“Virenschiff” Diamond Princess in Yokohama und die Inkompetenz der japanischen Regierung
Dr. Alexander von Paleske —- 17.2. 2020 —–
Das neue Corona-Virus SarsCoV-2 breitet sich weiter in China aus, allerdings mit deutlicher Verlangsamung. China hat einen enormen Kraftakt unternommen, um die Epidemie mit mittlerweile 70.548 Infizierten und 1770 Toten unter Kontrolle zu bekommen.
Gleichwohl reisst die Kritik an China nicht ab:
= Zu spät reagiert
= Zu harsch vorgegangen
= Mit Propaganda versuche die chinesische Regierung zu vermitteln, alles sei im Griff, obgleich dies nicht der Fall sei
= Angeblich chaotische Zustände in den Krankenhäusern
Lächerliche Kritik
Angesichts der Dimension der Epidemie ist die Kritik geradezu lächerlich, zumal wenn man sich anschaut, was Japan mit gerade einmal 3500 Kreuzfahrtpassagieren auf dem Schiff Diamond Princess veranstaltet. Dort ist das neue Coronavirus Sars-Cov-2 unterwegs, und mittlerweile sind 454 Passagiere infiziert..
Neu errichtete Krankenstation in Hubei Provinz
Das Schiff war auf dem Weg nach Japan und dockte am 3.2. 2020 in Yokohama an. Allerdings durften die Passagiere nicht von Bord, weil einige Passagiere sich möglicherweise infiziert hatten, ausgehend von einem Passagier, der das Schiff in Hongkong verlassen hatte, und dort positiv getestet worden war.
Das Schiff wurde sofort nach der Ankunft unter Quarantäne gestellt..
Man sollte nun erwarten, dass sofort alle Passagiere, und vor allem die Besatzung, die auch immer wieder mit Passagieren, und das Küchenpersonal mit Nahrungsmitteln, in Kontakt kommt, auf das Coronavirus getestet wird, und die positiv Getesteten sofort vom Schiff geholt und zur Quarantäne und Behandlung in Krankenhäuser gebracht würden.
Tests rationiert
Ersteres geschah jedoch nicht. Die japanische Regierung rationierte die Tests mit dem Argument, sie benötige diese für den Fall eines Ausbruchs unter der eigenen Bevölkerung.
Passagiere mit Symptomen wie Husten und Fieber wurden (bevorzugt) getestet, obwohl mittlerweile hinreichend bekannt, dass die Weiterverbreitung des neuen Corona Virus bereits vor Ausbruch der Symptome möglich, und daher von Beginn der Infektion an eine hohe Ansteckungsgefahr besteht.Einlächerliches Argument also nach dem Motto:
Bei einem Brand schicken wir nicht alle Löschfahrzeuge, denn die brauchen wir für vielleicht neu auftretende Brände woanders.
Statt unverzüglich von anderen Ländern Test-Kits anzufordern, deren Staatsbürger sich auch auf dem Schiff befinden, wie zwei deutsche Ehepaare, von denen mittlerweile eines infiziert ist – handelte man offenbar nach dem Motto:
"Schicksal, nimm Deinen Lauf."
Lauf des Schicksals
Und das Schicksal nahm seinen Lauf: Mittlerweile sind 454 Passagiere infiziert, allein von gestern auf heute kamen 99 weitere dazu. Es darf angenommen werden, dass es sich vorwiegend um Neuinfektionen nach dem Andocken in Yokohama handelt, und nicht nur Passagiere, die sich bereits zuvor infiziert hatten. Tagtäglich verschlimmerte sich die Lage.
Angesichts dieser Kombination aus Inkompetenz und Ignoranz seitens der japanischen Behörden flogen die USA gestern bereits rund 200 US-Passagiere aus. Weitere Länder wie Italien und Südkorea wollen folgen.
Weiteres Kreuzfahrtschiff
Mittlerweile ist auf einem weiteren Kreuzfahrtschiff bei einem Passagier das Corona-Virus nachgewiesen worden. Dem Schiff, die MS Westerdam, wurde das Andocken in Japan verweigert, daraufhin wich das Schiff nach Kambodscha aus. Alle Passagier durften das Schiff verlassen, mehrere Hundert machten sich offenbar auf eigene Faust auf den Nachhauseweg. Damit ist einer möglichen Ausbreitung der Infektion Tür und Tor geöffnet, und das in Kambodscha, einem Land mit unterentwickelter Gesundheitsversorgung.
Auswirkungen
Die Auswirkungen dieser Kreuzfahrt-Coronavirus-Epidemie mit anschliessender Verbreitungsquarantäne dürften die gesamte Kreuzfahrtindustrie treffen, nicht nur auf den Routen nach Ostasien. Ein Schaden für das Klima wäre das sicherlich nicht.
Das neue Corona-Virus SarsCoV-2 breitet sich weiter in China aus, allerdings mit deutlicher Verlangsamung. China hat einen enormen Kraftakt unternommen, um die Epidemie mit mittlerweile 70.548 Infizierten und 1770 Toten unter Kontrolle zu bekommen.
Gleichwohl reisst die Kritik an China nicht ab:
= Zu spät reagiert
= Zu harsch vorgegangen
= Mit Propaganda versuche die chinesische Regierung zu vermitteln, alles sei im Griff, obgleich dies nicht der Fall sei
= Angeblich chaotische Zustände in den Krankenhäusern
Lächerliche Kritik
Angesichts der Dimension der Epidemie ist die Kritik geradezu lächerlich, zumal wenn man sich anschaut, was Japan mit gerade einmal 3500 Kreuzfahrtpassagieren auf dem Schiff Diamond Princess veranstaltet. Dort ist das neue Coronavirus Sars-Cov-2 unterwegs, und mittlerweile sind 454 Passagiere infiziert..
Neu errichtete Krankenstation in Hubei Provinz
Das Schiff war auf dem Weg nach Japan und dockte am 3.2. 2020 in Yokohama an. Allerdings durften die Passagiere nicht von Bord, weil einige Passagiere sich möglicherweise infiziert hatten, ausgehend von einem Passagier, der das Schiff in Hongkong verlassen hatte, und dort positiv getestet worden war.
Das Schiff wurde sofort nach der Ankunft unter Quarantäne gestellt..
Man sollte nun erwarten, dass sofort alle Passagiere, und vor allem die Besatzung, die auch immer wieder mit Passagieren, und das Küchenpersonal mit Nahrungsmitteln, in Kontakt kommt, auf das Coronavirus getestet wird, und die positiv Getesteten sofort vom Schiff geholt und zur Quarantäne und Behandlung in Krankenhäuser gebracht würden.
Tests rationiert
Ersteres geschah jedoch nicht. Die japanische Regierung rationierte die Tests mit dem Argument, sie benötige diese für den Fall eines Ausbruchs unter der eigenen Bevölkerung.
Passagiere mit Symptomen wie Husten und Fieber wurden (bevorzugt) getestet, obwohl mittlerweile hinreichend bekannt, dass die Weiterverbreitung des neuen Corona Virus bereits vor Ausbruch der Symptome möglich, und daher von Beginn der Infektion an eine hohe Ansteckungsgefahr besteht.Einlächerliches Argument also nach dem Motto:
Bei einem Brand schicken wir nicht alle Löschfahrzeuge, denn die brauchen wir für vielleicht neu auftretende Brände woanders.
Statt unverzüglich von anderen Ländern Test-Kits anzufordern, deren Staatsbürger sich auch auf dem Schiff befinden, wie zwei deutsche Ehepaare, von denen mittlerweile eines infiziert ist – handelte man offenbar nach dem Motto:
"Schicksal, nimm Deinen Lauf."
Lauf des Schicksals
Und das Schicksal nahm seinen Lauf: Mittlerweile sind 454 Passagiere infiziert, allein von gestern auf heute kamen 99 weitere dazu. Es darf angenommen werden, dass es sich vorwiegend um Neuinfektionen nach dem Andocken in Yokohama handelt, und nicht nur Passagiere, die sich bereits zuvor infiziert hatten. Tagtäglich verschlimmerte sich die Lage.
Angesichts dieser Kombination aus Inkompetenz und Ignoranz seitens der japanischen Behörden flogen die USA gestern bereits rund 200 US-Passagiere aus. Weitere Länder wie Italien und Südkorea wollen folgen.
Weiteres Kreuzfahrtschiff
Mittlerweile ist auf einem weiteren Kreuzfahrtschiff bei einem Passagier das Corona-Virus nachgewiesen worden. Dem Schiff, die MS Westerdam, wurde das Andocken in Japan verweigert, daraufhin wich das Schiff nach Kambodscha aus. Alle Passagier durften das Schiff verlassen, mehrere Hundert machten sich offenbar auf eigene Faust auf den Nachhauseweg. Damit ist einer möglichen Ausbreitung der Infektion Tür und Tor geöffnet, und das in Kambodscha, einem Land mit unterentwickelter Gesundheitsversorgung.
Auswirkungen
Die Auswirkungen dieser Kreuzfahrt-Coronavirus-Epidemie mit anschliessender Verbreitungsquarantäne dürften die gesamte Kreuzfahrtindustrie treffen, nicht nur auf den Routen nach Ostasien. Ein Schaden für das Klima wäre das sicherlich nicht.
onlinedienst - 17. Feb, 22:42 Article 270x read