Sollten Jugendliche und Kinder gegen Corona (Sars-CoV-2) geimpft werden?
Dr. Alexander von Paleske —– 23.7. 2021 ——-
Einige Ärzte in Deutschland sind dazu übergegangen, Jugendliche unter 16 Jahren auf Bitten der Eltern gegen das Corona- Virus (Sars- CoV-2) zu impfen. Eine diesbezügliche Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) liegt offenbar mangels ausreichenden Studienergebnissen jedoch (bisher) nicht vor.
Gestern kam im Morgenmagazin von ARD/ZDF eine Münchner Immunologin au Wort, die dringend empfahl, Jugendliche unter 16 Jahren zu impfen.
Ganz anders äusserte aich gestern in einem Interview mit der Tageszeitung DIE WELT und anderen europäischen Medien die Oxford-Professorin Sarah Gilbert zu diesem Thema. Gilbert hatte die Astra-Zeneca-Vakzin gegen das Sars-CoV-2 maßgeblich mitentwickelt.
Gilbert zog in dem Interview den Nutzen einer Corona-Impfung für Jugendliche und Kinder infrage. Die Politik sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse vornehmen. Die Delta-Variante sei zum Beispiel sehr ansteckend, sodass Personen – trotz zwei Impfungen – infiziert würden – aber mit einem milden Krankheitsverlauf. Schwere Fälle und Todesfälle seien selten. Wenn also die Übertragung nicht zu verhindern sei, und Kinder weder schwer erkranken noch sterben, dann stelle sich die Frage: Lohnt sich das Impfen?
Der pharmakritische Arzneimittelbrief (Juni 2021 Seite 45ff.) verneint dies ebenfalls, aber auch aus anderen Gründen:.
“Auf der Basis der bisher vorliegenden Daten scheine eine generelle Impfung nicht gerechtfertigt.Ausnahme: chronisch kranke Kinder (wie z.B. Mucoviszidose, Krebs, Autoimmunerkrankungen), die ein erhöhtes Risiko für eine schwere Infektion haben”.
Zu diesem Schluss kommt der Arzneimittelbrief aufgrund folgender Faktenlage:
- Der symptomlose oder milde Verlauf einer COVID-19 Erkrankung bei Kindern und Jugendliche unter 16 Jahren, also die gegenüber Erwachsenen vergleichsweise geringe Zahl von schweren Krankheitsverläufen bei Kindern und Jugendlichen. Von 14 Millionen Kindern und Jugendlichen, die mit Corona infiziert waren, wurden nur 1200 wegen einer Covid-19- Infektion im Krankenhaus behandelt, das sind weniger als 0,01%. Vier Kinder starben an der Infektion.
- Zum Vergleich: In der Saison 2019/2020 wurden 7461 Kinder unter 14 Jahren mit einer Influenza hospitalisiert, 9 Kinder starben.Auch wenn der Vergleich im Arzneimittelbrief hinkt: Im Jahr 2019 lag die Zahl der ertrunkenen Kinder bei 25, und der bei einem Verkehrsunfall getoeteten bei 55.
- Das Fehlen von systematischen Studien über die Langzeit-Nebenwirkungen der Impfstoffe. Hier ist insbesondere das – bisher seltene – Auftreten von Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) und Herzbeutelentzündungen (Perikarditis) nach einer Impfung mit dem Biontech-Präparat zu nennen. Das gilt auch für das bisher selten auftretende Guillan-Barre-Syndrom nach Gabe des Vektor-Impfstoffes von Johnson & Johnson.
- Die eher untergeordnete Rolle der Kinder für die Ausbreitung, also die Ansteckung anderer Personen durch infizierte Kinder. Das Robert Koch Institut (RKI) kommt daher zu dem Schluss, dass Schüler und Schülerinmnen eher nicht als Motor einer Pandemie eine Rolle spielen. Lehrerinnen und Lehrer sind da offenbar wichtiger.
- Die im Vergleich zu Erwachsenen geringe Zahl von Kindern und Jugendlichen, die an einem Post-Covid-Syndrom erkranken, bei dieser Personengruppe in der Form des Paediatric Imflammatory Multisystem Syndrom PIMS, zwar oft Intensivpflichtigkeit, aber bisher kein tödlicher Verlauf. Bei Kindern gibt es bisher keinen Anhalt für das bei Erwachsenen nicht selten beobachtete “Long Covid Syndrom”.
Fazit:
Zur Zeit gibt es keine wirklich überzeugenden Gründe, gesunde Jugendliche von 12-15 Jahren gegen Sars-Cov-2 zu impfen. Das gilt nach dem heutigen Kenntnisstand ebenso für Kinder unter 12 Jahren. Sofern dennoch Heranwachsende oder Kinder geimpft werden, sind sorgfältige Nachuntersuchungen zwingend erforderlich.
Einige Ärzte in Deutschland sind dazu übergegangen, Jugendliche unter 16 Jahren auf Bitten der Eltern gegen das Corona- Virus (Sars- CoV-2) zu impfen. Eine diesbezügliche Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) liegt offenbar mangels ausreichenden Studienergebnissen jedoch (bisher) nicht vor.
Gestern kam im Morgenmagazin von ARD/ZDF eine Münchner Immunologin au Wort, die dringend empfahl, Jugendliche unter 16 Jahren zu impfen.
Ganz anders äusserte aich gestern in einem Interview mit der Tageszeitung DIE WELT und anderen europäischen Medien die Oxford-Professorin Sarah Gilbert zu diesem Thema. Gilbert hatte die Astra-Zeneca-Vakzin gegen das Sars-CoV-2 maßgeblich mitentwickelt.
Gilbert zog in dem Interview den Nutzen einer Corona-Impfung für Jugendliche und Kinder infrage. Die Politik sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse vornehmen. Die Delta-Variante sei zum Beispiel sehr ansteckend, sodass Personen – trotz zwei Impfungen – infiziert würden – aber mit einem milden Krankheitsverlauf. Schwere Fälle und Todesfälle seien selten. Wenn also die Übertragung nicht zu verhindern sei, und Kinder weder schwer erkranken noch sterben, dann stelle sich die Frage: Lohnt sich das Impfen?
Der pharmakritische Arzneimittelbrief (Juni 2021 Seite 45ff.) verneint dies ebenfalls, aber auch aus anderen Gründen:.
“Auf der Basis der bisher vorliegenden Daten scheine eine generelle Impfung nicht gerechtfertigt.Ausnahme: chronisch kranke Kinder (wie z.B. Mucoviszidose, Krebs, Autoimmunerkrankungen), die ein erhöhtes Risiko für eine schwere Infektion haben”.
Zu diesem Schluss kommt der Arzneimittelbrief aufgrund folgender Faktenlage:
- Der symptomlose oder milde Verlauf einer COVID-19 Erkrankung bei Kindern und Jugendliche unter 16 Jahren, also die gegenüber Erwachsenen vergleichsweise geringe Zahl von schweren Krankheitsverläufen bei Kindern und Jugendlichen. Von 14 Millionen Kindern und Jugendlichen, die mit Corona infiziert waren, wurden nur 1200 wegen einer Covid-19- Infektion im Krankenhaus behandelt, das sind weniger als 0,01%. Vier Kinder starben an der Infektion.
- Zum Vergleich: In der Saison 2019/2020 wurden 7461 Kinder unter 14 Jahren mit einer Influenza hospitalisiert, 9 Kinder starben.Auch wenn der Vergleich im Arzneimittelbrief hinkt: Im Jahr 2019 lag die Zahl der ertrunkenen Kinder bei 25, und der bei einem Verkehrsunfall getoeteten bei 55.
- Das Fehlen von systematischen Studien über die Langzeit-Nebenwirkungen der Impfstoffe. Hier ist insbesondere das – bisher seltene – Auftreten von Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) und Herzbeutelentzündungen (Perikarditis) nach einer Impfung mit dem Biontech-Präparat zu nennen. Das gilt auch für das bisher selten auftretende Guillan-Barre-Syndrom nach Gabe des Vektor-Impfstoffes von Johnson & Johnson.
- Die eher untergeordnete Rolle der Kinder für die Ausbreitung, also die Ansteckung anderer Personen durch infizierte Kinder. Das Robert Koch Institut (RKI) kommt daher zu dem Schluss, dass Schüler und Schülerinmnen eher nicht als Motor einer Pandemie eine Rolle spielen. Lehrerinnen und Lehrer sind da offenbar wichtiger.
- Die im Vergleich zu Erwachsenen geringe Zahl von Kindern und Jugendlichen, die an einem Post-Covid-Syndrom erkranken, bei dieser Personengruppe in der Form des Paediatric Imflammatory Multisystem Syndrom PIMS, zwar oft Intensivpflichtigkeit, aber bisher kein tödlicher Verlauf. Bei Kindern gibt es bisher keinen Anhalt für das bei Erwachsenen nicht selten beobachtete “Long Covid Syndrom”.
Fazit:
Zur Zeit gibt es keine wirklich überzeugenden Gründe, gesunde Jugendliche von 12-15 Jahren gegen Sars-Cov-2 zu impfen. Das gilt nach dem heutigen Kenntnisstand ebenso für Kinder unter 12 Jahren. Sofern dennoch Heranwachsende oder Kinder geimpft werden, sind sorgfältige Nachuntersuchungen zwingend erforderlich.
onlinedienst - 23. Jul, 16:23 Article 909x read