier

Mbaye Diagne .....Menschlichkeit unter unmenschlichen Verhältnissen.
Der BBC Reporter Mark Doyle beschrieb ihn so:
This is ... the bravest man I have ever met. I’ve covered many wars and seen many acts of courage. But for sheer grit and determination - and a wicked sense of humour - I’ve never known anyone to compare with Capt Mbaye Diagne, a United Nations peacekeeper in Rwanda.
Zwielichtige Rolle Frankreichs
Auch französische Truppen, die während des Genozids im Rahmen des "Aktion Turquoise" vom Ostkongo kommend in den Süden Ruandas vorrückten verhinderten nicht das Abschlachten. Offiziell geschah dies, um dem Morden Einhalt zu gebieten. Laut Augenzeugen halfen Frankreichs Soldaten aber zuerst den Hutu-Schergen, sich über die Grenze ins damalige Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) abzusetzen und im Schutz der Flüchtlingslager neu zu formieren.
Ein Vorgehen, was später noch zu erheblichen diplomatischen Verstimmungen zwischen Ruanda und Frankreich führen sollte, die jetzt am 20. Jahrestag der Massaker wieder auflebten.
Postkoloniale Interessen
Der Hintergrund: Postkoloniale Interessen Frankreich einerseits, und daher mit dem francophonen Hutus verbunden, gegen die postkolonialen Interessen Grossbritanniens und im Gefolge der USA, welche die anglophonen Tutsis unterstützten, grösstenteils, wie Paul Kagame auch, aus Ruanda geflohen und in Uganda aufgewachsen.
Mehr noch: Kagame hatte seine militärische Ausbildung in den USA absolviert, an der Eliteakademie der United States Army am Command and General Staff College in Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas, nachdem er zuvor in der seinerzeitigen Rebellenarmee des jetzigen Präsidenten Ugandas, Yoweri Museweni, gedient hatte, und dort mithalf, den damaligen Präsidenten Ugandas, Milton Obote, zu verjagen.
Vorläufiges Ziel erreicht
Mit der Machtübernahme in Ruanda hatte Kagame sein Ziel erreicht. Bereits im Jahre 1990 hatte er mit der RPR den Krieg gegen die Hutu-Regierung in Ruanda von Uganda aus begonnen, bis 1993 das Abkommen von Arusha/Tansania zu einem vorübergehenden Waffenstillstand führte. Details des Abkommens siehe hier.
Nur ein Etappensieg für Kagame
Wie sich alsbald herausstellen sollte, war es jedoch für Kagame nur ein Etappensieg, auf dem Weg zu einem Tutsi-Grossreich unter Einschluss der Ostprovinzen Zaires ( heute: Demokratische Republik Kongo, DRC).
Zwar sind auch dort die Tutsis eine kleine Minderheit, aber es gibt Rohstoffe in Hülle und Fülle, vom Gold, über Coltan bis zu Diamanten.
Ruanda selbst besitzt keine nennenswerten Rohstoffe, und die 9-Millionen Bevölkerung lebt vom Kaffee- und Tee-Export.
Leere Versprechungen
Mit der massiven Unterstützung des Kongo-Rebellen Laurent Kabila, der 1995 mit seinen Rebellen vom Ostkongo aus zum Sturz des Diktators Mobuto-Sese Seko antrat (1.. Kongokrieg) und diesen schliesslich verjagte, glaubte Kagame seinem Grossreich-Ziel ein Stück näher gekommen zu sein.
Offenbar hatte Kabila als Gegenleistung für die militärische Unterstützung versprochen, nach dessen erfolgreicher Machtübernahme die Abtrennung der Kongoprovinzen wohlwollend zu prüfen. Und auf dem Marsch nach Kinshasa liess Kabila auch gleich noch eine grosse Zahl von Hutu-Flüchtlingen massakrieren – kleine Gefallen erhalten die Freundschaft.
Von einer Gebietsabtretung an Ruanda wollte Kabila allerdings nach seiner Machtübernahme in Kinshasa, die er ohne die militärische Unterstützung Ruandas, aber auch Tansanias und Ugandas kaum erreicht hätte, nichts mehr wissen. Verständlich, denn er wäre dann als Vaterlandsverräter gebrandmarkt worden.
Mehr noch: er benutzte die zu Hunderttausenden in den Kongo geflohenen Hutus nun als Druckmittel gegen Kagame, damit dieser von seinen Expansionsplänen ablässt.
Der nächste Kongokrieg
Das Gegenteil trat jedoch ein: Ruanda im Verein mit Uganda schickten daraufhin 1998 ihre Truppen in den Kongo, der 2. Kongokrieg begann, der 5 Jahre dauern und rund 5 Millionen Menschen das Leben kosten sollte.
Auf Seiten Kabilas griffen Simbabwe, Angola und Namibia militärisch in den Konflikt ein, Frankreich gab finanzielle Unterstützung.
Uganda und Ruanda, erhielten von den USA und Grossbritannien Waffen und Ausrüstung.
Uganda und Ruanda hatten bereits schweres Kriegsgerät in den Westkongo per Luftbrücke geschafft, und standen nun kurz vor den Toren Kinshasas, bevor sie von den angolanischen und simbabweschen Truppen zurückgeschlagen wurden.
Weitere Waffentransporte an Uganda und Ruanda liefen über den Russen Viktor Bout, den „Händler des Todes“ über den wir mehrfach berichtet haben.
Kongo-Plünderer
Ruanda und Uganda plünderten im 2. Kongokrieg den Ost-Kongo. Eine 5-Jahreproduktion von Coltan im Werte von rund 250 Millionen US Dollar schafften sie fort, dazu Gold, Diamanten und Edelhölzer.
Auf ugandischer Seite tat sich bei den Plünderungen der General Salim Saleh, alias Caleb Akandwanaho hervor, ein Halbbruder des Präsidenten Museveni.
Erst mit dem Sun City Abkommen vor 11 Jahren, vermittelt durch den ehemaligen botswanischen Präsidenten Sir Ketumile Masire, ging dieser neue "Genozid" nach 5 Jahren zu Ende.
Nur vorübergehende Waffenruhe
Allerdings nur vorübergehend, genauer gesagt nur 4 Jahre, denn Kagame hielt an seinen Tutsi-Grossreich-Plänen fest.
Diesmal sollte die Chose über Proxy-Armeen im Ost-Kongo laufen, von Ruanda ausgerüstet und kommandiert. Zunächst die CNDP unter dem Tutsi-Offizier Laurent Nkunda, und dann die M23, zunächst mit dem wegen Kriegsverbrechen in den Haag angeklagten Bosco Ntaganda, dieser gefolgt von Sultani Makenga, auch dem werden Kriegsverbrechen vorgeworfen.
Erst die afrikanische Friedenstruppe, ausgestattet mit einem einem robsuten Mandat, bereitete den Expansionsgelüsten Paul Kagames mit dem Verjagen der M-23, die zuvor Hunderttausende zu Flüchlingen gemacht, und eine unbekannte Zahl von Menschenleben auf dem Gewissen hat, ein vorläufiges Ende.
Kein Demokrat
Ruandas Präsident Paul Kagame ist alles andere als ein Demokrat: er ist ein Diktator, der sich auch nicht scheut, innenpolitsche Widersacher - selbst aus der Volksgruppe der Tutsi - kurzerhand umbringen zu lassen oder sie für lange Jahre ins Gefängnis zu stecken. Sein tödlicher Arm reicht bis nach Südafrika, was mittlerweile zu schweren diplomatischen Verwicklungen mit der Republik Südafrika geführt hat und zu gegenseitigen Ausweisungen von Diplomaten.

Paul Kagame - .....Diktator mit Expansionsplänen und Todesschwadronen - Screenshot: Dr. v. Paleske
.
Der letzte Attentatsversuch auf einen Tutsi-Dissidenten liegt gerade einmal drei Wochen zurück: es war der dritte Attentatsversuch auf den ehemaligen ruandischen General Kayumba Nyamwasa. Wir berichteten über die anderen Attentate und Attentatsversuche.
Schuldgefühle genutzt
Lange konnte Ruandas Präsident die Schuldgefühle der Weltgemeinschaft nutzen, um nicht nur Entwicklungshilfe einzusacken, sondern seine Expansionsvorhaben im Nachbarländern ungestört fortsetzen zu können, publizistisch in Deutschland auch noch unterstützt von der deutschen Tageszeitung (TAZ) , die damit sich den Vorwurf des unseriösen Journalismus gefallen lassen muss..
So bleibt die Aufgabe bestehen, den Expansiongelüsten Kagames entgegenzutreten, und die Hutu Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo zu entwaffnen. Erst dann kann es Frieden in dieser Region geben.
Zu Ruanda


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Zu Salim Saleh

Zu Viktor Bout

onlinedienst - 7. Apr, 13:16 Article 2793x read